Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 15 - Dezember (12.1924)
- Date
- 1924-12-01
- Page
- Seite 205 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/6727475-6029118-6074628--0688-4867362- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
der Sitzung des Ai Br. Schindler weist einleitend Sonderausschuß Großloge für die geistigen Interessen. ijbeitsausschusses am Mittwoch, dem 22.Oktober 1924, abds. 8Uhr begrüßt die Erschienenen und darauf hin. daß der Sonderausschuß vor etwaj 14 Jahren unter dem Stichwort »Aktivierung der Brüder« gegründet worden sei. Von der Möglichkjeit dieser Aktivierung, d. h. auf jeden einzelnen B|ruder direkt persönlich einzuzuwirken und ihnjzur Arbeit heranzuziehen, seien wir weiter denn je entfernt, zumal in den großen Logen, deren Mitgliederzahl von 200 bis 300 auf 800 Brüder angewjüchsen sei. DerSonderausschuß müsse sich damitj begnügen, die geistigen Ausschüsse anzuregep, um die Abende interessant zu gestalten und j durch den zu reichenden Stoff die Brüder zn verinnerlichen. Aui diesem Oebiete liege das Propagieren der Arbeitssitzungen, die Einrichtung der. instruktiönslogen und schließlich das gesamte Material, welches der Sonderausschuß in der Beilage zü O.B.B. September 1924 jedem einzelnen Bruder zugänglich gemacht hat. Statt weiterer Ausführungen kann auf diese Beilage verwiesen werde^. Es wird nunmehr in die Tagesordnung (äbgedruckt zu Jt der genannten Beilage) eingetreten. T a) Oegen ~*Öie Anregung der w. Got-ha-Loge: »Gelegentlich jeder Logensitzung ist einj Bibelvers zum Vortrag zu bringen«, werden* erhebliche Bedenken im Sinne der »Nornialbrüder« geäußert. Es könnte in dieser Richtung eine Verletzung der Neutralität erblickt werden. Viele Brüder besuchen grundsätzlich keine Synagoge und würden den Eindruck h^ben, hier zu einer »Andacht« gezwungen zu werden. Eine Schwierigkeit liege auch in der Auswahl der Bibelstellen, und erst recht in der Frage der Erläuterung. Es sei gefährlich, ohne weiteres jedem Präsidenten in dieser Hinsicht volles j Vertrauen entgegenzubringen. Andererseits wollte der Ausschuß die Gelegenheit nicht vermeiden, die Brüder auf die Schönheiten gewisser ßibelstellen (sozusagen literarisch und historisch) hinzuweisen. Man einigte sich schließlich au! Ben Vorschlag Leszynsky, »eine Auswahl interessanter Bibelstellen zusammenzustellen und d<n Logen zu übermitteln mit der Empfehlung, die Anregungen der Ootha - Loge versuchsweise durchzuführeh und das Ergebnis dem Sonderausschuß mitzuteilen«. /Mit der Zusammenstellung der Bibelverse wird Br. Fijikel betraut. ' .; b) Die Frage bezüglich Herausgabe einerRednerliste wird eingehend erörtert: Die Brüder sind der Ansicht, daß die Großlöge (Sonderausschuß) für die in der Rednerliste aufgeführten Vortragenden nach der Auffassung der Leser sicherlich eine gewisse Garantie für deren Leistungen übernehme; sie könne daher nur solche Redner empfehlen, die Wertvolles zu bieten haben und die dieses Wertvolle packend vortragen; mit anderen Worten, es kommen für die - Rednerliste nur Persönlichkeiten in Frage, bei denen ein gehaltvoller Vortrag mit »zündender Wirkung« gewährleistet ist. 1 Es wird darum beschlossen, von einer regelmäßigen Veröffentlichung einer Rednerliste in der bisherigen Form abzusehen. Dagegen sollen die Logen und Logenverbände auf diesem Wege gebeten werden, die Brüder namhaft zu machen, die sich durch besondere Beredsamkeit auszeichnen und gewillt sind', in anderen Logen Vorträge zu halten. Eine Liste splcher Persönlichkeiten soll alsdann im BürodesSonderausschusseSkZUsammengestellt werden, um den Logen auf Wunsch geeignete Redner und zwar tunlichst mit einem in der Nähe der Loge gelegenen Wohnsitz nennen zu können. Sollten sich Brüder selbst für Vorträge melden, so müßte deren Eignung diskret erforscht werden.** Bei dieser Gelegenheit wird di^ Bitte, wiederholt, bedeu tsame Vort rageun d Referate, die in den Logen gehalten werden, dem Sonderausschuß zur Verfügung zu . stellen; Autoren werden auf Wunsch honoriert. c) Ausgestaltung des gesanglichen Teiles der Logen leiern. Die Logenfeiern wirken häufig ermüdend, weil und insofern sie mit langen Gesangsvorträgen u. dgl. über Gebühr belastet werden., Bei Trauerfeiem werden überdies z.T.Gesänge gewählt, die n^ch der ' Auffassung vieler Brüder wohl für die Seelenfeier in der Synagoge oder für eine Trauerfeier auf dem Friedhofe, aber nicht für dety Logentempel ge- - -