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Der Orden Bne Briss · 1925-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1925) · p. Seite 77

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 77 (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Mai 1925. Nummer 5 ttfceUmt (gingEtrag ehee Jbtrein. (tgrnrr llnloj fin «roglogr. fntean: jgjl 62, $UtQgiagc 12. ffifltpljini: |mt p^om 4619. Do&föfdifeimto; ferltn 16333 Badltoruifc rämtltcficr Brlthel aus toteren IDtftetlungen toecboten.« Inhalt« Verinnerlichurr?. — Installation dei Den nnbekannttn Freunden. — Zum Thema: Aus Amerika. - Bücherschau. -- Richtigste!! j Zur Frage der Sctmesternlcgen; Tagung de Dortmun I Zacharias Frankel-Loge, C1V. Nr. 1019. — Richard Beer-Hofmann als Dichter des Judentums,,* — Brüderlichkeit. — Logenberichte aus dem Deutschen Disirlkt. — Aus dem Bör» der Oroßloge.' — n». — Aus dem Verbände der Frauenvereinigungen der U. O. B. B. Logen (Zur Nachahmung; Vorstände des Rhein -Westlli. Logentrauenverbandes am 18.2.1925 in der Märkischen Loge zu!). — Mitteilungen. — Aus dem Oedichtnisbuch der GrdÖloge. % I Verinnerlichung. fon Br. Dr Alfred Goldschmidt. li Wildester politischer Parteikampf tobt gegenwärtig in unserem deutschen! Vaterland. Die Zerrissenheit der Menschen und Seelen zeitigt Erscheinungen, die man nur mjit tiefstem Widerstreben betrachten kann. Aber man kann trotz i aller Häßlichkeit des Kampfes i doch verstehen, daß sich Parteien mit aller Sc lärfe bekämpfen, jso sehr man die Form bedauern] mag, in der es geschieht. Es geht um sachliche Werte, um Monarchie oder Republik, un politische oder wirtschaftliche Fragen. Der besondere Kampf gegeh uns als Juden hat ein viel häßlicheres Gesicht, kämpft man den Juden, den M e .. - c h e n insgesamt. Diamit trägt dieser Kampf den Stempel der stärksten Unsittlichkeit in sich. Parteien haben sich begründet, fast ausschließlich mit dem Zweck, uns als Menschen zu bekämpfen. Jüdische Abstammung genügt ihnen — unabhängig von irgend einer parteimäßigen Anschauung — zum Ausspruch eines vernichtenden Verdiktes. Wenn I man’s recht betrachtet, müssen sie uns im jtiefsten Herzen dankbar sein, denn ohne uns wfjre ihre Existenz wesenlos. bekämpft zum Schein, man würde Die Maske, Rasse, früher Leben heißt In uns be- Menschen, den Auch bei uns jjuden gibt es .Parteigruppierungen religiöser, politischer Art — wie überall, wo Menschen Zusammenleben. Aber dem scharfen Blick kann es nicht zweifelhaft sein, daß man * in Wirklichkeit in ipns nicht Parteianschauungen wo es( geschieht, geschieht es nur Wäre eine Anschauung Überwunden, eine andere suchen und sie finden, die man sich vorhält, heißt heute hieß sie Religiön, im . geistigen sie zersetzende Kritik, im kaufmännischen Leben Händlergeist und so fort. Ob sie früher Religion sagten oder heute R#sse, sie nach Fontanes bekanntem Wort — anderes als Kattun. Hinter hochtrabendem Wort stand fast immer infamer Unwert! Wie sollen wir demgegenüber uns verhalten? — iüt die Frage. Die Antwort: uns unabhängig macheni von den Anschauungen unserer Feinde, von jihren Niedrigkeiten, von dem seelischen Drucke, unter dem sie nris halten möchten. N icht nach rechts oder links^ schielen,, den Wegwiiser jin unserem eigenen Herzen selbstgewählte Ideal erstreben, jm lämlich im ethischen -ri immer meinten — selten etwas sucheiv das besten iBinne — n I

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