Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 157 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Am 23 allem fte» 242. Be. im 382. seiner vorletzten Predigt in Berlin über »des >. tteshauses Verfall« <17. August 1822) geißelt i die Schlaffheit der Mitglieder der Gemeinde, die , n Freisinn allein in der Abkehr von >sen bekundeten, und die Maßnahmen der Veritung,—die den Verfall der Gemeinde herbei» inen mußten. Obwohl mittellos, liegt er sein digeramt nieder, das mit seinem Grjadsinn un vinbar geworden war. Er kündigt ini Juni 1831 ne .Stellung in der Haude« und; Spenerschen itung, sobald diese eine Richtung einge d.igen, die seiner politischen Anschpu ing wider ’iach. / Es ist interessant, daß er, der stets ein Gegner :>t »frommen Zeloten« gewesen, der für die i Icbung des jüdischen Kultus durch seine Werke VI 3. Berliner Wahlbezirkes gehalten, w.irden iri mehreren Auflagen durch den Druck /erbreirer.' 1862 wurde er Vorsitze nder desiel geleistet, die sogenannte Refpn nbewegung m Judentum abgelehnt hat. Er ist der dritten Rabbinerversammlung <1846 Breslau) ferngeblieben,, um dadurch seine ablehnende Stellung äußerlich :u bekunden. e 'Stuben* ng mit der ngsstürmen neuen Zejt Zunz ist niemals der weltfreijnc gelehrte gewesen, der den Zusammenjhz Gegenwart verloren hat. In den Früh! des Jahres 1848 hat er den Ruf einer vernommen. Seine Rede auf die" kjärzgefallenen lenkte aller. Augen auf ihn. Sein Bild war überall verbreitet. Erstand im Vordergrund qepolitischen Kämpfe Berlins. Als Mitglied der Berliner Volks partei wurde er vom 110. Wahlbezirke tum Wahl» mann für die preußische und für de deutsche Nationalversammlung gewählt. Am4.p«ober 1849 wählte ihn der 8. Berliner Volksverejin zürn Vorsitzenden. Am 6. November hielt er die Gedächt nisrede auf Robert Blum. Seine Wahlreden, die er am 29. November und am 3. Dezember 1861 der Wahlmännerversammlung vor Mo Br. Eine der repräsentativsten Gert; deutschen Judentums im 19. Jahrhundert *> 1824-1903. . April;irks und am 9. November 1870 WahfTrann Bezirk zu Berlin. , Die Erhebung Deutsch für die* zu Berlin. .Die Erhebung lands regte, ihn 1872 zu einem Aufruf Reinhai ung der deutschen Muttersprachenn. Kurz, die politische {Tätigkeit des Gelehrten füllt ein nicht unbedeutendes Kapitel in seiner Lebmsgeschich :e. Be seiner politischen Tätigkeit kamen ihm seine Schlagfc rtigkeit iind^sein sprühender Wi{z beson kr? zustatten. Er galt als einärrachtvöller Plauderer, Witzige Selbstironie und scharfe Unerle. irber, Menschen und Ereignisse kennzeichneten auch seine Alltags {espräche. Bereits der zwölfjährige Kr abe hatte i i der Schule eine scharfe Satire auf seine1 Lehrer und Mitschüler verfaßt, die leider zur Strafe ins Feuer wandern mußte. Dr. Manhayn rühmt, von ihm; »Im LImgang ist er sehr unterhaltend und. voller jWitz.« Er selbst nennt »beite re Unabhängigkeit« wiederholt das Merkzeichen.seiner kr'. sönlichkeit. Noch der Greis war durch Seinenf effsicheren Witz in Berlin bekannt. Als sich ihm. auf der Straße der Rabbiner der neuen orthock xen Gemeinde ins Gedächtnis rief, erschreckte er dfasendefreh die Frage; »Sie leben noch/ Ich dachte, Sie wären schon im Mittelalter gestorbpp.« ’ ■ Als selbstloser Freund, als liebevollster. G atte, als smlicht tjescheidener Gelehrter, vor, a lern aber as einwandfreier Charakter und Idealist, so erschei n Leopold Zunz im Urteil aller seiner S eitgenoss in. Nimt nur als ein Großer in dem.fttiche des Geistes, sondern auch als ein rvc ifbildfi dher Mensdi jst ef wie wenige dazu berufen, W ron einer Ix>ge zuj sein. dUS 2. und Leopc ld Zuiiz-Loge, Braunsdiweig. ritz Laziru^. *) Von . Leo B a c r*w a Id , München. alten des Tiefe, — 157 - er-i Bin Kind des Ghettos noch, talmdmischem Wissen in altüberlieferter Weite errichtet der Jüngling auf diesem Üllt eiti geisti von und gen K r