Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 78 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischer und eben dadurch immer men sch-, iicher werden. Ais Deutsche .habenwir nicht nötig, uns auszuweisen. Wir können mit Heine, demVielgeschmäliten, ausrufen: »Das ist es eben —* Deutschland, das sind wir sejber!« Als Heines' Schriften in den deutschen Bundesstaaten verboten wurden, als er literai isch heimatlos wurde, da wurde ihm — wie Georg Brandes bemerkt. die deutsche Sprache das wahre, höhere, eigentliche Vaterland. Das deutsche Wort war ihm das höchste Gut, j der unüberwindliche Freiheitswecker.! »O deutsches Vaterlandl Teures deutsches Volk! Ich bin Dein.. Kuriz von der Rosen, der Mann, dessen eigentliches Amt die Kurzweil, und der Dich nur'belustigen sollte in guten Tagen; er dringt in .Deinen Kerker zur Zeit der Not. Hier unter dem Mantel bringe ich Dir Dein starkes Szepter lind die schöne Krone -7 erkennst Du mich nicht, mein- Kaiser? Wenn ich Dich nieht befreien kann, so will ich Dich wenigstens trösten, und Du sollst jemanden um Dich haben, der mit Dir schwatzt über die bedränglich'ste Drangsal und Dir- Mut pinspricht und Dich lieb hat, und dessen bester Spaß und bestes Blut zu Deinen Diensten st|eht. Denn Du, mein Volk, bist der wahre Kaiser, der wahre Herr der Lande — Dein Wille ist souverän und viel legitimer als jenes Tel est notre pla sir, das sich auf ein gottJich.es Recht beruft, o ine alle andere Gewähr als die Salbadereien geschorener Gaukler — Dein Wille, mein Volk, ist die alleinig rechtmäßige Quelle aller Ma:ht. Wenn Pu auch in'Fesseln darniederliegst, siegt doch am Ende Dein gutes Recht; es raht der Tag der Befreiung, eine neue Zeit beginnt mein Kaiser, die Nacht ist vorüber, und draußen glüht das Morgenrot«. Tiefste Seeteneinstellung spricht aus diejsen Worten. ' t jüdisches Geistesleben ist aus Deutschland gar nicht fortzudenken. Aufbau, nicht Zersetzt ng, ist seine wahre Bedeutung — allerdings nicht im Sinne derer, die Kastenherrschaft und Klassenvorrechte anstreben; Als Bne Briss, als Söhne des Bundes, wo len iwir unabhängig von Personen und Dingen von außen, ron Verleumdern und Verl« umd ingen, unbekümmert und auf uns selbst gostüt;:t den Weg gihen, der in unserem Programm vorgezeichnet ist, dessen Ausstrahlungen im einzelnen die ethischen Lehren sind — niedergelegt in den Eingangs- und Schlußworten unseres Ritials. -Immer jüdischer im ethischen Sinne dieser menschneitumfassenden Lehren zu werde 1, das bedeute für uns das wahre Wesen, an dem die Welt genesen könnte. i Zur. rechten Zeit führt uns Br. Ffitz Kahn in seinen Sammelblättem jüdischen Wissens aus der Auflassung des bedeutenden amei litauischen Nationalökonomien Henry Oeorge die gewaltige Gestalt UVlosis, des Politikers, des Patioten, des Philosophen, des Staatsmannes vor / Sie erscheint uns in dieser Darstellung von Michelangelesler Größe. jSein Werk ist licht bloß Fundament eines Volkes, sondern der Welt. Das Vo k kam ihm am nächsten, die Welt — sollte if n erreichen. »Von Anfang bis zun 1 Ende in allen, was wir von ihm sehen, ist dieser Charakter in Uebereinstimmung mit sich selbst und mii dem großen Werke, das sein ewiges Denkmi l bildet. Es ist der Charakter eines erhabenen Geistes, der, eingeengt von Be tiinj jungen und Begrenzungen, sich begnügen muß mit den Kräften und dem Material, das er vorfindet, dessen Leistungen, wie groß sie jiuci sein mögen, nur ein schwacher Abglanz ides großartigen Oedankens sein kennen r Sein Werk ist die freieste Republik. *' »Die Trompeten des Exodus erkl hgbn von der sto zen Erklärung der Menschenrechte. »Nicht in der Befreiung vom ägyptischen so Joch, sondern in dem konstruktive)l, Staatsmanns :hen Genie, das den Orundstein legte _ zu dem jüdischen Gemeinwesen, offeibi.rt sich uns dib unvergleichliche Oröße dieser Führerschaft.« »Nicht der Schutz des Eigentums, Sondern, der Schutz der Menschlichkeit — das ist der Endzwtck des mosaischen Gesetzes.« »S:ine Lehre gipfelte in den Wotei: Tue deine Fflicht in der Welt, damit du selbst glücklicher seiest und die Welt besser.« Vorschriften soziale) Weisheit, hygienischer Fürsorge fließen aus seiner Lehre. Friede und Vertraglichkeit, wahrer Lebensgenuß,kräftige Menschen |st|ihrZiel - 7dU