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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 164

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 164 (sequence 36)
Language
German
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Die Ziliringer; Von - a. Bi-. Samuel MC Die bessere Gestaltung der bürgerlichen Verhältnisse der badischen Juden von der zweiten Hälft^ des 18. Jahrhi nderts ab und eine gerechtere Würdi-- gung des Judentums weit über Baden hinaus sindenj verwoben mit lernFürstengesdifecht der Zähringer Deren Stamn sit^’rst die Burg »Zähringen« in der von Schwarze aldbergen umgebenen blühenden Ebene des Breisgaus So klein das Zähringerland auch warl seine Herrsch' x hatten seit, und vielleicht schon vor -dem 10. Jahrh mdörf Bedeutung und Macht unter den regierenden Fürsten ihrer Zeit. Sie greifen in wichtige Geschehnisse ier deutschen Geschichte ein. Fast ein Jahrhundert’ ind sie, nachdem im Jahre 1032 die Schweiz ans Deutsche Reich gekommen war, Reichs-- verweset des benachbarten neuen Reichsgebietes. Das Zäliringische Fürstenhaus hat .sich in den Markgrafen und Groffherzögen von Baden bis in die 'Gegenwart hiijein.fortgesetzt. , Sie war6n.es/ die ihren Juden zumeist eine “humanere Denk’*: Und- Gesinnungsweise entgegen « Jagten. | -Markgraf Carl Friedrich von Baden hat schon in jjatirt 1754 in 6iner Judenverördnung einiges von den erfüllt, was iq umfassender AVeise im August 178 Dohms Buch -»Heber die bürgerliche Verbesserung der Juden« und im Oktober 1781 das Toleranz Edikt des Kaisers Joseph II. forderten. Wenige Mo« nate nach diesjerjnensdienfreundlichen Tat Josephs I . zeigt" sich in Baden-schon der bestimmende Einflu I des Zähringers auf dem Wege zur Emanzipation der Juden: Der Markgraf fordert von seinen Räten Be=« rieht darüber, Job und was »aus der neuen österreichischen Verordnung und deren Nachtrag über die Judei hier zu applizieren sei«.. Durch Ejlikt vonr;13. Januar 1809 gewährt dann der inzwischen Großherzog gewordene Markgruf den badischen! Juden nicht nur die konstitutionsmäßige Aufnahme u|d eine ddn großen T^andeskird^n ähr Br. ) u l i u s L Spinoza als Namenspatron einer jüdische Loge scheint ein Mißverständnis, oder ein Paradoxe zu seip.. Sein pantfieistisches System, in dem Natu 11 r, Heidelbe rg. lidie Ofgani;ation, sondern bahnt .auch jedem einze nen Juder Badens den Weg zum vollen Bürger« recit. Es ist dies derselbe »edle humane, ge echtig« ke tsliebende '<■ Zähringer, dem Papst Clemens XIII se nen wärmsten Dank dafür aussprechen li:ß, daß der badische Markgraf, selbst Protestant, gej enüber den nicht seh r zahlreichen Katholiken seiner R jsidenz weder in seiren Gefühlen, noch in seinen Maßnahmen einen Unterschied kannte. Die Zä iringer hatten überhaupt Verstän inis für das berechtigte Stileben des Vojkes nach freih Etlicher Entwicklung und Neugestaltung. Wohl am fr ihesten in deutschen landen, im Jahre 1818, erhält Ba< en eine lartdständisthe Verfassung, die in ereignisvölle ti Jahrze inten sich bewährte und mit dem Fortschritt der imkeren Zusiände weiter entwickelte. Die Zi hringer ständen aud in der vordersten Reihe der de utschen Firsten, die für die Schaffung und Erhaltui g eines geeinigten Deutschlands sich mit persönlichen Opfern ersetzten. Dies gilt besonders vom Gro Iherzog Friedrich I. <1852—1907). In diesem Zähringe •, einem der humansten und volksfreundlichsten Fürsten aller Ziiten, lebte der Geist seines Großvate s Carl Friedrich ganz'und gar fort. Er beseitigte durch das Gleichstellur gsgesetz vom 4. Oktober 1862 d e letzte « J Schranke füi die Jiuden seines Landes,.berief; m Jahre 18)70 bei der Belagerung von Straßburg den Dichter Börthold Ai erbadi in sein Hauptquartier, ve -urteilte di^ antisemitische ßewegung offen und mit al er Entschiedenheit und jhatte 25 Jahre lang einen Juden (Moritz Ellstätterj zum badischen Finanzmil lister. Das G rdächfnis der beiden Liditgesta teil der ZJihringer, deren Geist und Ethos dem bidischen Staate den Ehrennamen »Musterländle« j egeben, gemde Zeit fafesung Erbringet Spinoza. Von e w k o n u «Plt2, lici rtd Be Gott g er Absiqi persönlichen w rd — unbeschadet der durch die vorwärts dran» neueirstandenen republikanische n \^erii den:badischen Juden fordauerr Logle, Pforzheim. •fin eichgesetzt sind, richtet sich n t gegen die biblische Lehre geistigen .Gott. Nicht ein - 164 — it deutdem von heiliger

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