Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 88 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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nur und zögerte mit der Veröffentlich ung bloß des- Letztes und Ausfeereiftestes daß er an Dramenhalb, weil er gebeH wollte? Seinen Freunder! hatte er erzählt, einem großen fünf Abende fQIU fnden zyklus der Historie vom König David ^schreibe. Man wußte, daß der Dichter ganze Tfeile seiner Trilogie schon abgeschlossen battet, aber er wollte dermaleinst das O a n z e;ils sein Lebens werk der Oeffentlichl eit'übergeber. Bis ihn 19^Q »Ereignisseveranlaßt :n, auf seinen Wunsch zu verzichten v Das Vorspiel * Jakobs Tiaum Im April dieses Jahres wurde es in Wiener Burg theater, im November von Ma> Reinhardt im Deutschen Theater ru Berlin mi|t außerordentlicher Wirkung aufgiHührt. In der Zeit des nach dem Weltkriege wieder autilammenden Antisemitismus argumentierte der Dichter der sagte, daf ei sjefn Werk, eine größte jüdische richtig, als er siet Pf fic h t hätte, poetische Theddice1 des Judentums, gemeinheit zugänglich zu machfcr Beer -Hofmann ist der erste Dichter, dessen lyrische Inbrunst s o heiß, dessen Gegenwart nun die herrliche, der Allo i e i| Gefühlszusammenhang mit der Tradition, so lebenqig war, daß er durfte, den-hohen Geist der Bibel in Ethische .und Dichterisch - PhiiosopIrische zu transponierender fiat dabei eii aifßerordentiTches Kunstwerk geschaffen! Beim Buches fühlt man sich immer wieder und erhoben. Solch e Kostbarkeiten und des Gedanken; hat noch in biblischem Gestaltungen erreient. Auch dieses Vorspiel zerfällt irt schiedene Handlungskomplexe. Der behandelt jaaköbs Erlangung des Segens, und der zwe ite wagt es, aen herrlichsten und tiefsten -Mythoi,' den das Jnderttüm überhaupt hervorgebraefit hat, auf pie Bühne zu bringen, den Mythos von dem Ringen Jaakobs mit Gott: Lieh lasse dich nicht, du segnest mich denn«. j Wundervoll sind *— im ersten Akt angedeutet, im zweiteh ausgeführt, — in den zwei Brüdern Edom und Jakob zwei Mfcnschheitstypen gegenübergettellt, Edom der rücksichts- Jose Tat- und Gewaltsmensch, und| Jakob der pantheistisch fühlende Himmelsträßmer und deutsche jüdischen es wagen s Modem- Lesen des erschüttert er Sprache n Dichter zwei vererste Teil väterlichen Gottsucher, der alles Lfeid der Kreatuij mitfühlt. I:r iät die menschlich liebenswerte und sinn- I älligi Verkörperung der jüdisch en Seele in ihrem iebenden Allerbarmen, die verbrecherischer Ge- I gegen irgend ein Wesen nicht fähig ist, Jener j edel jüdische Typ mit dep Eriösijngssehns uchtj, wie ihn das Judentum gebracht hat. Er nimmt — großen typischen Juden, Chris das t-amm, dem die Mutter s eine Arme, um es vor 4chütjzen, Er hat über alle Macht. Wer ihm die gibt? verstehend in andere Menschen -- Soziales Mitgefüh : eichjiendsVe Zug dieses lege tdären Israels. Er fühlt das Göttliche wieder müssen wir an einen des Mittelalters, an Spinoza i uch das All beseelt war, dessi :h Herz 'Art — Ahnherrn in jedem Wesen, üdischei Genius denken, für. den so lauter mit Gott die Berufung des war, daß auch er — in seinen1 Zwiesprache halfen konnte. — Auf Jaakob - Israel wird udentums gelegt, und er nimnlit mit dtr tiefsten römmigkeit und Ergebung de furchtjare Last äuf sich. Er sieht den grauenvollen weg, den seine Nachkommen < ber er weiß,, daß auch das <jabe Gottes ist, die den Mensch .äuterung führen kann. Was wiegen gegen die S Stückes verstandesmäßige Bede iegetj freilich auf der Hand! -- ß)er Dichter trägt natürlich Mens:h einen mehr pantheistischen jegriff in sich als der antike Jude! heist sehe Auffassung Im Spin ozistiscH und die uns heutigen Menschen ferner Anthtopomorphisierung Gottes nittep miteinander ab. Ohne gewisse aö es natürlich dabei nicht nuß auch hier Oefühl der Verstand das letzt«: Wort behalten! das Programm der Ausjerwählthpit Erde, sich ler teilt n hervora|n einem anderen us, erinnernd — jetötet vurde, in w eiterem Leid zu anderen Menschen Die Fähigkeit sich ineiiizuversetzen! 1 ist der begehen' tiefste hen zur Leidensmüssen, Leid eine höchsten hönheiten dieses enken? als •noderner Gottes- 3ie panen Sinne liegende wechse n unver- 3ewa|ltsamkeiten und dialektische Notbrücken jeht ich licht \uch lichtq verstandesitiäßig Defini urbares, :rschließt sich nur dem Fromn-Qläubigen. Auserwählt« ist es auch rtur wozu? - fühlt sich im gewissen jedes , Sinne.| Die logische Docli schließ- und Glaube .und ist ja sondern yplk der Es fragt 88