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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 175

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 175 (sequence 47)
Language
German
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,A ie Drei Erzväter“. Vori Br. B. |acob, Dortmund. lungsreidieren »Bne ßrissc •Söhne des Einen1 sinnvolleren und bezie \'amen hätte eine Löge des Orden« -ich nicht leicht geben können. Die Bundes« haben damit zu ihren Patronen die ersten Väter des Bundes erwählt, die jüngsten Geschlechter icnü afen an die ältesten an. Was icdem Israeliten sein können und sollen, das will <lie Gemeinschaft, die sich im Be sondern nach ihnen, nennt, sich noch nachdrücklich»r gesagt sein lassen und eine Fülle erhebender und Gedanken drängt sich ihnen noch leL Die drei Erzväter sind ohne irgendeinem anderen Volke. Zwar da die Sage versucht, Stammväter aufzustellen, aber es blieben leere Erzväter Israels aber stehen dank anspornender endiger auf. Beispiel bei hat hier und eines Volkes Namen. Die treuer Ueber- ’ iieferung und einer ausgeführten Darstellung von unauslöschlichem Reiz als lebensvolle Gestalten vor uns. Mit ihnen begarin vor viert tusend (ähren fine bis auf den heutigen Tag fort; gehende Folge von Geschlechtern, die älteste Geschichte, deren, sich ein Volk dieser Erde rühmen lann. Die . natürlichste und darum dauerndste' und stärkste Form der Menschengemeijischaft ist die Familie. Mit seiner Geburt tritt der Mensch in sie ein, sie beherrscht seine Jugend, sie formt ihn für das ganze Leben. In ihr vollziehen sich die großen Umschwünge des Lebens; Geburt, Hochzeit, Tod, und finden - hier I ihren reinsten Widerhall. Sie. ist der Mutterpoden für die edelsten Gefühle, der Kreis der ech:esten Freuden, die Pflanzstätte der höchsten sozialen Tugenden; der Ehrfurcht und Liebe, des Gehorsams und der Pietät, der Rücksicht und des Zärtge fühls, der Hingabe und gegenseitigen Hilfe, der Verantwortung und des Pflichtgefühls, der Zucht und guten Sitte, der festgefügten Lebensordnung, des unschuldigen Glückes und Friedens, der ersten Ahnungen des Göttlichen und Ewigen. In der Geschichte der Erzväter aber haben wir einen ewigen Spiegel des' Familienlebens, auch seiner Trübungen durch Leid und Schuld. Darum ist sie eir Buch für Jung und Alt bei den Völkern aller Hin'meisstriche, wie viel mehr aber für uns, die wahren Nachkommen, Der jüdische Familiensinn ist ein Erbe von den Erzvätern her, auch in diesem Sinne reden wir rd ch «er vpn »unserm Vater Abraham« und sind wir-die »Kinder Israels«. Der Naturgründ für Brüderlich keit sind die gemeinsamen Eltern. Je lebendig er die Erinnerung an sie ist, um so tiefer w das Brudergefühl seine Aber nicht bloß durch ihre Lebensfügungen sind uns die Erzväter ein Beispiel, mehr noch dui ihre Tu g e n jd e n. Ein Abraham: der Menschejn liebe, der Upeigennürzigkeit, der Gastlichkeit, Hilfsbereitschaft, der Besonnenheit, des Hochsim es und der Würde, einI Isa ak : des kindlichen Ge hotsames, dejr Pietät,! des unverdrossenen Arbei smutes, der Verträglichkeit, ein Jakob: des hohen Strebens, dejr Kinderliebe, der Ausdauer,»Treue und Gewissenhaftigkeit, und alle drei der Friedfertigkeit und: Humanitär, des Abscheues vor Roheit, Gewalttätigkeit und Blut, der Klarheit, Festigkeit und Beharrlichkeit ihrer Lebensführung. Immerhin darf sich al$o der Israelit bei solchen Erzvätc rn rühmen, von gutem Herkommen zu sein. Nie hat ein ganzes Volk eine bessere Kinderstube gehajt Wer von guter Herkunft ist, kann zwar zum Paria n wird ihn niemals dazu er selbst sich vop -Natur da iur ' für immer davor bewaf ,rt. gemacht werden, abe|r bringen können; daß halte. Damit ist e rettungslos zu finken Dennoch ist in sich nicht bei vielen jenen Tugenden nichts, Was Menschen in jedem Geschlecht wiederfände, und andererseits haben auch die E z väter als Menschen ihre Schwächen. Sie sind kejme sündenlosen Heiligen, auch keine Halbgötter übermenschlichen Gaben und Kräften, auch keine Stäatengründer und F xiegshelden, sondern ihre wahre Größe besteht darin daß sie in drei Geschlecht;m nacheinander die ersten Gottesmänner, die ersten Großen der R eligion gewesen sind. Sie s nd dem wahren Gotte, dessen Rufe einst Abraham, Haus und Heimat verlassend, gefolgt ist, treu geblieben, haben ihn sich immer von neuem errun jen und als ihren größten Schatz den kommen len Geschlechtern überliefert. Es ist schon etwas Gro (es, daß das spätere Israel, als ein kleines Vollt tnd immer in der Minderheit auf der Welt, Jahrtausende Jang trotz Drude uid Verfolgung an seinem Gute festhält und sich von keinem fremden Glauben, besitze, er auch alle Macht urd Herrlichkeit der Welt, blenden 175

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