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Der Orden Bne Briss · 1925-08-01 · Nr. 8/9 - August/September (8.1925) · p. Seite 154

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 8/9 - August/September (8.1925)
Date
1925-08-01
Page
Seite 154 (sequence 24)
Language
German
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Volk, aber die Schalhewet Jah iGottes Flamme) wohnte in seiner Mitte, zu einer Zeit, cfa die Väter jüngerer Nationen noch auf den Bäumen Saßen. Und danni überschritt . es seine GVenzen und trug sein unausrottbares Genie in fremde Länder. Und es ist das Israel des Moses, der Propheten und Psalmistep, des Talmud und der Kabbala, Gabirols, jehuda Hafelvis, des Maimonidejs und Spinozas, Heines,.. Bialiks und j der kommenden freister und Sehen, Und Christentum Islam und Sozialismus wären ohne dieses Volkes Sittep, Ideale und Gottesreich nicht entstanden.-. Von diese- Stimmung beseelt, versucht der Verfasser in sieben Vorträgen die Wirkungen der Gottesflamme in der Literatu ' des Judentums von ihren Anfängen bis in die nelieste Z :it .hinein zu zeigenl Der fünfte Vortrag, in welchem die geistigen Strömung :n der Juden in Polen und Litauen geschildert werden, dürfte für den Leser -der westlichen Länder von besonderem Interesse sein. Allerdings wird, man nicht über; II den Werturteilen des Verfassers beistimmen können. Den Baal Schern in einem Atemzuge mit Jehuda Haievi und Raschi zu nennen grenzt fast an Blasphemie. Wohl haben wir durch, die Arbeiten von Schechter, Horodetzk;• u. a. uns gewöhnt, den .Chassidismus und die Chassidin günstiger .zu beurteilen, als es von früheren jüdischen Historikern geschah, aber für sie zu schwärmen, liegt kein Grund vor. Bie Auffassung: Der Zaddik ist Mittler zwischen Gott und. dem Volk, ist die absolute Vollkommenheit, erinnert wohl an den Katholizismus, isr aber durchaus unjüdisch. Aus dem Grunde wohl wurdi auch der Chassidismus von -.dem Wilnaer Gaon abg obgleich er nicht dem Maskiliml reise angehörte, man an die Bildurrgsfemdlichkeitl der Chasstciim, ai Zelotismus, mit dem sie junge Leute (Rappapo Genossen) wegen ihrer Beschäftigung mit der h Schrift und der hebräischen Grammatik verfolgten, sa wird man eher der- Ansicht Linetzkis beitreten, dal der Chassidismus etwa?-sei.'das überwunden werden ntüsSe (Seite 170) Die Chassidjm haben wohl in ihren Klausen den S:ddur nach spanischem Ritus eingeführt, ab:r des Geistes der" spanischer. Juden haben sie nicht einen Hauch verspürt. Auch das Urteil über Graetz (Seite 125) is nicht zutreffend. , Aber abgesehen von - Einzelheiten wird map Buch von Sakheim mit Nutzen und- Vergnügen Die Darstellung-ist geistvoll und verrät die Fecfe Künstlers. Die Begeisterung des Verfassers iür Gegenständ, die rührende- Pietät zu - seinem öro) dem das Buch gewidm'et ist, teilt sich dem Leser ni erwärmt ihn. Das’, ausführliche Literaturverzeichrji noch besonders dankend erwähnt. „ E. F i n dehnt, Denkt ihren t und iligen das lesen, r des seinen vater, it und s sei k e I I Handbuch der jüdischen Gemeint everwaltung uhd Wohlfahrtspflege.* Nach zwölfjährig« r Pause ist das Handbuch, das früher unter dem Namen „Sta istisches Jahrbuch“ erschien, in zweiundzwanzigster Aufl age herausgtkcjmmen. Der Deutsche Israelitische Gemeine ebund hat sich diesmal mit der Zent ralwohlfahrtsstelle der Di utschen Juden vereinigt. Die Bearbeitung hat das Büro fürSta:istik unter Lei tufig von Dr. Jacob Segall übernommen. 1 len Verlag hat ddr Deutsch-Israelitische Gemeindebund Berl n W. 35, Steglitzer Straße 9, Postscheckkonto Nr. 924. Da Buch ist zur. Preise von Mk 5.— , für. jüdische Gemeinden zum Preist voft Mk. 3.50 zu beziehen. — Das Werk verfällt in furn Tdile. Teil I enthält die. geographisch-politii ch geordneten Gemeinden, Teil II die Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen, Teil III die Wohlfahrtseinricitungen — in tabellarischer Form —, Teil IV die größi ren religiösen jüdisch-politischen und kulturellen Organisat onen in alphabetischer Reihenfolge, auch die Verzeichnisse tton Rabbiner-, ■'Kantoren- und Lehrer-Verbänden, Teil V eite Zusammenstellung des gesamten jüdischen Zeitungs Wesens sowie dei jüdischen Ve-Iage. Das ausgezeichnete Nachschlagewerk s :i allen Logen auf das dringendste empfohlen. ( j Die Pessach-Haggadah des Gersc tom Koben, gec ruckt zu Prag 5287 (1526), 75 Seiten Text der Haggadah unc 16 Seiten erläuternder Text als Beilage, i t Quartformat, . gebunden in ^inem schönen starken Pap) band Rm. 15. Verlag Josef Altmann, Berlin W. 10, Lützovr-Ufer 13. : Vor rund 400 Jahren wurde in Prag bekannte mit Holzschnitten geschmückte gadih gedruckt. Es gebührt dem Verlage Ber in besonderer Dank, daß er dieses Wirk, das wqhl als eines der schönsten Dokumente jüdischer Druckerkun;t angesehen werden darf, in technisi h vollendeter Wiedergabe als 1. Band der Monument:: hebraica et jud; ica (herausgegeben von Benzfon Katz Loe ve) erscheinen ließ. Die monumental gehaltenen Buchstaben, die teilweise prächtigen Initiale nmuck zeigen, sow e die zahlreichen Holzschnitte sind kjulturhistorisch von hohem Wert. Der Mitherausgeber H hat: u der Ausgabe eine interessante Einleitur in jjsr er nach einer kurzen Skizze über die Entstehung des : iederrituals den reichen Buchschmuck de r vorliegenden Hagjadah eingehend würdigt. Unser Gesc riecht, in dem die Jebe zu dem überkommenen religiöser Freude an dem künstlerisch ausgestatteten j idischen Buch wiecer neu erwacht ist, wird an dieser Net ausgabe seine volle Befriedigung finden; es ist dieser H; ggadah daher werteste Verbreitung in jüdischen Häusern zu wünschen. Jtaliener)- Darmstadt. - 154 - die erste Uns Pessach-Hag-. osef Altmanninrich Loewe g geschrieben, Out und die

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