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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 161

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 161 (sequence 33)
Language
German
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1 r Ferdinand Gambjurg s.A. wurde' arr» 17. Mai 1S-35 9. Sep» >te seine ^rdinand Gamburg. Von Br. Je sef Wisloch, Frankfurt. in Frankfurt a. M. geboren und starb'am ember 1892 in seiner Vaterstadt, Er ü msgedehnte philanthropische Tätigkeil [an der Seite von Charles L. Hallgarten . und Marcus Horovitz .ms, und es gelang ihm i. J. 1887 unter großen sich ihm cntgegenstellenden Schwierig» keifen, idie Frankfurt»Loge zu Nründen, die am 8. Januar 1888 t^je/lichst installiert werden konnte. — Durch den Rüde» halt, den Ferdinand Gamburg an seiner Loge hatte, brachte er es fertig, die meisten ' der. in der Frankfurter is» raelitisdien Gemeinde be» stehenden milden Stiftungen neu aufzubauen, die da» durch einem neuen Aufblühen entgegengeführt worden sind. — Neben der ausgedehnten Hilfe ür Arme, Kranke, Sieche und Bedürftige hat Ferdinand Garn» bürg durch Gründung . neuer Lyogen auejh für die Ausdehnung des Orddns her)vorragendj gewirkt. Die Rheinland-Loge in Köln, die) Sinai-Loge, Cassel, die Rhenus - Loge, Mainz und die Nassau-Loge, Wiesbaden, verdanken seinem unermüdlichen Schaffen ihr Entstehen. — Maretzki nennt in seiner »Geschichte des Ordens Bne Briss ia Deutschland 1882—1907« Ferdinand Gamburg‘.die Seele und das Gewissen der Loge«. Seine mächtige Persönlichkeit habe der Frankfurt-Loge das Geprägeaufgedrüdet, und wenn diese so groß .geworden sei, sei es sein Verdienst geweseili. Bei seinem großzügigen Wesen habe er sich in Weiten bewegt, die andere nicht er»" reichen konnten. Dabei s ei Gamburg immer von jjtoßirr Liebenswürdigkeit, voll un» f endlichen Ernstes und unendlicher Güte gewesen. Er , habe das Leid aller auf sih genommen, nachdem er eigenes schweres Leid erfahre rt, und habe sich in die Idee d;s Wohltuns vertieft. Gamburg war und bleibt, so schreibt Maretzki weiteC, das Muster eines großgesinnten einheitlichen Charakters voll Treue für den Orden und Unermüdlichkeit in der Arbeit, von Güte und Wohlwollen gegen andere, von glühender, jugendlicher Begeisterung, von hii* reißender Beredsamkeit, ein Bruder mit best :n menschlichen Eigenschaften. Ferdinand Gamburg-Loge, Hanau. Salomon Munk. Von , Br. Leopold Lucas, Salomon Munk wurde im 14. Mpi 1803 in Glogau geboren. Den ersten hebräischen Unterricht erhielt er durch seinen Vater, einen Gemeinde» beamten, und nach dessen Tode durch Rabhi jako.b Joseph Oettinger.j Im Alter von 14 Jahren fungierte er bereits als Thoravorleser in der Synagoge des Vereins »Malbisdi Arumim« zu Glogau. Im Jahre 1820 kam Munk hach Berlin und trat in Beziehungen zu Zunz, Zumpt und E. Gaiis. Zwei Jahre später begann er mit dem Besuch des? Joachimsthaler Gym» nasiums.' Seit dem Jahre 1824; hörte er Vorlesungen Glog.iu 1 ander Berliner Universität. Seine Lehrer waren insbesondere Bödch, Hegel undBopp. DieStudten settte er dann in Bonn fort. Arabisch hörtef er bei Freytag, Sanskrit bei Lassen. - Im Jahre 1828 entschloß er sich'; nach Frankre ich übdrzusiedeln. Auf der Fahrt dorthin berührte er Weimar. Es gelang ihm, eine Unterredung mit Goe the herbeizuführen. Goethe hat sich in seinen Ta; «ebüchern über das Gespräch mit Munk geäußert. ■ Sobald Munk nach Frankreich, gekommen war, entfaltete er eine sehr umfangreiche wissenscha'ftli he — 161 —

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