Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 11 - November (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 203 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/6727475-6029128-6074661--0961-4867627- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
noch 3 223.10 zu rechnen. Im Notfälle könne der Pensionsfonds für Zwecke der K. S. CX verwendet werden, so daß von einer eigentlichen Notlage der K. S. O. nicht gesprochen werden könne. Die K. S. O. hatte nur geglaubt, wieder eine engere Verbindung mit der Großloge hersteilen zu sollen und daher, obwohl eine große Zwargslage nicht vorlag, gebeten,-ihr einen Zuschuß von M. 601,0.— zu gewähren. Als er Ende 1923 den Vorsitz in der K. S. O. übernahm, habe erangenommen, daß es sich um eine reine Logenarbeit handle, und er werde in dem Augenblick, wo festgestellt werde, daß es sich nicht mehr um eine Logenarbeit handle, das Amt niederlegen. Den Ausführungen von Br. Seeligsohn bezüglich der Notwendigkeit, die K. S. OJ aufrecht zu erhalten, stimmt er zu Eine Umorganisation sei auch schwer möglich. Bei der Angliederung an ändert Organisationen müsse in Betracht gezogen werden, daß' für die chwestern ein anderer |Dienst in Frage kommjen würde; sie wären gezwungen, ) Krankenhausdienst zu i verrichten. .Sie würden das a’blehnen, wären hierzu | auch nicht verpflichtet, Es käme also die Pensionierung durch die Oroßloge in Frage, die einen Betrag von etwa M. 300 0CQ.— erfordere. Demgegenüber seien die , Forderungen der K. S.O. an die 'Großloge minimal. Wenn der Standpunkt vertreten werde, daß die K. S. O. zu erhalten; sei, dann sei auch neuer Nachwuchs erforderlich, der auch voihanden ist. — Falls eine Umlage auf die Logen nicht angängig erscheine, bitte er für die I Zelt vom 1. April 1924 bis 1. April 1926 einen Beitrag von je M. 3000 — zu gewähren und die als Darlehen gegebenen M. 3000.— auf diese Beträge anzurechnen. Er glaubt, daß das Generalkomitee diesem Wunsche nachkommen und eventl. bei der nächsten Großlogentagung Indemnität erbitten könne. Er teilt mit, daß der Arbeitsausschuß der K. S. O. sein Amt! niedergelegt habe und es nur bis zu der fjfr November einberufenen Vollversammlung fortfiihren wolle. Finde sich kein neuer Arbeitsausschuß, dann müsse die Großloge die Uebernahme beschließen. Br. L i s s e r stellt est, daß der Antrag der K. S. O. dahingeht, ihr für das Geschäfts ahr J924 25 und 1925/1026 einen Zuschuß von M. 3000.— zu gewähren und auf den Gesamtbetrag von M, 6000.rdas Darlehen von M. 3000 zu verrechnen. Br. Oumbel-Heilbronn spricht gegen die Gewährung der Indemnität für das Darlehn von M. 3000 - , | das. vom Oeschäftsausschuß entgegen der Beschlußfassung von 1920 gegeben worden sei. Nur die Großloge selber könne hierüber beschließen, nicht das Generalkomitee. Er stellt sich auf den Standpunkt, daß die Oroßloge nur für diejenigen Schwestern die Pension tragen könne, die bis zum Jahre 1920 eingestellt seien. — Die K. S. O. in ihrer jetzigen Gestalt hält er für verfehlt. Nach den Mitteilungen von Br, Galliner befinden sich von* den etwa 80 Logenorten nur in 11 Otten Krankenschwesternstationen. Insbesondere fehlen große Plätze. Er spricht gegen die Zwergstationen, die keinen Sinn haben. Wenn an einem Platze sich die Notwendigkeit .geltend mache, Krankenschwestern zu haben, so sei es Aufgabe der Gemeinden, Imlt