Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 11 - November (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 201 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Deutschen Reichs-Loge zwar unzweckmäßig, aber den Allgemeinen Oesetzen nicht widersprechen! 1 ist, die Statutenänderung zu genehmigen und die Loge die Wege gehen zu lassen, ai|f denen sie glaubt, dem Logengedanken am besten dienen zu können. Br. G o I d s c h m i d t - B e r I i n bt tont, daß es sich iür die Berliner Logen um eine Notw :ndigkeit handelt, das Stimmrecht an Voraussetzungen zu* knüpfen, um gewisse Zeitströmungen zu überwinden. Er glaubt, daß die Allgemeinen Gesetze nach der Richftjig hin ausgelegt werden dürfen, daß das Stimmrecht j von dem Besuch einer gewissen Anzahl von Logensitzufgen abhängig gemacht werde. Ueber die Ausdehnung d:r Forderung lasse sich reden. Es müsse aber etwas geschehen, um dem guten Geist deti Weg zu bahnen. Er schlägt vor, das Stimmrecht abhängig zu machen von] dem Besuch von drei Instruktionslogen und 10 Arbeitssjtzungen. Br. Walter-Berlin teilt mit, j daß die Deutsche Reichs-Loge bereit ist, den § 60a fallejn zu lassen. Der andere Antrag der Deutschen Reichsloge durchkreuze den eben besrhriltenen Weg, die großen Logen arbeitsfähig zu machen. Er schlägt daher vor, die Anträge der Deutschen Reichs-Loge dem bereits bestehenden Komitee der Berliner Liegen als Material zu überveisen. Er widerspricht dem Vorschlag des Korreferent:ii, die Aenderung zu genehmigen, auch wenn wir von ihi er Unzweckmäßigkeit überzeugt seien. Aufgabe der Grof löge ist, die Logen vor Schaden zu bewahren. Br. Wohrizek-Leipzig: Dieiichwierigkeiten,fdie sich bei der Deutschen Reichsloge gezeigt haben, machen sich auch in den anderen Logen geltend Der kleinere Teil der Brüder gehört zu den regelmäßigen Logenbeiuchem, während andere durch irgendwelche Umstände den Logen entfremdet werden Es macht sich dmn eine Richtung in den Logen geltend, die nicht der Gesamtheit der Loge entspricht. Eine Aenderung wird nur herbeigeführt wer; den, indem diejenigen, die Aufnahme i i die Loge suchen, vorher auf die Verpflichtung zur Mitarbeit in der Loge schärfstens hingewiesen werden. Br. Auerbach-Köln hält die zoii der Deutschen Reichsloge beantragte Aenderung für ui zulässig. Sie kann nur im Wege der Gesetzgebung du chgeführt werden. Eine Oesetzesauslegung erscheint ihm wegen der daraus sich ergebenden Konsequenzen ur möglich. Abhilfe könne nur geschaffen werden, wenn den Aufnahmesuchenden ausdrücklich eingeschärft werde, daß sie den Logenarbeiten ihre volle Aufmerksamkeit zuzuwenden haben.- Nur bei größter Vorsicht bei <ler Aufnahme neuer Mitglieder werde die Logenarbeit eine ersprießliche sein. Br. Cohn - Königsberg teilt mit,, daß die Arbeitsgemeinschaft der ostpreußischen 1 ogen j sich aut den Standpunkt gestellt* hat, daß eine Beschränkung des Stimmrechts neuer Brüder insoweit eifolgen könne, als es sich um Satzungsänderungen, Kugelungen t nd Vorschlagstecht handelt. Der Einsetzung eines Ausschusses stimmt er zu, doch müßien ihm gewisse Richtlinie i gestellt werden, etwa im Sinne derStellnngnahme der Arbeitsgemeinschaft d. Ostpreuß. Logen. Er