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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 172

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 172 (sequence 44)
Language
German
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sich abseits vom Gewühl der Stadt und erwägt, welches wohl die' beste Diplomatie jetzt seitritt und Da ein Mann an ihn heran und redet ih i frei kühn an: »Sei ganz unbesorgt, fürchte dich: nicht, und dein Herz sei ohne Angst vor < ieseo zwei rauchendeo Feuerbrandstummeln«, sagt ihm, er dürfe sich auf niemand anders verlasset, als einzig auf den Ewigen, den Gott der Väter nur wenn man ihn verliert, ist man verloren: »glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht«. Wer war" dieser Mann? Es war der Prophet reten, den einen der ichem Jesaja, ein 1/Iann,. anders als sonst die Prop: die das Vok kannte, nicht /ein Mann aus Niederungen des Volkes.emporgestiegen, dem Tone fremd, sondern einer aus den Kreisen Edlen, — die Ueberlieferung sagt, aus könig Geblüt, — und vielleicht'dadurch als Mahne" und Ratgeber eit flußreicher als sonst ein ■Prophet. Was war sein Wollen? Wie er politisch wirkte, wir sahen es schon: gegen jede Bündnis>olitik wandte er $ ich, -ob man nun heute auf Assyrien, morgen auf Aegypten, übermorgen auf Baby onien sich stützen mochte,-e i n e Linie nur gebe es, an Gott anhan jen, nach seinem Willen leben und auf ihn sich stützen. Gott allein ist der König Israels, will er, steit Israel fest auch ohne Verbündete, verwirft er es, kann kein Verbündeter es etten. Damit ist schon. . angedeutet, Um was e:; sich für ihn in seinem religiösen Wirken ha adelte, nämlich die Ueberze„ugung reifen zu lassen daß, modern au »gedrückt; die Religion die Grollmacht gegenüber allen Großmächten der Weltges chichte ist. Das kann man nie beweisen, das mul man »glauben«.. Darum prägte er ja das oben ::itierte Wort »glathet ihr nicht, so bleibet ihr nkh :«, so als der ersten einer dem Bewußtsein die Wahrheit einfügend,: aaß die innere Verbundenheit mi: Gott und das kindliche Vertrauen auf ihn die Vjraussetzung ist; auf der das Gefühl der Sicherheit gegenüber alleri Stürmen der Natur und der Weltgeschichte tycruht. ’ Die Geschichte! Was ist sie denn? Ist sie das Spiel hochmütiger Menschenkräfte? Steckt! hinter ihr irgend :in Sinn? Das ist seine neue Artwortr Weltgeseh c >te ist das Werk Gottes, er bereit die Völker und weist jedem seine Aufgabe zu nicht aus sich e hebt sich ein Volk, sondern, wo es ein anderes ülxxwältigt, ist es Vollstrecker von Gottes Wille. So kommt Assyrien über Israel, von Gott gerufen, um es zu strafen für ^eine Sünce, für seinen /^bfall von Gott, für die Vergewaltigung ■jler Annan, für den Mangel an soziale r Gereditig keit. Das ist Jesajas neuer jGedanke: V eltgeschicht», ist Goties Fügung, die Völker sind nur dazu da. Werkzeuge seines"Erziehuhgsplanes an ier Mensch heit zu \ werden. Lind wie vieles hat er gesjhaur von weltgeschichtlichen Vorgängen!. Ei sah Israel? des Brudarreiches im Norden, Untergang und Weg* führunf. Er sah, wie Juda von Assyi ien verheert wurdet ui id hart am Rande des Unterg anges stand und durci ein Wunder nur dieses eire Mal noch gerettet i rard, schaute die ersten An seichen vom Aufkommen der'), neuen, Assyrien a islöschenden Weltmacht. Das alles sah er mit eig nen Augen nnd ve rs and, daß das mehr war als dii: sonst) gang und gä »et Katzbalgereien der Völker, c aß das eben ' »Weltgesdiichte« sei. Und vorausschauend ahnte er Aejyptens Sturz -und des Weltma ht werdenden BiibvJons Untergang. D aß Gott ein Volk rufen werde um Israel, obgleid i :s auserwählt ward, zu zück igen, in die Verbannung zu schleppen, das war sein Glaube, davon redete er/ aber zugleich war in ihm die felsenfi ist» Gewißheit, daß das Strafj ericht Israel nicht ganz und gar zunichte machen würde; daß ein Rest, und .»sei er auch nur ein Zc hntel« übrig bleibt, der zur Besinnung kommt, ais dem Erneuerung aufsprießt. Auf ihn stütz :n wir uns, wenn wiglauben, daß in jeder Zeit des!Niederin Israel immer ein Rest bleil t, aus dem Wille sich emporreckt. gangs neuer Mit Israel. Opfer — so und Gott verbunden und fromi n wollte er Was aber ist fromm? Heißt Frömmigkeit br ngen und Gebete schreien? Das ist vor Gott ioc1! lange nicht Frömmigkeit/ es muß sich kindet er — hinzugesellen dei reine Wille die reine Tat, Rechttun und I 'emsein von Unrec it und Gewalttat. »Was soll nir die Fülle eurer Oafer, spricht der Ewige, ich bin übersatt der C an :opfer von Widdern und des Fettes der Masttiere, das Blut der Farren, der Lämmer und der E öcke begehre ich nicht. Went ihr kommt, um v 3r mir euch zu zeigen, wer verk ngt denn das von :uci, daß ihr meine Vorhöfe zerstampft? Bring :t mir doch nicht mehr nutzlose G ibe, Räucherwerk ist mir ein Greuel, Neumond und Sabbath durch; festliche Versammlung feiern — ich mag nicht Unrethf und Festversammlung vereinigt. Eure Neumonde und Feste hasse ich, sie si id mir lästig, ich bin miide, sie zu ertragen, lind it renn ihr eure 172

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