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Der Orden Bne Briss · 1925-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1925) · p. Seite 84

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 84 (sequence 8)
Language
German
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lißt Br Li wi cn man nicht mehr von Religion uml Hurmnitit, sondern gegensätzlich von Religion o d e i Humanität spreche. Und er führte aus, dafi Humanität ebenso wenig ohne Religion denkbar sei, wie Religion ohne Humanität, als der biüderlichen Annäherung zwischen Mensch und Mensch. Die Definition ist auch' für unserer Orden nicht prägnanter zu formulieren. Wenn unser humanitärer. Bund auch religiöse Gemeinschaft darstellt, so beeinfl doch neben dem Verhältnis von Bruder Bruder auch das Verhältnis manclen zum Judentum, indem er heue Brücken die hinüber leiten. Es gilt in eben dem das religiöse Ideal zu verweltliche n, wie Weltliche zu idealisieren. Auf, der Rabbiner-Versammlur g 'in furt a. M., denkwürdig auch dadurch, daß Ft unter Protest aus der Versammlung auss weil ihrp ihr Reformeifer zu weit {ing, er sich gegen jede Hierarchie im Judentum, jede Scheidung von Priestern un<l: Laien vertrat den Standpunkt, daß die M ssion nidht Privileg eines geistlichen Standes, s Gemeingut aller ist. Frar.kel hat zeitlebens gestritten, daß die Heilige Schrift unc das jü Wissen nicht ein Vorrecht der Fachwissen^ bleibe, sondern volkstümlich, populär geläufig werde. Unser Orden -verlangt es geradezu, daß jeder Ben Briss nicht allein gläubiger Anhänger sondern Verkünder unserer Ideale st. Das Höchste, was die göttlich* Verhe von uns forderte, war, ein Volk zu sein Priestern. Nicht Tempel und Altä e priesterliche Weihe, sondern die Heiligung, modern ausgedrückt, die Idealisierung des Lei die Erhöhung und Bereicherung, die Ausgestaltung unseres Seins und >trebeni Veredelung und Versittlichung unseres Tuns Lassens. Zu Priestern der Religion ma:hte urts ein biblisches Gebot, zu Priestern des .ebens macht uns der Orden Bne Briss. «Taten Sprechen,« .so lautet iie projgi matische Ueberschrift eines Aufsatze s von rias Frankel. Taten sprechen auch bei u Orden.. Unser Ordensideal ist kein rauschender und berauschender .W jrte, s< Wille zur Tat, zu positivem schaffer dem oti Wi ßung von i die d. h. bens, ische , die und keine er zu ders baut, Maße alles ifrankankel :hied, ndte gegen Er Israels dem dafür fische chaft allen De' Idealismus, dem wir obliegen, ist als ein praktischer Idealismus anzusprechen, der sich in zahlreiche positive Wohlfahrtsleistur gen als soziale W irksamkeit umsetzt Kein Zweiter hat wie Zacharias Frarkel für die geistige Fortentwicklung des Jucentu ns auf den Boden seiner historischen Ueberlieferung gewirkt. Der Ausbildung, Erhaltung und Fortführung jüd sehen Geistes diente die g jttge »egnete Hai ptsehöpfung Zacharias Frankels, di.e hiesige jüdische Ffochschule, das Breslauer Rabbiner- Seminar, dem er bis zu seinem letzten Atemzuge seire besten Kräfte widmete, und deren Erfolge auf Jah hunderte hinaus tiefe Furchen zogen in das gesamte jüdische Geistesleben. Auch unsere Logen sind Schulen där Ethik und Humanität, des geistigen und sozialen Fortschritts Nach der Methodik Zacharias Frankels suchen auch wir das Wort Rabbi Jochanan ben Sakkais zu befölgen: »Bildet viele Schüler aus,« zur Erken ltnjs höchster menschlicher Tu jendon,'zur Erk :nn des Bewruß Vci Lenken, Lernen den war stet geh :n, ram- Zachais im Ideal dem rken. vor aufl >au - 84 _ Ju nis der kulturellen Werte luidT Schätze zur Stärkung defe jüdischen er leIrrte im Leh ren im dentums, seins. n Zacharias Frankel hieß es, wie die Talmudisten das übten. Imj gleichen Sinne kann und so! Logen ein jeder des andern SchjjlerTzugleich sein. In Idiesem Zusammenhang sei hi|er aijch voll -nstjen Interesses der kürzlich Uni/ersität in Jerusalem gedacht. Auch diejenigen, die jüdisch-politischen und nati )na|jüdischen Zielen ablehnend en, politischen Ideale um wirtschaftliclien, können ein gut Stück des soweit es sich, jenseits a satc risc hen Wiederaufbau Palästinas handelt, um eine geistige jüdisch kulturelle Renaissance, wie sie die verheißungsvolle jüdische Universität in Jerusalem darstellt. Wenn Völker kolonisieren, pflegen iie sich vor allem militärische Stützpunkte der Ma:ht und Herrschaft zu sichern. Es ist von prägnantester Charakteristik und welthistorischer Symbolik, daß Palästinas seinen Ehrgeiz vorbei uns in Lehrsr und er< iff neten gegen uber- Weg es mit- |er j idischkolonider Wiederallen i daran

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