Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 162 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Tätigkeit, die im einzelnen hier nicht behandelt werden kann. Außerordentliches Aufsehen erregtees, alsdurch Munk der Nadi reis erbracht wurde, daß Avicebron identisch sei mit Salome? ibn Gebirol. Die überragende Stellung jüdische rGeistesarbeit wurde hierdurch eben* so bewiesen wie durch weitgehende Studien über die Philosophie des Maimonides. Um den »More Nebuthim« im arabischen Original heraus tugeben,-bedurfte es besonderer An? strengungeri. Die Pariser Bibliothek besaß nur lückenhafte fciandschril ten vom 2- und 3. Teil des arabischen Originals. Ebtnsojrenig genügte die venezianische Ausgabe des hebräii chen More, die am Rande eine teilweise Abschrift des araibi sehen Originals enthielt. Munfe i Mißte noch sechs Handschriften jd;r Bodlejana in Oxford! und zh'- ri Handsdiriften der Bibliothek Jn Leyden zur Ergänzung und zuin Vergleich heranziehen. Jär les Rothschild stellte dieMitttl zurHerausgabe des V^erkes,jZLir Verfügung. .Afe. die arabishe Handschrift ediert war. Ue >ersetzung und Anmerkungen ■ fast fertiggestellf waretj, befiel den Gelehrten ein unheilbares Augenleiden, jdis 1850 zu völliger Erblindung führte. Trotzdem vollendete Munk mit größter Genauigkeit , das Lebenswdrs. Der erste Band erschien 1856, der! zweite 1861, der dritte 1866. Munk, der seit 1838 Bibliothekar für die he-i bräischen,cfialcfäis<hen, syrischen und arabischen Hand-| , Schriften ln dejr pariser Nationalbibliothek war, wurde| 1858 Mitglied ^er Akademie »des belles inscripiions et belles lettrds*. In .demselben Jahre erfolgte die Ernennung MunBcs zum Professor im College de France Er war in diesem AmtderNachfolgervon Quatremere und Renan.. Rjejnan hatte seinerzeit in der Antrittsrede erklärt: »Je su^s fier de menter dans cette chaire, la plus seizi ancienne eme siede Leh de nos jours p< r un savant du merite de M. Qtiatre merf.« Renan warj aber bald darauf gezwünge l, die j ifzujgeben, die dann Munk fortf ihrte tätigkeit äi Am 29. Augiist 1840 erhielten Montefior: und du College de France, illustn e ähpar des hommes dninents et oo :upee zug gus Mohammed Ali, Vizekönig von n Ferman zur Freilassung der \ 'egen Crenieux dutfh Aegypten, der Blutbeschujldigpng in Damaskus eingekerljerten Juden. Munk, beiqe begleitei e, dei der arabischen Sprache m; ichtig, die Entdeckung, d aß in Ferman das Wort »Begnadigung« stand. Er veranlaßte Crdmieux noch an demselben Tage, die Stre chung dieses Wortes durchzus Etzen, damit festgestellt sei, daß die Freilassung nicht durch einen Akt der Gnade, ^sondern kraft des Rechtes ' :rfo!gt sei. Von Alexandrien aus erließ Munk den berü Imten Aufruf an die ägyptisch tn Ju den, Schulen zur Bildung der Jugend zu gründen. — Aufruf steht wohl bindung mit seiner Sekretär des Zentralkonsistöriums der in Dieser Verstellung traelijals tep Frankreidis. Es wird Munk nachgerühmt, daß er sic) nicht : durch einzi gartlge Gelehrsamkeit und warme s Ein ren für das (Judentum auszeichnete, sondern daß er eder Hinsicht edelste Eigenschaften des Cha akters e. Namentlich soll er allezeit auch auf dei Höhe es Ruhmes von großer Bescheidenheit ’ge wesen Im Unglück blieb er stark und führte die Aufn seines Lebens mit ungebrochenem Mute zi Ende- Munk, der seiner Vaterstadt Glogau zei tlebens tre ue Anhängjichköit bewahrte,starb am 5.Febru irl867 Paris. ga m Sa. Immanuel Br. Albert L < [Von w k olw i t z, Breslau. Wenn unsere Logen auch Namen nicht jüdischer Gei iteshelden tragen, so ist dies kein Eingeständnis der eigenen Unzulänglichkeit. E:; lomon Munk-Loje, Glogau. Kant. soll vielmehi jüdischer Or i zum Ausdruck gelangen, dal en grade als jüdischer auf so enschheitsj runde errichtet ist, daß er m unsler tiefem inniger 162