Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 171 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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, r wir Menschen möglichst nähe kommen sollen.« Rede: Der Krieg und die Jugend.) Daß diese hohe Auffassung von reinem Menschentum Salo Adler zu einem würdigen genpräsidenten prädestinierte, wurde in seinen reisen bald erkannt. Neben seinen zahlreichen emtern in den großen jüdischen Organisationen . us Landes, die er mit unermüdlicher Ausdauer imer anregend und richtunggebend ’ verwaltete, en Vorstandschaften in allen großen örtlichen 'tiftungen, besonders der Jugendfürsorge, versah \dler vom 1. April 1906 bis 31. März 1907 auch dieses Ehrenamt und bewährte in seiner ebenso .icheren wie vornehmen Leitung die ihm verliehenen Führereigenschaften. Eine bedeutende Zunahme der Zahl der Logenmitglieder, Gründung von Unterrichtskursen für galizische und russische Glaubensgenossen, Sammlung eines Fonds für im Erwerbsleben stehende jüdische Mädchen kenn« zeichnen seine Präsiden tschafr. Die in seine Amtszeit fallende Feier des 25jährigen Bestehens des Ordens in Deutschland fand in ihm einen glänzenden Repräsentanten. Adlers Interessen- und Einflußsphären wafen von ungewöhnlichem Umfang. Sein kluger, bei allem Optimismus auf das Erreichbare gerichteter Sinn machte ihn zum unentbehrlichen Berater in allen jüdisch-gulturellen Angelegenheiten Deutschlands. Unendlich viel verdankt ihm der jüdische Lehrerstand, der in seinem ewigen Ringen um gerechte Würdigung in ihm geradezu seinen Schutzgeist. fand. In den großen Korporationen, denen er trotz der gewaltigen Ausdehnung seiner amtlichen Funktionen seine Mitarbeit liehi bewährte er sich — ein j echter Ben Briss — als Förderer von Kunst und Wissenschaft, als Gönner gering bemittelter Studierender als Vater der Witvfen und Wai;en, immer versöhnlich vermittelnd, ein) Jünger Aharonsj »den Frieden liebend und ihm nacftjagende«. U<be{ den weitausschauenden Plänen’— seiner Anregung verdankt u. n das Erziehungsheiip der Ignatz tim Apna Sichel Stiftung seine Entstehung Lveyg, eri nicht lie Sorge um die tag ichen Bedürfriss einzelner Zöglinge, die Pflege ihm anvertra jter MJündel, c ie kleinen Wünsche seiner Stiftuhgskipdeir. Djese Tre ie;im Großen wie im Kleinen eirinne t ap Herder, cerj auf der Höhe seinds' Dichterruh dies angelangt, e$ nicht unter seiner Würde fand, nöqi eih ABC-Büch für junge Schüler zu Verfasser.! Die Namen der von ihm im Interesse' der jülisdien Wissenschaft, der Jugenderziehung, d^r Lehrerbildung, ins Leben gerufenen . Organisationej kennen auf dem hier zur Verfügung stehende! Raum nid it Einmal aufgezählt werden, fis dar: dieser Stelle auf den bei seineip Tode1, in ,di:s Blättern <1919, Nr: 6) erschienenen Aufsatz hin| ge wiesen werden. ’ " j. Was aber nicht unerwähnt bleiben darf, däs is seine erfolgreiche Mitarbeit auch in interkonfessionellen Verbänden. Seine: Begabung, «einte eefe Redekunst, sein Geschick, auch schwierige Probleme einer guten Lösung entgegenzufülrei», et rangen ihm allseitige Anerkennung. Durch ak > volfes, tuhig-besonnenes und doch kraftvalles Auftreten durch sein ganzes Denken Und Wallen hat er die Wirkungskraft jüdisch-sittlichen L< bens offenbar j emacht und dem Judentum in den Augen Andersgl: ubiger Anerkennung erworben.;".Für diese »Heiligunj des göttlichen Nameni« sei den Manin unseres unvergeßlichen Führers ein 'besonderer Dank da: gebracht. Er war — wie Pestaloz :i fein sji Genie Io Adl » Jesa Von B|r. Max D i e n e m a it.n Es war etwa um das Jahr 734 v. Chr., da stand vor Juda und seinem Königshause eine große Gefahr. Der Syrer und die vom Nordreich Israel, sonst untereinander ständig im Krieg, hatten sich verbündet, um den König von Juda , Oftenb. a« Sprge au uiter der der reinen Menschenliebe. r-Loge, Schneidemühl. ch a. M. Ahas, dem König von Jüda, und ingst« lidt erwof er schon, ob es nicht besser sei,, sich Schutz des großmächtigen Assyrer tönigs zu stellet und sich ihm als Vasall zu eigjn Zu eben abzqsetzen und giben, u [td so durch den Mächtigeren den Juda sich untertänig zu machen. Sldiwet lastete die Drohenden matt zu setzen. Sorgenvoll erg:ht er 171