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Der Orden Bne Briss · 1924-09-01 · Nr. 11/12 - September (9.1924) · p. Seite 124

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 11/12 - September (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 124 (sequence 6)
Language
German
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Dieser Aufruf Kriegs wachen an An die freien E Von Armin T. Weg J wurde in den ersten eine Anzahl bürgerlicher Blätter .versandt, von denen nicht -eines, ihn zu veröffentlichen wagte: Ihr seid es, freie Europäer, an denen meirfe Seele jetzt sehnsüchtig härfgt! Ihr Vertriebenen, heimatlosen, Ihr wandernden Seelen! Ich höre, daß überall der Haß gepredigt wird, daß der Mann das Weib, der Bruder den Bruder, der Vater den Sohn diesseits wie jenseits der’Meere, in allen Winden Europas aufreizt zum Kampf gegen einen unbekannten Feind, für eine Erde, die sie in Wahrheit niemals besaßen. Begeisterung tobte in der Nußschale jedes Hirns in unheilbarer Krankheit. Fremd gehe ich unter meinen B -Odern umher, ihr Kleid berührt das meine, ihr Gang, ihr Antlitz ist meineniAugen vertraut; doch fremd steht .die Seele der Freunde vor der meinen. I Aber der Haß ist die Atjwehr des Schwachen. Ihr freien Europäer; Ihr Starken, Friedfertigen, ich kann nicht glauben, daß dieser Kampf Euer Wille war, 3hrgewappneten.Seelen! Mein Denken, das im Tiefsten verwundet st, sucht hinaus nach Euch und ahnt die stumme, verborgene Sprache Eurer Einsamkeit. Ich weilß, daß auch Ihr seid, jenseits' aller erhobenen sinnlosen Fäuste, aller niedrigen Gier nach Tod ,und Zerstörung und aller Wollust des Blutes. Ich weiß, daß Ihr wie ich trauert um unser europäisches Vaterland, um ein Land, dasuns allen gemeinsam ist; denn wir sind eine einzige pn Völkern. Der Grund diese von den ehernen Flügeln Küsten der Welt. Unser unsere Kunst, unser Handi verflochtenmiteinander wi falteten Hand. ennbare Familie von Häfen Ut aufgewühlt er Schiffe von allen issen, unser Glauben, unser Gewerbe sind die Finger einer ge- In eisernen Pulsen gibt der Herzschlag unserer Städte den Euren Antwort. Schon Abgedruckt im Vorwärts ari 27. Juli 1924. Es ist„ dasJ Herz eines Medschetr, die Sprache eines Dichters, die Empfinduug eine^ Aufrechten, die in den hier wiedergegebenen ZeHen jspricht. Der Krieg der Waffen ist vorübfer. Der Ktieg | selbst ist noch da, denn der Haß ist noch nicht-verschwunden. Der Kampf, den unser Bund führt, ist nicht ohne Hoffnung, solange es noch Stimmen, Herzen, Empfindungen außerhalb unsres Kreises a gibt, die. so sprechen wie dieser Dichter. Red. ‘ ropaer e r. mischt^ sich in den Adern vieler unserer Kinder das gl< che Blut. W :r aber hat die Nerven der Länder zerschnitt n? Wer ihre Adern zerriss« n, daß das Blut ül er die nackten Lfeiber strömt i^nd Europas Karte ri_ _ .... Id t klage nicht die Völker an eine H rde von armen willenlosen laufen m Kreise und rennen in das Lämme in den brennenden Stall. nicht d e Führer der Völker an; aber ist in lt denschaftlicher Wanderung begriffen nach jenen, Adfch ich liebe die Scholle, auf jder ich geboren in; auch die Fasern meiner Seele wurzeln zwisch n den Steinen deutscher Städte. Mein Leben st groß geworden zwiscien und de n Alltag meiner Brüder nicht ist zw oder glaubet zwischi zwischen daheim j lauben, daß meine Heimat beschlossen le sehen -ein paar tausend Quadratmeilen nem steinernen Pfahl - kann, daß mein Haus n seinen vier Wänden uhd mle der Schale meines Hirns gleiche steren, schlafet zwisch tätige Maske chts scheint als-ein Haufep vor Scherben? Sie sind Tieren, sie Feuer wie Ich klage meine. Seele ie gleich mir frei sind von Haß. aber w: best in c in den Städten Europas, Kindheit an. Ich war zu Gast Frankrt ichs und Englands, ich bjn die Südens en Städten Küste des entlang gewandert und Idie hbißen staubigen \ 'älder, ich kann die Orte ■ I den Sorgen ich kann ich nicht hlossen ist ein Denken Ich war wandernd von nicht mit einem kurzen liebenden Blick die icf meines kuges streifte. Ich bin t^urch der Pr ivence gezogen, viele Male, immer gefunden, daß die Güte einer ist, dort wie hier; jefahrvollen Kellern Europas zählen, die Dörfer und habe Mutter die ich habe n den finder Hafenstädte geauf dem Deck fremdländischer Schiffe, J 1 n Bündeln von Tau und verworfenem * Volk u d habe überall den Trosl und die werkilfe von Menschen gefunden. Meint Ihr, ich mü te das Land meiner Väter verraten, um das H rz Frankreichs zu lieben? Um Italien, die Sch veiz, Norwegen, Spanien zu lieben? Ich werde lie die Erde verleugnen, die mich geschaffei hat. Ob ich in fremden .Ländern war : L un alle land, a german, un tedesco — immer blieb d i es die heimliche Melodie, die hinter der iller fremden Worte stand: abtr ich kann

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