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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 166

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 166 (sequence 38)
Language
German
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Gewerbe gleichgestellt und sogar zu akademischen Lehr», SchuU und Gemeindeämtern zugelassen wurden. Wir können uns heute nicht mehr vorstellen/ weil wir schon /lange im Ge* nuß einer, allerdings immer noch umkämpfteh, ' Freiheit sind, unter welthem Drude und wie, großen / Kran*, kungen die sogenannten Sch utzpuden Preußens vor der Hardenbergscherf Reform lebten. , Hardenbergs Hauptverdienst besteht darin, daß sein Edikt alle ^ahlreichfcn Versuche zur Zerstörung oder Minderung des .bürgerlichen Rechtes der! Juden, so oft sie sich auch wiederholen mögen, v :rhindert hat. Dem in seiner Politik nach allen Seiten ibwägenden, scheinbar kühlen, aber grundvomehmen und von edlem Sinn getra jenen, wahrhaft modernen i taatsmann schuldet die. ji dische Gemeinsdiaft Dank, ui d die Loge, welche seinen 1 lamen trägt, wird auch weite r dafür kämpfen, daß seine Leistung, unsere bür; erliche Existenz, unar getastet bleibt und in unseren Reihen gebührend erk mnt wird. Hardenberg - Loge, Frankfurt a. O. Heinrich Graetz. Br. Caesar'Selig Unter all den Männern, welche vom zweiten Drittel des vorigen Jahfhunderts an der Wissen Von __ mann, ffrankfurt a/M. geworden. Es weht, ein heißer Atem aus Werfy Ein Hauch prophetischen Geistes diesem Die schaft des Judentums ihr Leben weihten, ist keiner" glanzvolle, oft zu dichterischem Schwung sich er^ populärer geworden als der Geschichtsschreiber des hebende Sprache reißt den Leser mit si h fort- Besonders die Vorreden zu den meisten Bände n der großen Geschichte sii id voll jüdischen V olkes, Heinrich Graetz. Er hat die Wissenschaft aus der Gelehrtenstube hinausgetragen und sie den . Ungelehrten schmackhaft gemacht. Sein großes zwölfbändiges Geschichts.werk. ist ein »Erbteil der Gemeinde Jakobs« geworden. rSein Einfluß auf. die gebildeten Kreise des Judentums der ganzen ■ Welt £st unbeschreiblich. Un- - zählige wurden durch dieses Weik für ihr Vätererbe, das sie erst jetzt kennen lernten, neu gewonnen. Daß das Judentum eine geschichtliche Großmacht sei, daß ds sich verlohne, fiür dieses Judentum zu leben und zu leiden, diese Ueberzeugung verdankt das neuei e Judentum vor allem der »Geschichte der Juden* von Graetz/ Darum ist keiner in neuerer Zeit s wie er Prediger' des. Judentums für die Gebildete! packender Gedanker wuchtiger Kraft, siasmus für den sehen Charakter de fü und Enthuheroijüdiirt ihm sehen Geschichte die Feder. Absolute Zuverl ässigkeit ist bei einer Da Stellung der Geschichte der Juden ein Ding der Unmö glichkeit. Wer sich darauf bes hränken wollte, nur das, was durch unzweifelhafte De kumente belegt ist, ^neinanderzureihen, der würle über Regesjten zur Geschichte der Juden nicht hinagskommjen. Unzählige, oft weit ausgedehnte Partien sind Unaufgeklärt. Die Geschichte der Jude n gleicht der I^arte vo|n Afrika, wie wir sie als Kii ider vor uns sahen: 1 weite Strecken weiß, unc rforscht. 166

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