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Der Orden Bne Briss · 1924-12-01 · Nr. 15 - Dezember (12.1924) · p. Seite 206

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 15 - Dezember (12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 206 (sequence 12)
Language
German
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«eignet sind. Außerdem empfinden es viele konservative Brüder ungemein peinlich, wenn hebräische Oesänge zum Vortrag' gebracht werden, denen sie ohne Kopfbedeckung beiwohnen müssen. Aus dem Grunde schlägt der Referent Br.Finkel vor, den gesanglichen Teil durch bestimmte Richtlinien und durch eine Auswahl geeigneter Psalmen oder sonstiger Gesangsstücke ein heitlich zu regeln. Er erinnert daran, daß bereits der Großlogentagung i. J. 1896ein ähnlicher Antrag vorlag, der dem Generalkofnhee zur Erledigung überwiesen worden ist. Das Generalkomitee habe dann ein Komitee zur Vorbereitung eingesetzt, um bestimmte Vprschläge der Großloge zu unterbreiten; diese Vorschläge seien aber der gegenwärtigen Generation ganz unbekannt. In der Diskqsstan stimmen die Brüder dem Referenten insofern zu, als tatsächlich ein Regiefehler den'würdigen* Verlauf einer Feier ungemein beeinträchtigen "kann und nicht selten beeinträchtigt. Jedoch sind sie der Ansicht, die Logen in ihrer Freiheit'durch Regulative nicht zu sehr zu beschränken. Dagegen sollen die Logen darauf aufmerksam gemacht, werden, daß der musikalische Teil die Feier nur zu umrahmen habe, und daß keine musikalische Darbietung an sich,kein Kirchenkonzert, stattfinden solle; er könne nicht mehr als etwa fünf Minuten beanspruchen. Auch soll den Präsidenten nahegelegt werden, vor derartigen Veranstaltungen bei den Brüdern, die den gesanglichen Teil-übernehmen, Text und Dauer des Vortrages zu kontrollieren. Für Trauerfeiem im besondem schlägt Br. Schindler unter Zustimmung der Brüder folgenden bewährten Modus zur Beachtung vor: »Die Brüder versammeln sich im Logentempel, die Trauernden-in einem angrenzenden Raume. Zur festgesetzten Zfeit werden während eines kurzen Präludiums die Trauernden in den Tempel geführt in welchem die Brüder die Trauernden stehend erwarten. Die Nachrufe„und Ansprachen folgen, ohne durch Gesangsvorträge' unterbrochen zu werden. Die Trauerreefe soll nicht länger als etwa 20 Minuten dauern. Nach den Ansprachen folgt wieder (larmoniumspiel (Violine) oder Gesang, währenddessen die Trauernden aus dem Tempel geleitet werden.« . [ Der Arbeitsausschuß wird zwecks Auswahl von Musikstücken^ich von Musiksachverständigen geeignete Vorschläge einholen, die er dann nach Beratung jnd Prüfung den Logen einreichen wird. d) E igenische Fragen. Die I.ogen sollen gebeten werden, dm eugenischen Bestrebungen ihre Aufmerksamkeit zuzuwenc en, de«1' männlichen und weiblichen Jugend sowie auch den Männern und Frauen Gelegenh:it zum Turnen zu bieten. Auch dem jenigen, die für Turnen, Sport usw. nicht die Zeit übri * haben, wird auf Vorschlag des Br. Goldschn lidt körperliche Bewegung in täglichen Spaziergängen dringend empfohlen. Br. Goldschmidt weist auf die Fonschritte der Eugepik durch die vereinigten Uebungsstätten Jüdischei+Sportvereine (Vis) hin, über die in der Nr-14/12 des O.B.B. berichtet wurde. Die körperliche Ertichtigung der jüdischen Jugend flöße den antisemitischen Rowdies Respekt ein. Br. Finkei befürchtet allerdings, eine Überwucherung der körperlichen Gymnastik; auch das geistige Turnen tue dem gegenwärtigen Geschlechte sehr noi. Die Befürchtung des Br. F. wird nicht geteilt. Insbesondere -bemerkt Br. Schindler, daß ein Ueberwuchern körperlicher Bestrebungen für die Dauer nicht zu besorgen sei. Alle derartigen Neuerungen vollzögen sich mit einer gewissen Übertreibung, flauen aber wieder ab, laufen also in Wellenbewegungen. Übertreibungen würden sich ohne unser Zutun wieder ins fichtige Geleise zuiückentwickeln, ohne daß vori unserer Seite'»gebremst« werden müßte. Br. Schindler bemerkt sodann, daß an Hand der Aufsätze 'im O. B. B. über eugenische Fragen und sonstige einschlägige Literatur ein Mitglied des Ausschusses der deutschen Reichstage (Popper jun.) demnächst praktische Vorschläge zu diesen in der daß geistigen Deutschen Reichstage machen er sich vorbehielte, qiese Vorzu unter- Fragen solle, fitid schlage s. Zt. dem Arbeitsausschüsse breiten. e) fErziehung zur Ordensidee. Es werden nachstehende im 647. G. A. Protokoll veröffentlichte acht Themata für Logeninstrukttanen in Erinnerung gebracht, die in Kurzreferaten von zehn Minuten Dauei behandelt werden sollen. 1. Logengedanke (Allgemeines, Jüdisches, Ethisch :s, Pädagogisches, Geistiges, Wirtschaftlich;s) event. an mehreren Abenc en. 206

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