Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 8/9 - August/September (8.1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- Seite 153 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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der Schottischen Episkopalkirche und Presbyterianer auf gemeinsamer Plattfo m mit den Juden zusammengefunden haben*1. An Aufsätzen wissenschaftlichen Inhalts ist. die vorliegende) Nummer des "Migazine" wie iljre Vorgängerinnen sehr reich. Br. Israel A u e r b a c h ist mit einem feint innigen, verständnisvollen Aufsatz über den Eetliner Maler liesser Ury vertreten, dem wir die beiden Wandgemälde ini| Berliner Logentempel verdanken. Sarah Ooldberg veröffentlicht qnter dem Titel „Die Frauen in cer Bibel“ ^die erste Abhandlung ihres großzügg angelegten Werkes Ober die soziale Geschielte der jüdischen Frauen. Lewis B'rowne steuert das erste Kapitel seines Werkes „Mehr als) Dichtung" bei, enthaltend ein kurzes Lebensbild des Rabbi Jeschua ben Josef aus Nazareth-, genannt Jesus. Professor W e i z m a n n widmet ei ien schwungvollen Artikel zur Eröffnung dei Hebräischen Universität in Jerusalem, Max Heller eine Studie über die Dramatisierung des Alten Testaments. Spaltenlang referiert das "Magazine“ über jdie jüngsten philanthropischen Leistungen der amerikanischen Judenheit. Wir esen da, daß Frau Rose Olückmann in Uayonne (New Jersey) ihr palastartiges Haus im Werte von 500 000 Dollars dem Gemeindebunde zwecks Errichtung eines jüdischen Altersh« ims übergeben yrr hat. — Der Jeschi wa-Baufonds hat auf dem »l ege öffentlicher Sammlungen bereits die zweite Million erreicht:; fünf Millionen werden gebraucht {und aufgebracht. — Der Besitzer der' New Yorker "Times“,| Adolf S. O c h s , hat der Universität Chattanooga 50 000 Dollars zwecks Errich tmg eines Lejhrstuhls für städtische Verwaltung zur Verfügung gestellt. — S. W. Kraus, hat dem jüdisch-theologischen Seminar 10 000 Dollars zu Stipendifcnzwecken überwiesen. Was aber bed« Uten alle diese Summen gegenüber der Stiftung von — erstmalig — drei Millionen Dollars, mit welcher der Senator Simon Guggenheim die Harvard-Universität, gleichfalls zu Stipendienzwe;ken, bedacht hat! Jeder Student, der durch seihe Forschungen das Wohl der Menschheit fö dert, erhält aus dieser Stiftung jährlich 2 50Ö DMIars. An ein^n bestimmten Ort oder ein bestirr mtes Land ist das Stipendium nicht gebunden. $ troßzügig steht es männlichen und weit?! dien Studierenden, ohne Unterschied der Hautfarbe, der Ra^se und des Glaubens, offen. _ Höffen wir, daß bei der Verteilung dieses Stipendiums jüdische Bewerber in gleichem Maße 'berücksichtigt werden wie cHrisftliche und —f heidnische! är. Professor Dr. Eugen Wölbe j Montefiore-Loge zu Berlin. Bucherschau Jakob Nacht: Der Fuß, eine folldoristische Studie Verlag Benjamin Harz, Berlin-Wien.! Die vorliegende Arbeit des jetzt in Itadautz wirkenden, Oberrabbiners Dr. Nacht ist ein Separa labdruck aus dem .Jahrbuch für jüdische Volkskunde“, da< von Dr. M. Grunwald, Wien, herausgegeben wird. Di: Studie führt die vielseitige und oft voneinander so verscl iedene Bedeutung und Benutzung des Fußes vor: das Aeußere des Fußes, seine Forni, der durch ihn bedingte G ing, seine Oröße. sein Reiz und Wert als schöner oder mißgestalteter Körperteil werden nicht minder in den Kreis der Betrachtung gezogen, als die Fähigkeit des Fußes zum Kauferwerö, zur Machtaneignung, d. h. zur Unter änigkeitserklärung oder der Segen, der vom Fuße ausgeh . Auch die Rolle, die der Fuß in dir Zauberei spielt, vie in der Erotik, ferner die Deutung der Fußwaschung w :rden vorgetragen. Diese Fülle des beigebrachten Materials gewinnt durch die außerordentliche: Belesenheit des Verfassers, der Parallelen von Griechen und Römern, vön 'sämtlichen oriental sehen Völkern, selbst von den Primitiv: n, von Russen, Rumänen und aus der Sagenütera) ir - gar vieler Mationen beibringt. . Daß dadurch die. Zitate mitunter nicht genau gegeben sind, muß--entschuldigt werden) wie auch die häufigen Druckfehler.- Mm wird dieses pchriftchen mit vieler Freude lesen iind ra iß dem Verfasser für seine fleißige Arbeit dankbar sein.! Rabbiner Dr. A. fosner, Arthur Sakheim : Das j ü d i,s c h e £ 1 e m e n t in der Weltliteratur. Verlag Hazoref, Hamburg, 1924. 191 Sejten. ,• Dieses Buch will der Verfasser als ein Bekenntnis aufgefaßt wissen, als ein Bekenntnis zum Genius' des jüdischen Volkes. »Und.es war ursprünglich ein kleines Kiel. - 153 -