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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 168

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 168 (sequence 40)
Language
German
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und einzige in dieser Bedeutung. Spinoza sfandauße^» halb der Grenzen der Gedankenwelt des Judentum^, und wo er sie berührte, griff er sie an. WasWundef, daß selbst die besten unter den niditjüdischen Denkern einem Cohen, der die Philo» sophie zu jiidalsieren wagte, fremd gegenübarstehen; daß sie ihn bewußt und. unbewußt mit Schweigen ülbergehen. Man tadelt gewöhnlich die Schwere im Sri* Cohens und übersieht seinen Reiz und seinen Zauber. Die Schwre» rigkeit liegt an der schon sprachlich vollzogenen Denk* synthese. Sein Stil setzt sich äus dem Tiefsten und Höchsten in der Sprache i zusammen, entsprechend def Tiefe des darin -versenkter! Gedankens und dem Fluge ^er Abstraktion. Die Schwierigkei liegt auch an den! wertzeugenden Hemmungen einer starken Persönlichkeit, die sich weigert, aus dem Fef tigen zu schöpfen; die erst nach eigenem Suchen das Adäguate. findet, pnd meistert, so daß sie selbst an Gemeingut gewordenen Ausdrücken sich abmüht und die bereits fertige Sprache neu beleben muß. Cohen eignet sich nihts von der Sprache an, was an ihr! Freigu: und Gemeinplatz ist, er nimmt nie lt, was abgepfllickt zufällig am Wege liegt, er steig in den' geheimen Sehe cht der Sprache, prüft jedes Woi t, ob es! seinen Zwecken entspricht,, wählt einmal um das andere! Mal, bis er den Ausdruc c findet, I der seinem Gedanke 1 ent» spricht. Diesen löst e ■ sozu« sagen vom Boden, haut ihn zu» recht und gibt so seinem Stil das Geprägeseiner Gedanke n. Weil er seinen Ausdruck ni ht aus der Vorratskammer hot, weil, dieSprache sich seinenG« danken erst nach Kämpfen und \ ersöh* j nungen fügt, zeigt jede i Wort,! selbst das abgebrauchte;te, die Schmerzen des Paarungs campfs zwischen Gedanken un 1 Wort i Nli Hernann Cohen ist der größte Sohn der jüdischen Au klärungsepoche im Westen v m uns gegange 1. De letzte unter den Großen jener 1 ipoche. Der lettte der Zeit nach, in seiner Bedeuting der erste. Hermanh Co ien»Loge, Frankfurt a. M. Berthold Timendörfer.*) Br. M a x i m i I i Im Jahre 1923 ‘ beging Br. Timendorfer unter herzlichster Anteilnahme unseres Distrikts und des gesamten Ordens die. erhebende-Feier seines 25 jäh»] rigen Amtsjubiläufns als Großpräsident. In der Großlogentagung am 16. November 1924 trat er im gesegneten Alter von über 7,0 Jahren von dem hohen Amte zurück. Br. Dr. Baeck kenrtzeichnete in seiner gedankenreichen Antrittsrede seinen verdienstvollen Vorgänger mit den Worten: »Es .wird in deF Geschichte un» seres deutschen Distrikts sicherlich ein einmaliges sein, daß ein Präsident an der Spitze dieses Distrikts mehr als ein Vierteljahrhundert steht. Nur ein Von an Stein, Mann wie Berlin Br. sdiaffenen *) Nach der in Unserem Großlogenorgan »Der Ortkn Bne Briss« Nr. 3 4 März;April 1923 abgedruckten Festrede von Br. Maximilian Stein rum 25 jährigen Amtsjubiläum Br. Timendoifers als Großpräsident. — lßy — , <, Timendorfer war dazu imstan i le, nur ine alt mit dem Orden ein Vierteljahr! undert hsen, und darum ist er jüng get lieben, wird ihm darin gleich sein können.« Ausscheiden Br. Timendorfers vom Amte' den i auch erfreulicherweise keinen Rüde» Ordpnswerk. In der eigens für i in ge» er, der cie K|unst besitzt, alt zu werden, o zu sein, <x ist hindurch j;ewa Kein anc erer Das bedeutete tritt vom Würde des Ehren-Großpräsident en ist Br. Timer dorftr der rührig und rüstig mitarb itende Mentor d:r Croßloge geblieben. Das Geheimnis 1 der Erfolge c es Großpräsidenten Timendor! er lag von vomhereif in seiner gewinnenden Persönlichkeit, die alle Gegensätze, alle partikularistisdien C regen» strömungei im Orden versöhnte und das verbit dende Motiv inn trha b der Großloge und der Einzc llogen blieb Die Wirksamkeit des Ordens unter seinem

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