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Der Orden Bne Briss · 1924-10-01 · Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924) · p. Seite 158

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 158 (sequence 24)
Language
German
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gleichungj der jüd. Bevölkerung an ihre Umgebung, |und nach dem Vorbild .der 1813 gegründete!) ^»Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und des Ackerbaues unter den juden< entstanden dm Laufe der Zeit zahlreiche Vereine, c^ie J<naben"unbemittelter Eltern während unterstützten zur Errichtung und Handwerkern eines eigenen der Lehrzeit Hilfe fiehen Betriebes. . Wenn äuoh durch die Tätigkeit die«er Vereine nunpiehr Juden den produktiven Erwerbsarten zugeführt würden, der Erfolg im allgemeinen, soweit er. auf Berufsumschichtung hinzielte, konnte nur ein beschränkter sein. Die Berufswahl der jtlngen Menschen wird in erster Reihe du^ch die Tradition der Familie, dem Beruf des Vaters und der sonstigen Angehörigen, bedingt. iUnd wenn einer Bevölkerungsgruppe wie den Juden, bei denen der Handelsgeist durch Jahrhunderte durGh die Beschränkungen seitens der Umwelt künstlich gezüchtet wurde, die Zeit verflossenen Jahrhunderts mit dem wirtschaftlichen Uqrgchvyung und Aufstieg solch reiche Gelegenheit zur Betätigung ihrer erworbenen Fähigkeiten gab, war auch ihrer Jugend der Weg (gewiesen. "Und das um so mehr, als auch die Qpferwilligkeit selbst der ärmsten Juden keine Grenzen kennt, .wenn es gilt, den Kindern die Mittelj zu einer besseren Erziehung zu schaffen, pIs sie selbst hatten. So drängte die jüd. Jugend zum Kaufmanngstand und zu den ihnen offen stehenden akademischen Berufen, erwies aber auch ihre technische Befähigung durch ihre verhältnismäßig große Zahl unter den höheren tephni-schen Staats- und großindustriellen Beamten. j <*• Ein R^formwexk wie die Berufsumschichtung eines ßevölkerungsteils kann nicht durch fromme Wünsche t^nd künstlicheMitteLgeschaffen werden. Dazu müssen wirtschaftliche und politische Verhältnisse drängen/ So hat auch der haltlose antisemitische Vorwurf, 'daß die Juden auch nafch der Einbürgerung' zu den Handarbeitern nicht die ihnen zukomrpende Zahl stellen und der körperlichen Arbeit ausweichen, keifte Sinnesänderung hinsichtlich der Berufswahl hervorrufen können. Denn keiner brauchtauf sein gutes Recht zu verzichten, soweit seine Kräfte und Mittel es gestatten, den seinen Neigungen entsprechenden Beruf zu wählen, der ihm eine die ir gute Zukun t verspricht. Als aber im Drittel des : rorigen Jahrhunderts durch gestaltung der wirtschaftlichen Verkehrs nisse, die Warenhäuser und Konsumve durch das Genossenschaftswesen der Kleitji Hausier- und Viehhandel eingeengt und o geschaltet wurden, worin die Juden auf Lande ihrer Unterhalt fanden, da wu größerem Maße die Hilfe der Verjeinp z derung des IHandwerks angerufen, j und es die Zahl der jüd. Handwerker in den St Zu,diesem Trfolge trugen aber auch die Arbeitsmethoden bei, auf die sich einzeih Vereine eins teilten.* Und es ist dringende wendigkeit, daß auch die anderen sie ann Indem dieVeeeine sich auch früherdarauf bes ten, den Lehrlingen Gelduntersfützung und zu gewährer, sich aber um die Wahl der und die Bea ufsichtigung der Knaben nichl merten, war für eine sachgemäße Ausbil zumal auf c em Lande, keine Gewähr und manch« r Knabe ging später wieder Handwerk verloren. Wenn aber die Verei großen Städten die Lehrlinge in eigenen aufnehmen, i elbst den Meister suchen, die liehe, geistig e, religiöse und berufliche durg, auch i i der Weikstatt.und im Fortbild unterricht, ü >erwachen, dann werden Miß selten sein. Bis zur Ablegung der Ge^ prüfung bte ben alle Knaben im Heim.. Strebsamen und Befähigten, die dann gleicf nach Ablauf einer 1—2jährigen Gesellentäti auf einer Fsch- oder Kunstgewerbeschuh! weiterbilden wollen, wird weiterhin Unter gewährt. Nach solchen Grundsätzen zuerst von u iserem sei. Br. Rabbiner Dr. VI in Düsseldoif der dortige Verein aufgebaut nach ihnen; rbeiten auch die Lehrlingsheitne in Köln und I ’ankow. Die Kriegs- und Nachkriegszeit war aus naheliegenden Grinden der im Aufstieg begriffenen wahrhaft freieren ethischen Betätigung dieser Vereine nicht günstig und verminderte die Zahl der Zöglinge. Jetzt aber ist es die Pflicht aller, denen das Wohl und die Zukunft der jüdischen Jugend am Herzen liegt, und deshalb besondeis der Logen, mit verdoppeltem Eifer sich ciesem Hilfswerk z t widmen, das durch die Zeitumstände ei le noch viel höhere Bedeutung gewonnen hi it. letzten Um- Üerhältreine, - und t ausdem 4de in Förstieg ädten. neuen e dep Notihmen. chränk- Cleider Meister kümdung, oten, dem ne in eimen l örper- Ausbilungs- ^rfolge ellen- Den oder igkeit sich' kunft vurde edell und 153 — __ I

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