Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- Seite 140 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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vaterländische und insbesondere volkswirtschaftliche Pflicht ist. * . Als Schluß dieser Betrachtung sei es mir gestattet, efn Wort von Martin Buber zu j wiederholen: •jDie Gemeinschaft der Menschen ist ein angelegtes Werk, das unserer harrt; ein Chaos, das ilvir zu ordnen, eine Diaspora, did wir zu samnhefn, ein Widerstreit, den wir zu versöhnen habefi. Dies aber können wir einzig dadurch, von lins an seiner Stelle im natürtiaß jeder liehen Bei eich seines Zusammenlebens mit den Menscher das Rechte, das Einigend^, das Gestalten le tut.* Dieses Arbeiten am Bau der Menschheit ist •ke^n jüdisches Reservatrecht. Alle sind berufen, jeder, der gl ten Willens, ist willkommen. Von dem Erfassen d eses Gedankens und dem Ausmaße seiner Verwirklichung hängt das Schick:al «der deutschen uden und ebenso das ihrer Umwelt ab. Religiöse Aufgaben i der vlor Von; ■ ßr. Dr. L e o |ß a e c k. n religiösen Aufgaben der Gegenwart zu sprechen, köniite als 'ein Widerspruchsvolles erscheinjen, denn 'im Wesen der religiösen Aufgabe liegt es, daß sie nicht eine Aufgabe für eine Zeit nur islt, nicht für die Gegenwart bloß gilt. Nützliche Absichten und Wünsche, praktische und politische Forderungen Raben ihren bestimmten Tag, aber die Religion mit dem, was sie gibt und ^vas sie verlangt, will das Dauernde und Beständige sein, das Bleibende in allem Wechsel. Sie will den Menschen erfassen, und der Mensch ist jmmer derselbe. Und wenn sie von einer Zeit spricht, so fst es die Zukunft, in'tler dieses Menschliche seine Erfüllung finden, die Aufgabe des Menschen ihre Verwirklichung gewinnen soll. 'Aber es hat doch auch sein gutes Recht, von |eligrösen Aufgaben, die der Gegenwart gestellt sind-, zu sprechen. Denn wenn auch das, was (die Religion kündet, Ausdruck des immer Gleichen ist, so ist doch das, was jede Zeit davofi Kören soH, das, dessen jede Zeit vor allem bedarf, nicht immer dasselbe. Jede Zeit hat ihre Mängel und ihre Gebrechen, jede hat ihre Not und; ihre Pein,, jede ihren Hunger und ihren Durst, jede bedarf ihrer Heilung und Befriedigung. Die ^Religion soll immer wieder der Gegenwart ihr besonderes geben. - 'Was ist es nun, dessen unsere Zeit vor allem bedarf? Sie bedarf «vor allem der bestimmend Menscher v^ie seine Efedeutun Gedanke Hoheit Gedanke 1 jj.eben er g Wir Gegenwart. n Gedanken. Für das Leben* des sind seine Gedanken ebenso Arbeit und sein Ergehen, ja, fjir die R chtung seines Daseins vielleic lt noch wichtig, sie sind jsvoller und entscheidender, geben dem Leben seine ijnd seine Weite. Die kleinei machen den Menschen kfein der in Schwerer Jahren, die wir zu bestehen halten, war all der gerings-e zp Boden drohten. I iprheben in all iorge, iefahr, Eedrück Not, die auf uns lastete die uns bedrängte, dies die nicht daß auch unsere Gedanken wurden und zu verkümmern Mensclie großen wissen davon zu erzählen. Große ajufrechte engen und sein In den in gre ßes Leid kann die Seele em pd kan 1 sie innerlich bereichern. Das schlimmste Unglück ist zumeist das kleine Eilend, die stete kleine Kümmernis und Bedrängung de: Alltags, diese kU ineNot macht mürbe und reibt aui, sie kann den Mei sehen schließlich seeiiseh geringer werden assen. Wenn es Jahre hindurch in unserem Linde rin großer Kampf war, den jeder einzelne lat fühten müssen, so war es doch nur «in großer Kampf mit kleinen Dingen, mit Wenigkeiten, und in ihm sind die meisten klein gev\ orden. Aich in den gegenseitigen Beziehungen de* n ist es so. und können in Menschen können ii kleinen Gedjnken mu 14t