Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 158 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Grunde den Bau der klassischen Wissenschaft, um als Meister seinen Platz in' der Geschichte! der Philosophie einzunehmdn. Als Jude wird £r Psychologe, Völkerpsycholqge, der das Ver» ständnis feiernden Wesens zu’ tief schürfender ^Wissenschaft weitet. - j Auf der Höhe des Lebens ist fer der mannhafte Vertreter i unserer Rechte nach außjen, nach innen der Erwecker und Mahner, Tröster und Führer, der mit Gleichge sinnten denif religiösen Leben neue Wege sen -will. ‘ In der des Alters, seines Wissen nens. Fühlen: schafft er die Judentums«, mias«. In allem: (ichkeit großen ein Mensch und Reinheit, Abgeklärtheit i ie . Abgeklärt! Sun Erk. ziehe:. »Ethik c. »Je! c en i in s:i sens in alle seines Seins, in die* klassisch des Wortes, und der Schrift, z Br. H u wei- M o r t z HilleL Von o Fuchs, Chen nitz geisti jen Selten sind Menschen gleichzeitig durch Geist und Gemüt von epochemachender Bedeutung.] Ein solcher Mensch ist Hillel gewesen, der Leitdr des großen Lehrhauses in Jerusalem zur Zeit des Herodes ift den letzten Jahrzehnten vor unserer Zeitrechnung, der ^Begründer der Patriarchen» Dynastie,;die;fast ein halbes Jahrtausend ai der Spitze des:, Synhedrion gestanden hat, bis sic 425 ausstarb, q Seine Amt yerdankte Hillel zunächst seiner geistigen LJeberlegenheit auf dem Gebiete des Religionsgeserzes-. . Er stellte nämlich Regelr der Schriftauslegung auf, vermittels deren die mündliche Lehre, d. f. neueotstehende Vorschriften, aui der schriftlichen Lehre, der Thora, abzuleiten $eien. Er tat damit mehr, als er vielleicht selber amte: er vollendete das Werk Esras, der die Thor« zur Richtschnur des gesamten Lebens gemacht 1 atte / er bewahrte die Entwicklung des Religionsgesetzes vor Willkür ufid gab den Bestimmungen! der Rabbinen etwas .von der Geltungskraft der Sdirift,- er schuf abe r vor allem damit die talmudische Methode, Jene begriff (ich Juristische Dialektik, die so zweckmäßig für exakte wissenschaftliche Behandlung von Gesetzen ilt, aber ebenso unzweckmäßig, wo es auf seeliscf e Lebendigkeit an kommt, die so vi$l zur körjne — knechtete aud von sehe inbar ^cusmaß. von Gi der o ings Wi Aeußerunge. icht zuletz, e Meister i legen verazarus-Lög e, Göttingen. Regsamkeit der Juden beit: eber soviel auch zur Ausschaltur g Sositi it. Als Gesetzgeber hatte jed : e Methode außerordentlichen straffe Diszipliniertheit seines Denkens Fleil' erworben und mit erstaunlichem Scha -fsinn angewandt, um neue Freiheit zu bringen, imponierte er, ein aimer Ausländer aus Babylonien] sten Wü h 11 de emporgetragen yurde, Volk damals zu vergeben Seim: hohe Verehrung verdankte er a seinem außergewöhnlichen Charakter. Er war wunderbarer frauenhafter Milde so unheroischen Sanftmut, heit Ausfluß höchster Kraft; nämlich Heijrsdiaff des Geistes über die AffekJ: nden, die das natürliche Grtmdeigen schaft bilden, waren in sei: einijt, Friedensliebe und Großmut, B Seil >stlosi jkeit und Anerkennung der Man lese daraufhin nur Gcfc aut: jritat. — 158 -- dii: Werte von ihm, welche im ersten und schnitt d :r »Sprüche der Väter« mii M«n maihte Wetten, daß man ihn in und verlor sie/ Heiden ver: •■I-. e! Persi: SD ner. von jener ie in Wahrvollendeter e ist. Und Folge dieser Seele verte stheidenheit, (pesamtheitsgeflügelten tweiten Ab» it geteilt sind! i Fom bringen rsjotteten das •agen sollte spontane I tnjfalls Hillel iffolg. Die in hartem Gedächtnis E indung pnd sehr, daß zur hödii lie das geilte. »erzweifellos