Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 89 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Die besondere Auserwähltheit des Judentums hat sicji im Laufe der menschlichen Geistesgeschi'chte in einer Fülle der von ihm hervorgebrachten Menschheilstypen gezeigt. Seine repräsentativsten Vertreter waren immer Genies des Herzens, die — wie Beer - Hofmanns Jaakobsgestalt /— Allerbarmer waren, ihre Mitmenschen erlösen wollten und mit ihrer ganzen Persönlichkeit gegen das ewige, unausrottbare Unrecht tder menschlichen Gesellschaftsordnung , ankärhpften; von den Propheten an über die großen Sozialisten bis auf die zahlreichen Juden unserer Tage, die für ihre Ueberzeugung ihr Leben ließen. Oewiß, zu allen Zeiten hat es im Judentum auch Edomsgestalten, Diesseitigkeitsmenschen gegeben, denen die Dinge, die hinter dem Leben stehen, nichts bedeuteten, und die lediglich äußeren Gütern und Gewinnen nachjagten. Zu den von Oott Auserwählten gehören diese Charaktere hicht! Weltlcr Der Weltkrieg mit seinen Folgeerscheinungen hat die Mög lichkeit jeder wahren Kultur auf lange Zeit linaus verschüttet. — Wte . viele Juden sind heute völlig erttjudet, wie viele Christen völlig eptchristet! Wie.schön wäre es, wenn dies e Dichtung von »Jaakobs,Traum auch dem nodernen Judentum * seine Berufung wieder ins Gedächtnis riefe! Das Diama ist kein Pan^gyrikus. ' auf die israelitische Historie, sondern eine Weltdichtung, dis zu alleri Menschen sprechen ■sollte. ■ 1 , * Richard 3eer-Hofmanns Dichtungen. haben mit, die stärksten Eindrücke vermittelt, die von der moderner! Literatur ausgehen. ■> . ■. Man muß sehnlichst wünschen,,daß Beer- Hofmann in absehbarer Zeit die Vollendung des Gesamtwerke» der »Historie von König. David« im Sinne ind auf der Höhedieses Vorspieles gelingen möge. — •*/ Den unbekannten Freunden. Es kennen sich viele auf Erden, die niemals sich gesehn, und die doch zueinander auf heimlichen B diel nächtens aus tiefen Tälern zu einem Sterne schaun, die ferne und doch verbunden am heiligen Tempel baun. ücken gehn, .( j (Jedicht von Hermann Wiedcrgegebtn in Auf der Warte« *). Jah ’e b h a g. Nr 9 - r d t. - 1 Mit 1? 2$. Zum Thema: Das zur Diskussion gestellte Thema, das ja durch tausend Fäden mit dem Logenleben verknüpft ist," nimmt in hohem Maße das Interesse der Brüder in Anspruch. Ein Bruder Präsident übermittelt uns Ausführungen, die allgemeine Bedeutung beanspruchen. Er schreibt: »Ein Bruder,- der einen Kandi-. daten vorgeschlagen hat, fühlt sich persönlich in größtem Maße gelroffeji, wenn die maß- Brüderlichkeit. On geblichen Aufnahme daß er erklärt, ja er und Loge austrefei stattgeben w z. B. das A handhabt, d daß der gane der Loge Bedenken ..gegen die laben. Der Bruder geht soweit, er werde der Loge fern bleiben, 4ventl. noch andere würden.aus der n, wenn man der Aufnahme.nicht ürde. Dabei wird in unserer Loge üfnahmeverfahren in der Weise geiß ein allgemeiner. Brauch besteht, Bnjider zunächst vertraulich den Präsi- 89 —