Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 8/9 - August/September (8.1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- Seite 138 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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i der so ganz*außerhalb aller jüdischen Tradition steht, so ganz unjüdtsch in seiner Art, dem herrschenden Literatenwesen so durchaus entgegengesetzt und-von Herzen Feind ist. In ihr habenwir heute den reinjäten und vollständigsten Ausdruck des deutschen Wesens!« Ich zitiere dies bloß, um zu . zeigen,» wie ungerecht gegen das Judentum in. seiner Gesamtheit selbst kvohjwollende sog. ^KenneV« sein können. Im Gründe ist natürlich ‘diese Art des Urteilens genau so komisch wie etwa die Behauptung, daß »Figaros Hochzeit< . unmozartisch oder der »Faust« ungoethisch sei!. Viele .von den Psalmen und H>mnen Lissauers, die wie Orgelbrausen in nohen Kirchenhallen klingen, und die fernab .von] allen Moden und Stflrichtungen ihren eigenen Stil haben, werden unsere Zeit überdauern und werden dereinst das Wort ihres Schöpfers wahr machen: »Es werden Menschen sitzen und le$en, Von fneiner toten Seele beschienen, Was ich gesonnen, was*, ich gewesen, Da ich dies schreibe, bin ich bei ihnen. Sie werden essen von meinem Leide Mit meinem Glücke werd’ ich sie tränken. Ich bin gesaet, Goltes Getreide, Und noch im Grabe will ich mich schenjken.« Unmöglich ist es, im Rahmen' einer kjrzen Charakterisierung die ganze Gedankenfüll« und -Tiefe, sowie wiederum das gute Deutsc itum der -beiden Lissauerschen Essaybücher ->Von der Sendung des Dichters«;,und »Fest icher «' zu schildern. — Weniger irf die des Ein- Werkta’g Zukunft weisend ist die Beschäftigung Künstlers mit dem Theater. Er hat eineh akter-Zyklus »Die drei Gesichte«, ein Eckerriiann Drama, ein York-Schauspiel und eine Komödie vom alten Dessauer »Gewalt« geschrieber, da er sich 'infolge des Elementaren und Erupjtiven Kunstausschuß I. Sitzung des Arbeit: Anwesend die Brüder: Nussbaum-Fran < Plessner-Berlin, Wittenberg-Berlin, Goidschm Berlin; später die Bbr. Baerwald und Kirsch > •Berlin. in die Philistferii ms gestellt. Diese Tragikomödie ist nojch das rundeste und ge: chlossenste wohl von L ssiuers Bühnenwerken. «m A s die Na Dichte der Kritik Ei i dem gelingein, die ganz klingt! Vc)n Vision geistigen ist ein seine* Nktur zu vulkanischen Gewaltmenschen wie .utFer, Herzog Ludwig Ernst (Dessaue^), York ctc hingezogen fühlte. Es vornherein problematisch, wenn sproc iencr Lyriker sich dem Theater Trotz mancher hübschen Bühnenerfolg die Stücke keinen dauernden Bestandte Spielplans bilden. — Reich an fesseluc geistreich angelegt und dabei bühn ist das Casanova-Drama. Hier ist Met s und -Leie an einem erschütternden I .eispiel gelegt: und in eindrucksvoller Anftthe: e Umwelt'böswilligen und verständnislosen Dramatiker wird Lissaue :hwelt kommen; als Lyriker, uid«als Essayist, der wahre S schuf, sicher! großer lyrischer Dichter ist ige restlos gut geformte sondern in dem — wie bei kosmische Musik unau Ueber seine Sendung auf Erden in selbst .schöneh »Ich letzten neuen erschaffet den Pfingstzeiten währen Je zu vere^v die ist V e r a ti wese i il der Groffl sausschussqs furt, Br, gewähli idttein- Br. der Gen — 138 — nicht der, Kunstwerke Lissauer — hörlich erseinen .Büchern bleibt eke seelische ie ein schimmernder Rauqh vc|r dem Auge* haften! seiner autobiographischer Worte gesprochen: will helfen, den Stoffmei Jahrzehnte zu überwinden Typus des geistlichen M den Gemeingeist, der der Völker gewu Kraft einer wesentlichen gen; an einer neuen Religioh ein Tun in immerwä wortung vor demi unendlich Wirken oge U.O.B.B. am 48. Mai 1925., Goldschmidt wird zum V Br. Baerwald zum Schriftfüfjr Goldschmidt weist darauf iralkomiteesitzung am 8. ja von ausgezuwendet. Ige werden teil den unseres Zügen, lenwirksam ischengröße dardas Genie r nicht auf s religiöser usterstücke lat Lissauer Skizze die i ischen der. und einen eiischeri zu stets nur in kt hat, als Minderheit zu bauen h re n d e r meran- J e iv,« . . n orsitzenden er. i , daß in d. J. in liin