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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 191

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 191 (sequence 63)
Language
German
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Seine Anschauungen lassen sich auf folgende Sätze bringen: 1. Gott ist der Quell der Reinheit, der Allerhalter, der Allumfasser, das schlecht' hinnige Sein, ewig, unveränderlich, überall gegenwärtig. 2. Vermittelst des Logos, der himmlischen Weisheit, gleichsam des erstgeborenen Gotteskindes, wird die Gottheit erfahren und erlebt. , 3. Von diesem Logos trägt die Mensdiensec le :inen Funken in sich, der ihr den Anteil,an qer wigkeit sichert. Die philonisdien Gedanken haben auf c ie Dogmenbildung im Christentum einen bedeutend :n Einfluß gehabt; während die wehere.Ehtw.ickelü fg* des Judentums nur in der Kabbalah .Von Phil 3s Gedanken sieh befruchten ließ. ' ' ■ ‘ i ” f l’hilo-Loge. Asrhaffenburg.; t " :_■* Zacharias Frankel. Von Br. Jacob Win »Leuchte Israels, Tempelsäule zur Rechten, gewaltiger Hammer.« Die Schüler des R. Jodianan ben Sakkai nannten so ihren Meister. <Beradiot 28 b.) Die dankbare Nachwelt mag mit diesen Worten der Vorzeit dem Wirken und Leisten Z. Frankels in Ehrfurcht Anerkennung l zollen. Sein Geist war und bleibt eine »Leuchte Israels«, die in Wissenschaft und Leben nie erlöschen wird. Er schied aus idieser Zeitlichkeit am 13. Februar 1875 im Alter von 74 Jahren als Direktor des Jüdisch-theologischen Seminars Fraenkel'scher Stiftung in Breslau. Die Dresdener Gemeinde,- wo er 1836 bis 1854 als Landesrabbiner wirkte, veranstaltete zur Ehrung seines Gedächtnisses in der Synagoge eine Trauerfeier, wobei ihm sein Nachfolger im Amte, der *Obetrabbiner Wolf Landau, die Worte nachrief: »Was er schuf, wird night vernichtet,, Nein, der Edlen Blick sich "richtet Vorwärts auf des Fortschritts Bahn, , die der Meister kundgetan.« Diese Synagoge war sein Werk. Erst nach langwierigen Verhandlungen erteilten Ministerium und Stadtrat die Erlaubnis zum Bau derselben und zur Abhaltung eines öffentlichen Gottesdienstes, der bis dahin verboten war. Nun erst waren die et, Dresden. e itr uden Dresdens, die bisher in verschiedenen, -vc n IVivaten unterhaltenen Bethäusern ihre Gottesdienste i bhielten,' zu einer Gemeinde geeint. Frankel hat sich erwiesen als Jachin, als die »Tempelsäule ,'z Rechten«. Aber zugleich auch als »Gewaltig t . Hammer« R. J; b. S.. wurc e diese Bezeichnung beigelegt, weil wie unter dem Hatrtm die Funken hervorsprühen ürd sich nach allen Richtungen au:; breiten, so seine.Halächct si h über die ganze Welt ve - breiteten. Und auch Frau l^els gewaltige Geisteskräf :e erschöpften sich nicht Wirken bloß für seihe G< meinde. Seine Zeitschrift für die religiösen fntere sen des Judentums» begründet 1844, hat Geistesfunken jüdischer Gesinnung in alle We lt hinausgesandt und seine Monatsschrift für Geschieh :e und Wissenschaft des Judentums, begründet.185 t, die noch heute fortgesetzt wird, hat wissehschaf :■ lieber Forschung Anregung und Richtung geg^bei. So erwies er sich als der berufene Leiter dnersten Rabbiner-Bildungsanstalt, die auf deutsche m: Boden errichtet wurde mit der Bestimmung; Wissen sdiaft und Frömmigkeit im Treubünde zu erhaltet. Als "solcher begann er seine gesegnete Wirksamkeit im Jahre 1854, und setzte sie bis zu seinem Tode fort. Er war ein Wegbahner. Die b: 191

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