Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 149 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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steht moralisch nicht unter der Höhe anderer Bekenntnisse. — — Durch /ahrtausende haben die Juden in Gemeinschaft sich zu erhalten gewußt, trotz der Anfeindungen von außen her/ mit gleichem Grunde vertraue kh der Zukunft, daß sie ferner festhalten werden an Lehre und Gemeinschaft.« Wenn wir auch im Interesse der Einheit der jüdischen Gemeinde seinen Einfluß lieber gegen das Austrittsgesetz gewünscht hätten, so können wir doch seines offenen und rühmenden Bekenntnisses zum Judentum uns nur freuen. Sein Verhältnis zum Judentum wurde in seinen späteren Jahren ein innigeres, und zumal inseinem letzten Lebensjahre, das er größtenteils in Amerika zubrachte — gest. 1884 —, hat er zahlreiche jüdische Instidortij i ne en tutionen besucht, auch in jüdischen Organ satiöti en gesprochen und laut die drüben vorgrfuixdci jüdische Wohlfahrtsarbeit, besonders der Logen, anerkannt. , „ Möge sein Bild als wahrer deutsche ■ Patr ot, der selbstlos dem Vaterlande mit seiner ganten Kraft dienen ^wollte, und als treuer Anhänger der angestammten Religion .sich bekannte, . Urisurer Jugend als Vorbild lange erhalten bleiben, dann auf die werden gute Logenbrüder. heran wachsen das Vaterland, das Judentum und die Logen stolz sein dürfen. 'Eduard Lasker-Loge, Brombergj <jetzt zum polnischen Distrikt gehörig). Raphael Kosch. Von Br. Max W j>tff, Bieiau. Raphael Kosch, nach dem die Loge in Lissa (jetzt Leszno) ihren Namen hat, ist daselbst am >4. Oktober 1803 geboren, kam aber schon als Knabe mit seinen Eltern nach Königsberg und lebte dort bis zu seinem Tode <27. März 1872). Er war von Beruf Arzt und genoß ebenso in seinem Beruf wie als Mensch und Bürger hohes Ansehen und Vertrauen, war Stadtverordneter und Vorsteher des Repräscntanten-Kollegiums. Im Revolutionsjahr 1848 entsandte ihn Königsberg als Abgeordneten in die Nationalversammlung, die ihn zu ihrem Vizepräsidenten wählte. Nach Inkrafttreten der Verfassung wurde er zum Mitglied des Abgeordnetenhauses gewählt, dem er bis an sein Lebensende in führender an« Stellung innerhalb der Fortschrittspartei gehörte. Raphael Kosch gehörte' in den enti theitfe nden Jahrzehnten von den Verfassungskämpfen in Preußen bis zur Reichsgründung zu den Vorkämpfern ft r die Gleichberechtigung der Juden. Sein größter E rfolg und sein größtes Verdienst war die Abschaf ung I cosch Vlan aber eratu^: Dr. sehen des jüdenejdes <1869). Von. Raptael stamrr f das schöne urid unvergessene’ W oft: » kann 4as Recht der Juden verleugnet!, kann es nicht leugnen.« <Li; man Reich Rap) Hermann Vogelstein in der Zeitschrift »Lu deu Alexander yon Hiumboldt. Br. G e o r g Ti e r l i t: ^•'Alexander, von Humboldt, weltberühmter Naturforscher und Forschungsreisender, geb. derj 14. September 1769 in Berlin, gest. 6. Mai 1859 daselbst. Ursprünglich für das Studium der Staats^ Wissenschaften bestimmt, wandte sich Humboldt schon frühzeitig auch anderen Wissensgebieten zu und studierte in den Jahren 1787—1790 an deij Universitäten Frankfurt a. O., Berlin und Göttinger) Botanik, Anthropologie, Mathematik, Physik, Archäologie und Technologie. 1790 betrieb er iü 1899, S. 449 ff und S. 513ff:> +e I K o s c h - L o g e, Lissa. v ■v , Berlin. 4 Hamnirg an einer Handelsschule 'das* JStudiu m der Hanc elsWissenschaft, 1791 an der Bergakademie zu Freit erg das der BeTgWissenschaft. ImjZusa mmenhang mit dem letztgenannten Studium i’erhiel seine ganz:, zukünftige wissenschaftliche Tätigket .ihre Richtung. Humboldt veröffentlichte bereits in Jahre 1790 wissenschaftliche Untersuchungen über'»die' Entstehung des Basalts« und in den folgenden^ Jahrein über »die Grubenflora«, Von 1792—1794 war dr als Bergassessor und Oberbergmei: ter. im —; 149 —