Hilfe der Logen, dieser.Notwendigkeit Rechnung zu" 'tragen. Es war ein hohes’Verdienst der Großloge, daß sie den Gedanken der Ausbildung von Krankenschwestern propagiert; hat. Es hat sich aber ergeben, daß das finanzii :!le System nicht durchgeführt werden könne und die Großloge hat deshalb den Beschluß von 1920 gefaßt, der nleht .wie fer aufgehoben werden dürfe. Die Gelder für did Pensioniert hg der'Schwestern müssen aufgebracht werden, um die Destehenden Verpflichtungen abzulösen. . T . Br. S t o r c h-H am b u r g : Die'Krankensch.weste m- Organisation habe immer 'ip der Luft geschwebt, v eil sowohl ein Mutterhaus als auch ein Krankenhabs feh te, in dem die Schwestern ausgebildet und. beaufsichtigt wurden. Seit 19i>3 sind nur 5 Schwestern äusgebillet worden, und wenn gesagt worden sei, daß»sichjetzt viele zur Ausbildung melden, so bezweifle er die ethische i nd gesundheitliche Qualifikation der^ sich Meldendeh, Die K. S. O. sei in den Logen sehr unpopulär.. 'Die K.S*Pkönne ohne Krankenhaus nichts beginnen. Er spiichtsich für Auflösung der K. S. O. aus, gegen, die Ausbildung \on Sozialschwestern, für die die Ablegung besonderer Exam na notwendig sei, und für die Uebernahme der Verpflich.tunf en den vorhandenen Schwestern gegenüber. Br. Freudenthal-Nürnberg ' weist, auf lie Schwierigkeiten hin, die sich bereits bei der Griiudi ng ■ der K. S. O. gezeigt hätten. Die K. S. O. leide an ■drei* Dingen, erstens, daß dasKrankenhaus fehlt,zweitens, daß' lie; Schwestern, die in die einzelnen Orte .entsandt werd;n, sehr schnell den Zusämmenhang mit der Organisat on verlieren, jUnd dem fehlenden Mutterhaus. Scholl äusrdie! en Gründen sei es unzweckmäßig, die -Ohganisation weiter bestehen zu lassen. Es sei dje Möglichkeit, 'daß' lie Schwestern von anderen bestehenden Kriinkenschwestcmvereinen übernommen werden, so daß diei materielle Ver-. pflichtung, für die Schwestern zu sorgen, für die Großloge nicht gar zu sehr ins Gewicht falle. Er.hält für richiig, . daß eine Organisation für Privatpflege, zu der dieSchwest :rn selber zusammentreten, seitens der Großloge unterste tzt werde. Die Ausbildung jüdischer Krankenschwestern Für Privatpflegen geht über die soziale Verdichtung der Großloge hinius. Sie.ist Aufgabe der Gemeinden. Die Logen, in denen Schwesternvereine bereits bestehen, -werden es auch ablehnen, eine doppelte Steuer aufzubringen.. Er spr irht sich gleichfalls für die Auflösung der K. S. O. ausr e he. Verpflichtung der Großloge gegenüber den;’Schwest :rn bestehe nur bis zu der Zeit,, da der Ablösungsbesch uß . von der Großloge gefaßt worden sei. Br. Stein- Berlin bedauert die Taktik ■ \ön Br. Galliner, der dadurch, daß er die Großloge bewej;en wollte,den Beschluß von 1920 aufzuheben,-dieVerhandluugen in dieses Stadium gebracht habe. Die K, S. O. stellte für die Großloge eine so starke Belastung.dar, daß bei a 1er Liebe zur Organisation und bei aller Pietät in der .Großlog entagung von 1920 der Kompromißantrag Annahme fand ’ Die Großloge erwartet, «daß das Krank en- I schwestern-Komitee von Jetzt ab mit-defn ihm tur Verfügung stehenden SondermilteW auskomnt;* etatsmäßige Großlogenmittel .«jürfen für Krank en- | ’ schwesternzwecke nicht mehr verwendet werdet. Es ist klar, daß über diesen in der.Großlogfe 1920 < instimtnig gefaßten Beschluß nicht hinweggegangen werden kann. .. 201