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Der Orden Bne Briss · 1924-09-01 · September (9.1924) · p. Seite 3

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1924 (1924)
Issue
September (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wissenschaft samt ihren ergreifenden Auswirkungen und den großen Gegenwartsfragen der Jüdenheit und des Judesjeins hin- und herschwingt.* So erklärt es iich auch, daß aufklärende Vorträge über Zumismus, Orthodoxie und liberales Judentum zug Hassen wurden. Alle propagandistischen, parteipolitischen und religionsparteilichen Teni lenzer sind selbstverständlich vermieden woiden. Wenn die geistige Leitung mit nötigem Takt vorgeht, »entsteht aus dem nicht zu vermeidend sm Kampfe der Meinungen als notwendige Folge ein wirklicher und tiefer gegründeter Friede*. Bemerkenswert ist die d e r K u n s t in der großen Mehrzahl der Logen, sei es durch Vorträge, sei es durch Besichtigung von Ateliers und durch Ausstelling von Werken jüdischer Künstler, gewidmete Pflege und .die dadurch herbeigeführte Unter: tützurg der Kunstln manchen' Legem ist die Pflege der Kunst einem besonderen Ausschnsse ::ur intensiveren Bearbeitung überwiesen worden. Auch innerhalb der Gioßloge ist, wie beksnnt, neuerlich ein besonderer Kunstaussctiuß gebildet worden. In den Berichten u iseres geistigen Sonderausschusses muß daher in Zukunft vieles >aus Kompetenz-Rücksich:en übergangen werden, y/as den »Weg zur Schönheit des L e b e njsr, den uns der Kunstausschuß vorze|gt«, kreulzen könnte. i j B.' -! Einzelheiten aus dem Bpro des > Sonderausschusses, Die Arbeit des Ausschusses bis September 1922, die zum wesentliche^ Teil von Dr. Finkei geleistet wurde, erhellt ais dem Protokoll vom 4.9.1922 (vergl. M ana'tsberichte der Oroßloge Nr. 8 von 1922), weiterhin aus dem an alle Präsidenten des Distrikts ge ächteten ausführlichen Rundschreiben vom 7. 2. 1924, auf dessem Inhalt zur Raumersparnis Bezug genommen wird. Dort sind insbesondere Fragen für die Vorbereitung der Geschichtsschreibung jeder einzelnen Loge aufgeworfen; auch auf die dortige Zusammenstellung von Vortragsthemen sei verwiesen. Seitdem bestand die wesentliche Tätigkeit des Ausschusses wiederum darin, Referenten auf Ersuchen mit entsprechenden Literaturangaben bezw. mit der Literatur tnd Dispositionen für bestimmte Themata »elbst zu versehen. Die Versendung der Literjafur erstreckt sich ins Ausland, sogar bis naph Saloniki. '■ Vereinzelt wutde Material von Logen für die geistige Arbeit während eines ganzen Tehnips »pränumerando« schusse geliefert, gegeben, welche begehrt und vom Sönderaufc- Desgl. wurden Anregungen Bücher nach Auffassung des Sonderausschüsse^ bei Anlegung einer Bibliothek in erster Linie zu j beschaffen seien; auch vollständige Referate Wurden auf Verlangen versandt Die Großloge! hat nach Vorschlägen von Br. Dr. Goldschmidt 7. 11. 1923 Richtli mit Protokoll des G. A. vom nien für die' geistigen Bestrebungen, msbesojndere ■ der kleineren’ Logen, versandt. .Durch . Aufnahme in dier Monatsberichte wurden diesseits (folgende Fragen propagiert: 1. Eugenische Bjestrebungen >(Dr. Ludwig Groß, Monatsbericht 1924 S. 7/8). 2. Erziehung der jungen Brüder zum Ordensgedanken (Monatsbericht 1924; S. 63 voft ,Br Ej>r. Roserlfeld, Hannover, und Schindler). 3. Die Gefahren der Nachkriegszeit, für den pidensgedanken in Deutschland (Expräsident Schindler, Berliner Logenzeitung J.üni-Nr, 1924.) l Ais Rieht löge aufgästellten Aufgaben de Beziehung, C. inie für die Arbeiten auch der geistigen Ausschüsse in der Zukunft dürfte neben den hier zusammengestellten Themen vor allem aus [dem fi r die nächste Tagung der/Groß- Programm in Frage kommen: r Logen Ln kultureller Referent Vize - Größpräsident Br. gaeck |(vergl. jdie Andeutungen im; Protokolle, Monatsberichte 1924, Seite 82,83,;Sitzuhg des Generalkomitees |vöm 11. Mai 1924). Die Beschäftigung mit [ der Geschichte des .Ordens darf nichf vernachlässigt werden; . Literatur: Mar^tzki und Gcldschmidt^, Jede .Loge ist in der ^Ausgestaltung ihrer Abende selbstverständlich souverän. ,Djaß die Ordensidee dabei nicht verlassen wird, d^rf als . selbstverständlich vorausgesetzt werden. Ebenso selbstverständlich müßte sein, , daß die Brüder in I den Arbeitssitzungen über aHe Vorgänge im Orden, insbesondere‘über die Arbeiten der Größldge, orientiert werden, daß der Unterschied zwischen einem geselligen oder Literäturverein einerseits und einer Loge andererseits der. 3

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