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Der Orden Bne Briss · 1924-10-01 · Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924) · p. Seite 146

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 146 (sequence 12)
Language
German
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I nicht nur. Kärrner und Handlanger beim Wiederaufbau des deutschen Judentums sein. | In Sachsen und Bayern haben die Gemeinden den Frauen das aktive ur d passive Stimmrecht gegeben, in .Frankfurt a. Vorstand und mehrere in‘djr Gemeindevertretung die unsere Kinder brauchen, damit pie Krankheit M. ist eine Frau im zum nährun^ hältniss hat jdi breitung Gemeinden wählen Großgejmeinde Berlin da^ Recht der das rein äußerliche 3reußeni vielfach unter Gesetz1 von 1847 abtätig. In einigen anderen die Frauen, aber in der und, durch dieses.Beispiel vielfach in anderen Gemeinden, müssen die F auen ncjch weiter um. ihr Recht kämpfen. Ist es denn aber wirklich Fraüen? Ich meine nich . Recht, das man uns ja in Berufung auf das veraltet« streitet. Sondern darum geht dielFrage: Haben wir Frauen in unserer Arbeit Leitungen aufzuweisen,. die uns das Recht geben jzu dieser Forderung der Gleichberechtigung? Wer die zielbewußte, segensreiche Arbeit c|es jüdischen Frauenbundes* kennt, w:r den; vielfach verschlungenen Wegen der Arbeit ip den frauentogen nachgeht, der wird nicht anders al^ überzeugt ja sagen können.. Da ist zuerst die soziale, Fürsorge. Zum großen Teil ist h«ute, gerpde dank der Frauenarbeit, die ^traditiör eile Wo|il Tätigkeit in bewußt, soziale1 Wohlf«hrts p f l eg e verwandelt und es ist das Be: treben beitenden Frauen, nicht (so sehr B e r u sind errichtejt, volles Gefahren Mädch unentg; rl gesetzt. Durch die mangelhafte Er- und die entsetzlichen Wohnungsverin den Kriegs- und Nacnkriegsjahren furchtbare Krankheit erschreckende Ausgefunden. Licht und Sopne sind es, verhüte oder im Keime erstickt werde. Im Kinderheim ir Wyk auf Föhr ist dem jüdischen Frauenbund ein Pavillon zur rituellen Speisungfür tuberkulöse Kinder zur Verfügung gestellt. Die einleitenden Schritte zur Errichtung eines Tuberkulosenheims werden getan. Für iie schon im sieben ^stehenden Mädchen allen größeren Städten Mädchenheime wo sie ein behagliches Heim, liebelingehen auf ihre Wünsche und Bevor den streburgen finden und geschützt sind der Großstadt. HaüShahungsschulen, nklubs, Abendheime reihen ltlichen Stellenvermittlung^! sich an. Die n und Beiller sozial ardie Afmut zu unterstützen, als sie zu vjerhüten.i die Krankheit in ihrem Entstehen zu h< ilen. Bei den S ä u gdie fürsorgliche Arbeit. Kinderheime in Berlin mtstanden, Säuglingsfingen beginnt bereits Da sind die Mürter- und und Frankfurt a. M. beratLngsstellen, Hauspflege für Wöchnerinnen, Kinderschutzkommissionen, die Sorge tragen, daß die Kinder, wenn sic nicht bei der, sehr oft unverheirateten, Mutter oder.auch bei den Eltern bleiben können, in güte Pflegestellen kommen und dort dauernd, bewacht werden. Für die größeren Kinder sind fast in allen beträchtlicheren jüdischen (iemeinden von Frauenvereinen KtnderhdHe' gegründet; die Kinder werden im Sommef in F;rienkolonien oder jetzt vielfach -in Luftbäder gesi :hickt undauch bei den schulentlassenen Kinderr hört die nachgehende Fürsorge nicht auL Der jüdische Frauenbund hat sich als neue Aufgabe die Bekämpfung: der T uberkulose rufsber itungen sorgen überall dafür, daß die Mädch :n geeignete Stellen finde i, die ihrem Könne 1 und ihrer Begabung entspr:chen. Neuerdings ist es auch wieder möglich geworden, jüdisete Bahnhofsmissionärinnen jnzustellen. AI’ diese segensreichen Institu ionen, die nur unter mühseligster Arbeit währenc des Krieges aufrecl it erhalten werden konnten und die doch der P lege des Wertvollsten dienen, was wir besitz« n, der* körperlichen und geistigen Gesundheit u iserer Jugend, sind Bausteine zurWiederaufrieftung des Judentums. E ne ganz neue Aufgabe; isl uns Frauen durch die furchtbare Not der1. Zeit erwachsen: Die N ittelstandsfürsörjge, der sich vor allem die Fraueniogen widmejn. Mittelstandsfürsorge, das Wort ist uns so ^eläjfig geworden 1 spricht sich so leicht aus und birgt doch salche Unsumme von Nojt und Elend und Verzweiflung in sich. Muß’j ic i erst davoiv spreefen, wie sich alle Verhältnisse verschoben haben wieden alleinstehenden! f rauen, den alten Männern, die sich einst wohlhabend dünkten und nicht mehr im Erwerbsleben stehen, die graue Sorge Hausgenossin geworden ist und sie ist und eine es ei ispinnt in ihr Netz?! Wie fu chtbar schwer oft, da helfend einzugreif :n. verscH ießt meist dje Lippen 'deier, nehmi n gewohnt waren, und eis feinst« Einfühlungsvermögen, der — 146 — I / Der Stolz die nie zu gehört das zarteste Takt

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