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Der Orden Bne Briss · 1924-10-01 · Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924) · p. Seite 165

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 165 (sequence 31)
Language
German
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genügendes Verständnis aufbtachte. Nicht minder kurzsichtig ihre Gegner, der Größe der Idee, die trierte, nicht zu folgen Zionssehnsucht nur eine ihrer Staatsbürgerrechte :sahen geworden von diesen Kj Judentum spalteten und die, dim Schwung und sich auf Zion konzenvermochten und in der unbequeme Gefährdung Cs ist jetzt still uns so unerquicklich gestaltete zweifelhaft, daß unter mpfen, die das deutsche das jüdische Leben bei n. Ich bin nicht den Faktoren, die eine keine Besserung dieser Zustäijde herbeigeführt haben, geringe: Bedeutung in dem Logenjudentums sich dem Eingreifen der Loge zukommt. Die Aufgabe, die gedanken der »Einigkeit des ausdrückt, eine Versohlung und Ausgleichung der streitenden Parteien innerhalb des Judentums 'durch gemeinsame Arbeit heroeizuführen, hat es ganz Von selbst dazu gebracht, daß die Logen an dem Aufbauwerk fi|r Palästina mitzuarbeiten sich entschlossen . und öffentlichen Lebens im bereiteten, die jeder nistische Partei hat die Notwendigkeiten einer kannt. Es kann nicht damit die Entgiftung des deuts< hen Judentum vorgemeiisamen Arbeit schwere Hindernisse bereitete. Auch die zio- Zeichen der Zeit und die weitsichtigen Politik erzweife haft sein, daß das große Werk nicht voi^ einer kleinen Partei im werden kann. Der Aufvon der Gesamtheit des Judentum durchgeführt bau Palästinas ist nur jüdischen Volkes zu vollbringen und auch das noch ist eine Aufgabe, was die Geschichte k< so die über alles hinausgeht, nnt. Wo ist es jemalsdagewesen, daß ein seit fast zwei Jahrtausenden von seiner Scholle in alle vier Winde zerstreutes Volk wieder ein Gemeinwesen sich aufbaut , aus eigener Kraft und ml. eigenen Mitteln? Die Leitung der! zionistischen Organisation hat die Tore für die Mitarbeit weit geöffnet. Jeder, der illkommen! Er habe der Beitragsleistung, wendjge Mitwirkung nicht Arbeit, an der Ge- ’ sei w darum entschlossen am Aufbau Palästinas das Werk förderrj will, Anteil nicht nur Jan der Last ihm sei auch die noi versagt an der Ljeitung der staltung des Gefcjildesrdas als jüdisches Palästina allmählich herauiszukristallisieren sich anschickt. Das bedeutet die Bilde ng der Jewish Agency , die unter Mitarbeit und Mitwirkung aller Juden dem Völkerbunde ge^enüier als diejenige Institution gelten soll, welche die Scf affung des jüdischen Palästina als dip Aufgabe und die Arbeit des Gesamtjudentums vertritt. Damit, daß die Ge- S a m*t heit aller Juden selbst die Arbeiten für den Palästinaaufbau in die Hand nimmt und ausschlaggebend in der Jewish Agency , vertreten ist, ist ihr die Möglichkeit gegeben, das Werk in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu leiten und alles, was ihr als schädlich erscheint, zu verhindern. Es bedeutet ein hohes Maß von'.Verantwortlichkeitsgefühl und Selbstbescheidung, daß die zionistische Leitung selbst diesen Vorschlag zur Bildung der Jewish Agencymacht und ihre bisher ausschlaggebende Stellung in allen den Aufbau Palästinas betreffenden Fragen vertrauensvoll dem gesamten Judentum überantwortet. ‘ Das deutsche Judentum wird,, ich nehme das als zweifellos an, damit die letzten Bedenken fallen lassen, die einem noch erheblichen Teile seiner Mitglieder die Mitarbeit 3m Palästinaaufbau bisher untunlich erscheinen ließen. Nachdenr schon früher maßgebende Kreise der j deutschen Juden dem Werl e ihre Mithilfe geliehen haben, obwohl bisher lediglich die zionistische Organisation über die Verteilung und Verwendung der Gelder und die Durchführung der praktischen Arbeit zu bestimmen hatte, kann nunmehr jeder^ der sich dem Aufbauwerk für Palästina'anschließen will, Einblick in die tatsächlichen Verhältnisse nehmen und sie in seinem Sinne zu gestalten he|fen. So ist der Aufbau Palästinas auch das Werk des gesamten deutschen Judentums geworden und es trägt nunmehr an seinem Teile mit an der Verantwortung für das, was in Palästina entsteht . Damit zeigt das deutsche Judentum zugleich, daß es sich aus dem gesamten Judentum nicht ausschließen will. Mannigfach sind die Gesichtspunkte, die uns alle,. welchen Standpunkt wir auch sonst einnehmen, zur Mitarbeit zwingen. Gerade unser Orden, der die Förderung der Interessen und Ideale des gesamten' Judentums zu fördern verpflichtet ist. hat sich .darum längst zur Mitwirkung und tätigen. Anteilnahme* entschlossen., Wir danken ihm für,.diespn Entschluß und wissen, daß er sich damit in der lat ein dauerndes Verdienst um das Judentum, erworben hat. Er hat damit gezeigt, daß er,' der sich stets von rein politischen Kämpfen im Judentum'ferngehalten hat, in dem Aufbau Palästinas nicht mehr die Förderung einseitiger poetischer Bestrebungen sieht, sondern ihn als eine dem ganzen- 165

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