Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Itum ehren wollte, zollte man ihm Ehrerbiertmg. Durch sein aufrechtes Eintreten für sejinen jüdischen Stamm und dadurch, daß er g p n z Jude, nur Jude sein wollte, hat er selbst die höchste Beachtung und die größten Eiren in ' dem Staate errungen, dessen mäditige Königin ihn aufs höchste schätzte. Er hat damit für die Stellung des Judentums in i der mit ZuItunfr, nicht nur in England, damente gelegt. lefiore lebte 104 Jahre Er jüdische Menschenfreund Großeltern Kinder waren,! Mon wunderte {unsere als i t e f i Lessing. L Von Lc > :tj Br Cj e c r g P Wenige Jahre trennen uns von der 200 jäh» rigeri'Wiederkehf seines Geburtstages, der 150 jäh» rigen des Erscheinens seines »NatKan« — Denknäler wie eine umfangreiche Literatur bezeugen Les^ngs hohen Ehrenplatz im GfisteSschatze seiner Najion Aber weil er wie. so viele anderen Vorurteile jiuch die gegen unsere Glaubensgemeinschaft gründlich vf eg» zuräumen durch Wort und Tat bestrebt war, sjudit man neuerdings von völkischer Seife in seine höhe. Stellung Bresche zu legen Die Prediger religiöser Duldsamkeit gehören offenbar nicht in ein arisch» stubenreines Pantheon — darum sucht man Lessings Ansehen hauptsächlich auf dit jüdische Reklame des 19. Jahrhunderts zurückzuführen, seine an» geblidi zu neun Zehntel jüdische Persönlichkeit <!> zu verdäch» tigen, Schon die' Zeiten er» hoffend, da die aufgeklärten: Primaner ihre Lessingbücher zu Wurfgeschossen verwenden würden, verwünscht nur, daß Goethe, Schiller, Herder ihn gar so sehr verherrlicht haben. Armer Lessing! wäre man versucht auszutufen deinen/ Lebzeiten schon suchte , Brcs au VI in noch in den vordersten Reihen jüdischet als wir hpranwudisen. Mo ar der be den Zeiten und stant, Interessen. jre- Lege, Berlin allzi: eng Voltes verbunden. So hat mjt gutem Grunde der Bildhauer mal nebe i die siegreichen Feldherren c ie Geistes sein Schaffen mit dem Aufstieg seines Rauch in seinem Berliher Fried die Füi[ ichS'Denk» fürsten Lessing und Kant gesetzt — Schöpfer der äußeren Machtstellung die deutscher Literatur und Wissenschaft fühlen uns als Deutsche und! Juden in neben die Begründer Vir freilich >esonderem Maße diesem Ni anne ver» bunden, der als den unerhörten in seinem Lustspiel »Die Juden« einen geb Ideten und uneigennützigen Ju< en auf die 20 jähriger dut hatte, Bühne zu bring« :n welche bis dahin hur den Wucherer Is typischen Stammes Freund zu man i ^,r deine Toleranz ‘ durch das-' Märchen von; detf tausend Dukaten der Amsterdamer Juden zu jver* gelten und nun soll eineinhalbes Jahrhundert nach deinem Tode noch dein Andenken dafür büßen. Aber wie der Fehde»Gewohnte seine Gegner glatt erledigte, So wird auch der Ansturm gegen die Macht seines Namens vergeblich sein; ist doch iund Schacherjuden £ Vertreter dieses kannte, der a!: rund Geistesverwar dter Moses - Mendelssohn's ne! >en diesem "Sls Wegbereiter j unserer geistigen Emanzi >ation er» scheint, der endlio mit dem »Sohn s:ines Alters« im »Nathan« der Nation ein Werl beschert hat, von dem Goeth : Wünschte, daß das darin ausgesprochene Duld mgs» und Sdipnungsgefühl heilig und wert gehalten werden möge bei alledem etwa Lessing ztim Schaden eher Wahrheit unserem Stan übertriebene Hochschätzung Lesf ingstinbeugsamem, aufrichtigem und w ahrhaftigem Charakter entspricht es nur, wenn er ajeh für den chter Juden gehörig derbe Worte — 134 — Hat gesc lichtl däditig Schic me je ver« erwiesen? fand, so in