Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 8/9 - August/September (8.1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- Seite 139 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/6727475-6029128-6074657--0864-4867531- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Frankfurt a. M. ein Arbeitsausschuß von 5 Berliner Brüdern eingesetzt worden ist, dem als f sechster als Vertreter der Künstlerschaft des Reiches Br. Jacob Nussbaum-Frankfurt a. M. angehören soll. Gleichzeitig ist der Vorschlag gemacht worden, Künstler aus dem Logenkreise durch die Logen bezw. die Logenverbände benennen zu lassen, die in Sektionen zusammen- ^efaßt werden sollen. Seitens der Logenverbände sind inzwischen Benennungen erfolgt, jedoch nicht nur Künstler, sondern daneben Interessenten, Sachverständige auf verschiedenen Gebieten. Der Arbeitsausschuß beschließt, sämtliche Genannten in Sektionen zusammenzufassen, wobei die Bbr. Nussbaum und Plessner weitere Vorschläge für die Zuwahl von Künstlern, Brüdern aus dem Ordenskreise, machen, die angenommen werden. Insgesamt gehören nunmehr außer den 6 Brüdern des Arbeitsausschusses folgende Brüder dem Kunstausschusse an: HauptlehrerO.Andorn-Crefeld(Zeitungswesen), Rechtsanwalt Baumann-Danzig, Architekt Rieh. Bloch-Berlin, Zahnarzt Dr. Block-Ratibor, Jacob Bohm-Schneidemühl, San.-Rat Leo Catzenstein-Hannöver, Dr. Willy Cohn-Breslau (Zeitungswesen), Paul David-Crefeld, >Benno Elkan-Frankfurt a. M. (Bildhauer), Fritz Epstein-Frankfurt a. M. (Architekt), R. Friedmann-Hamburg (Architekt), Dr. Arthur Oalliner-Frankfurt a. M., a Carl Gotthelft-Cassel (Zeitungswesen), Rieh. Gotthelft-Cassel ( „ ), v. Baurat Prof. Alfred Grotte-Breslau, "i Architekt Wilhelm Haller-Leipzig, Arthur Holde-Frankfurt a. M. (Musik), E. Hochfeld-Hamburg (Architekt), Leo Horovitz-Frankfurt (Bildhauer), Alb. Jonas-Hamburg (Zeitungswesen), Rudolf Joseph-Wiesbaden (Architekt u. Dipl.- Ingenieur), Siegfried Laboschin-Breslau (Kunstmaler), Kommerz.-Rat Ludwig Kronenberger-Mainz, Saiy Lewinsohn-Danzig, E. M. Lilien-Braunschweig (Maler), inzwischen verstorben, Franz Lippmann-Hamburg, ’ /. Otto Lychenheim-Lübeck (Zeitungswesen), Fritz Nathan-Frankfurt (Architekt)) Dr. S. Rosenthal-Friedberg-Frankfurt a: M., Julius Rothschild-Eisenach (trüher Lehrer am Technikum Haifa), Arthur Sakheim-Hamburg (Dramaturg),' . , Raph. Ralf Seligmann-Ferara-Hamburg (Musik), Karl Hermann Sichel-Cassel, 1 j; Hermann Tuch-Breslau (Zeitungswesen),?•- . Studienrat Prof. Moritz Werner-Frankfurt. ‘ Die Mitglieder, welche nicht dem Arbeitsaus: schusse angehören, sollen als korrespondierende Mitglieder geführt werden. Mit Rücksicht auf die Kostenfrage soll eine Einladung einzelner1 Mitglieder nur im Bedarfsfälle erfolgen. — Der Arbeitsausschuß einigt sich ferner dahin, sein Interesse an erster Stelle der bifdenden Kunst, also Malerei, Plastik, Architektur zuzuwenden, da Musik und Literatur von den geistigen Ausschüssen in den Logen bereits ih'den Kreis spezieller Tätigkeit gezogen werden. Br. Nussbaum tritt dafür'ein, daß vor allem Kunst in der Form in die Logen getragen werde, daß Kollektivausstellungen jüdischer Künstlet, an erster Stelle Brüder — unter sachverständiger Erläuterung von Künstlern oder Kunstkritikern auch in diesem Falle möglichst Brüder);—eröffnet werden. Br. Baerwald möchte das Interesseder^ Lögen und Brüder für die Ausschmückung der-Logenräume mit Werken der Kunst geweckt Wissen* * Br. Plessner wünscht die Logen durch ein Rundschreiben dl^ Tätigkeit des Kunstausschusses hinzu weisen. ' Br.-Kirschstein will die Aufmerksamkeit auf jüdische Kultusgegenstände lenken. In der Hygieneausstellung, die im Jahre 1926 in 'Düsseldorf stattfinden soll, sei eine Abteilung für" jüdische Kunst- und Kultusgegenstände geplant. Hierfür müsse das Interesse der Logen wachgerufen werden. Von Bedeutung sei, Synagogen von außen und innen abzubilden, wie überhaupt alles, was von Kunst und Kultus der Juden in* den Gemeinden wertvoller Besitz sei, zu .melden bezw. möglichst bildlich zu übermitteln, um ein Archiv zu schaffen, das auf lebende .Künstler befruchtend wirke. •». Im Anschluß hieran entspinnt sich eine kurze Diskussion über das Thema »jüdische - 139 -