spricht sich (;egeh die Beschränkung der einmal bestehenden Rechte aus, und verweist darauf, daß die §§ 23 und 31 der Allgemeinen Gesetze - 9)1 .bereits jetzt eine Handhabe bieten. Bi'üdez,- die ihre Verpflichtungen gegenüber der Loge und dem Orden, auch hinsichtlich d:s Besuchs der Logensitzungen,* nicht rachkomjmen, aui der Loge zu entfernen.' In der Beschränkung des St mmrechts neuaufzunehmender Brüder sieht, er ktin Unrecht. ' . '' Nach kuizer Geschäftsordnungsdebatte ufper dir1 Abstimmung wird beschlossen: - 1. Die Angdegenheit einem Ausschuß als Materill zif überweis :n. ' 2. Als Ausschuß wird der vom Präsidialausschul: der Berliner Logen eingesetzte Ausschuß zur Ber itipig jüber die Teilung der großen Logen bestiinmt. 3.!Dem bereits bestehenden Ausschuß sollen' B'üder beigeordnet werden. Die Zuwahlen werden deriOeschäftsa jsschuß überlassen. . 4. 0er Antrag der Deutschen Reichsloge bedeutet eine Gesetzesiinderung. , Br. L i s $ e r übernimmt den Vorsitz. ' 4. Krankenschwesternorganisation. Br. Seeligsohn berichtet: Die starke Belastung, die die Kraflkenschwestemörganisatiön für die Giro lloge bedeutete, führte in der Großlogentagung vfon 1920 zi dem Kompromiß,' daß die K. S. O. von der Großloge ab* gelöst wurde, daß etatsmäßige Mittel der Großlog: für. _ die Organisation nicht mehr verwendet „werden du rften, und jdaß die Erwartung ausgesprochen wäirde,. daf die K.SjO. mit ihren Mitteln auskomme. Nach dem im fahre 102$ erfolgten Ausscheiden von Br. Hirsch aus der K. S. O. übernahm Br. Galliner den Vorsitz, dem es gelang, eine gan^e Anzahl von Logen mit einem 'Kopfbeitrag von M. j,— pro' Jahr für die K. S. O. zu gewinnen, pir Beziehungen zwischen Großloge und K. S. O; beschrä ikten sich! in dieser Zeit auf Berichterstattung. * Im Apri d.J. wurde von Br. Galliner der Antrag gestellt, der K. Sr O. seitens der Großloge zur Deckung eines . Fehlbet ages eineh Zuschuß zunächst für ein Jahr in- Höhe von 6000] M. zu gewähren. Dieser Antrag mußte mit Rücksicht auf den Beschluß der Großloge v,on 1020 abgelehnt werden, Der Geschäftsausschuß erklärte sich aber, bereit, die Logen in einem Rundschreiben aufzufordern, den Betrag von 6000 M. nach Möglichkeit aufznbringen. Dieses Rundschreiben ist auf Wunsch der K. S.Ö. nicht ver;andt worden, weil diese erst abwarten wolitt, welchen Erfolg ihr eigenes Werbeschreiben, das erst kurze Ze;it vorh er an Sie Logen herausgegangen war, haben würde. Da aber eine* Schuld von 31)00 M. bestand, (teteo Deckurig dringich war, wurde beschlossen, der K. $. 0- 3000 Marl als Darlehen zu gewähren, für die Indemnität erbeten wird. Eint verschiedene Beurteilung findet die Frage, ol> es heute noch Aufgabe des Ordens ist, Krankenschwestern auszubiklen und zu erhalten. Prestigegründe könnem licht, geltend sein. Er steht aber auf dem-Standpunkt.; daß es im Interesse der Brüder und des Mittelstandes rtotwi ndig sei, jjüdische Krankenschwestern zu erlulien, die Pi ivatr pflegen übernehmen. Auch den Trichtern aus den Kr* äsen des Mittelstandes sollte Gelegenheit gegeben Werden, sich diesem Beruf zuzuwenden. Er verweist auf.''ein Runddem schreiben des Ministeriums für Volkswohlfahrt, in