Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 11/12 - September (9.1924)
- Date
- 1924-09-01
- Page
- Seite 125 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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. nicht hassen, wo so liegt. Ich fühle nur, Brüder noch mich schib Vaters gegen den Sohn und ich glühe für mein Die Seele Deutsch^ Europas allein; auch Frankreichs bedarf sie, lands. Gibt es ein Mitte, der zu klein Kammer in diesem He( Dieser Krieg ist ein Europäer, Ihr Nüchterne 4 teurer des Geistes, Gelt] gestählt in tausend Gefci immer bereit seid, Eue) die Sache der Menschh hinreißen von dem Vergeßt nie, daß es zu leiden, denn gerecht nicht mit Blut die friedlii): bleibt Euch selbst treu, achtung Eurer Völker Wo seid Ihr zu wie ich gebückt und verb versteckt unter dem Scham, nur ein Pfleget und ein Linderer von Mörder, zu heißen unc leicht wohnt Ihr auf Welt um Euch in Kamp sitzt Ihr, einsame Gelehi- Eurer Zimmer und tönt der Arbeitslampe noch barische Hufgetrappel hockt jhr schwindsüchli den Gefängnissen Sibiri :i * die ich liebte! Wie kann nicht glauben, Millionen waten in Blut sind abtrünnig gewordeh Arbeit ihres Lebens verlpi Seid Ihr Hunderte? Sei der leidenschaftlichen Lii i Meine antwortheischen viel Lebe mir verankert daß jeder Sieg meiner erzt wie der Schlag des auch ich bin ein Patriot europäisches Vaterland. der seimigen Seele Eng- Land, einei odejr zu groß wäre für eine; zen? Wir sind Brüder. Bfuderkieg. O Ihr freien tr;i di: fer i inds der st nicht die Seele mütterlichen Seele n, Ihr viele daß d Ihr 4be wi Wenige nur? Mit ich Euch suchen! Irr Leidenden alle, seid Ihr noch?. Ich II r Tausende seid, und V »rderben. So viele die Besten haben die ugnel, Europa verraten. le Seile horcht hinaus n Staat in unserer Kühnen, Ihr Abenhrte, Krieger der Arbeit, hren, ich weiß, daß Ihr r Lebi:n einzusetzen für tif; abir laßt Euch nicht Wahnsinn der Massten! edl:r ist, ungerecht in Lilebe tu sei| i im Haß. Befleckt he Hochzeit der Geisjter,- und solltet Ihr die Vergen im Europas willen, ser S unde? Müßt Ihr orger gehen, die Augen Bande des Hutes, voll von Wunden zu sein Leidrn, da alle sind, Lebeu^zu töten? Vielen Be rgen, während die und Aufruhr steht, oder te, in der Verborgenheit Euch aus dem Singen das nie endende barder Pferde? Vielleicht ig und wollezupfend in ns: 1 ' ‘ nach Euch, in der gelben Stille der Septembertage, in der ungeheuren Weite der Nacht; in den langen schlaflosen Morgenstunden; dehn « wer hörte nicht jetzt den Taumel der Welt an die Küste seines Lagers schlagen, ob er gleich auf einer einsamen Insel j schliefe. Warum erhebt Ihr Euch nicht? Weshalb höre ich nicht Eure Stimmen ertönen, däsi verratene Europa-zu retten? O, ich weiß: noch ijst Eure Stunde nicht ge- ’ kommen! Noch schwieigt Ihr. Aber ich höre das unterirdische Klopfen Euler Herzen wie das Hämmern der Bergleute, das weit unter Tag ist. Ich bin nur eine Stimme von wenigen, das Rufen meines Mundes ist bald verhallt. Aber ich will den Glauben testhalten an Euch, und Vjfäre es auch nuf, um einer einzigen Seele zu sagen: »Kameradlj Laß Dich^nicht irre machen. Einmal wird das Mittelalter Europas vorüber sein!». O Ihr freien Europäer, Ihr einsamen Inseln, ich weiß, daß auch Hilf fremd zwischen- Euren Brüdern und Schiwestej-n wapdeln müßt, verspottet, verlacht, der Feigheit ges.cholten,aber mit einer leidenschaftlichen Wärme und einem unaussprechlichem Mitleid zur Menschheit. Auch Euch bangt nach kameradschaftlicher dem Trost und der Liebe Seelen. Hier, verloren in einem Winkel Europas, iitze ich, in einer Stadt unter Tausenden, in einer ^traße unter Tausenden, in einem Hause unter Tauslenden, unter Menschen, deren Seelen der Haß geirübt hat, und wie der. Gefangene in seiner Zelle mit derb gebogenen' Zeigefinger an die Wand meines Zimmers klopfend, sende ich geheimnisvolle Zeichen hinaus. Wo Ihr auch sein mögt, daHeirri und in deutschen Städten oder drüben in den fremden Staaten, in Ländern, die der Krieg mit Schrecken erfüllt hat, übeb tiefe endlpse Räume; über dem heißeren Lärm der Schlachten, über die Schreie des Zprns und der Verheerung -^‘ich weiß, Euer; J lauschendes Ohr » wird die Stimme der Freundschaft vernehmen. Ipr werdet das Zeichen - weitergeben. Ihr .werdet die geheime Sprache der Liebe verstehen. ' Osteuropa, am 2. September .des. Weltkrieges 1914. ■ 125 < .