Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 173 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lande ausbreitet zum Beten, verhülle kh die Augen or euch, und wenn ihr noch so viel betet, höre h euch hicht, denn eure Hände sihd voll von .Hut. Waschet euch, schafft eure bösen Taten hin- - eg vor1 meinem Auge, höret auf. Böses zu tun. i .ernet gut zu sein, suchet das Recht, ktehet bei den Bedrückten, führet das Recht der \C^aise, streitet ien Streit der Witwe.« Gott allein soll als König empfunden werden, will Jesaja. Darum ist ihm verhaßt jeglicher Hochmut. Den Hochmut will er; ausrotten, er ist ihm die Sünde schlechthin. »Denn ein j Tag kommt; vom Herrn der Heerscharen über allks Stolze und) Hohe und alles Hochragende, daß! es erniedrigt werde/ und über alle Zedern des Lijbanon, die so Eichen von der Hochmut hoch sich dünken,; und über alle Basan. Und gebeugt wird der Menschen und erniedrigt, was hoch sich dünkt unter den Menschen, erhaben ist allein der Ewige an jenem Tage«. Und wenn einet der Völker, die als Vollstrecker von Gottes Willien ihr Richteramt ausüben, vergißt, daß es Werkzeug nur ist, hochmütig sich als jden Wirkenden und niemand Verantwortlichen empfindet, dann schlägt auch seine Stunde, und es muß herunter vom Throne. Das ist die ewige Gerechtigkeit, mit per Gott sich offenbart. Diese Welt, in der er lebt, ist Kampf, muß es noch sein um der Gerechtigkeit und der Erziehung der Menschen willen, aber einstens wird eine andere Zeit sein, da wprd Friede und Gerechtigkeit herrschen. Das ist Messias. Jesaja hat die Hoffnung noch voll von . die Zeit des auf sie einge« pflanlzt und ihr Bild gezeichnet, mit seinen Wo ten. lebt | sie seitdem als Zuversicht in Israel unc inj aller Gläubigen Herz. Die alte Weissagung von| der Zeit, in der »die Menschen uroschmiedeit ihrejl Schwerter zi Sicheln und die Lanzen zu Rebmessern] in djer nicht mehr ein Volk wider das-andere das- Schwert erheben wird, und man nicht mehr dep, Kricjg erlernen wird«, nahm er auf und truj sie weitjer, und so hoch trug ihn seiner Gedanken I lug], bis paß er den Frieden der Welt so sicher'gegründei schaute, dal selbst der Instinkt der wilden Tiere sich' vom Taub und Schadentun abkehren wird. »E^ wird wohnen der Wolf mit dem Lamm, der Tiger wird mit dem Bödtlein lagern, Kalb und Löwe und Masttier vereint, und ein kleiner K ftabe wird sie fü iren. Kuh und Bär werden zusan mett. weiten und* ihre Jungen werden beieinander la fern, undj der LcWe wird Stroh fressen wie ein Rind. Dei] Säugling wird sich vergnügen vor de«fr löhle der Natter, und vordem Auge des Basilisken wird das) eben entwöhnte Kind die Hand zum Spiele erheben. N jemand wird unrecht und niemand e twas Bösles tun luf meinem heiligen Berge überall, depn' vol| wird cie Erde sein der Erkenntnis Gottes, so tief| wird sie sein wie das Wasser, das dep Mqeres* grupd bedeckt.« ' *'; Das is t Jesaja, tdarin ruht seiner Petsönli hkeit ewige Geltung, sein Lebendigsein in -jeder Zeit, in ans. Kühn und wuchtig, edel und gemessen ist seine Spradie, wie gehämmertes Erz, fest und tötend, biegsam urd zugleich voller Widerstand. Vo t ihm ist nicht genug, man muß ihn fesin. München. - ZU Je wissen, a j a - L *>£ e , Jeremik. Von) Br. Rudolf Leszy I •f $ k y, Berlin. prilesterlich^m Cjesdiledit. Im Jahre 626 -vc r üblichen Zeitrechnung trat er zum ersten als Prophet auf — wir würden sagen; begatn Um die Zeit der ersten Zerstörung Jerusalems, in einer wildbewegten Epoche inne er Kämpfe und äußerer Katastrophen des jüdischen Volkes, lebte eine Persönlichkeit, die uns von alle n Gestalten der Bibel am modernsten anmutet, harakterlich äm greifbarsten ist, zugleich die tragisch >te Erscheinung: der Prophet Jeremia. Aus gut beglaubigten Quellet wissen wir viel von seinem Leben und seiner Zeit. Er stammte des großen Schwesterreiches nicht. Weder aus einer kleinen Stadt nahe be Jerusalem aus der Götzendienst und die mit ihm vecburjdepen er seine öffentliche Laufbahn. Hundert Jahre vorher war das Reich Israel zerstört, die zehn Stämme fortgeführt; worden. Das kleine Reich Juda der Male unter assyrischer Oberherrschalt ein politisch liches Dasein. Nachhaltend wirkte die Katäs rrophe lorte.n nstete kläg— 173 —