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Der Orden Bne Briss · 1924-09-01 · Nr. 11/12 - September (9.1924) · p. Seite 123

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 11/12 - September (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 123 (sequence 5)
Language
German
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und Augsburg präs diert, Berthold Auerbach und hat er in feierlich« in Stunden herrliche 'unvergeßliche Würdigung pheten Jeremias hat er ei rie von feinsinnigem Nachempfinden getragene Würdigung gewidmet. Mit der »Ethik des Juqtentunjs werk abgeschlossen Rüstzeug wissenschaftlich Bildung, mit der genauen tums in Wort und Scirift, in seinen Schöpfungen schöpfend, flüssig Treue gegen die gei beleben und erneuer der Geister eine wie des Judentums"geworden behaupten inmitten seinen besonderen Wissenschaft des Lazarus einst Pate er seinem ethischen nisvoll und gedanken- und Ueberlieferungen, ist Gesetz feinsinnig, verstand reich nachgegangen ind hat ein Werk geschaffen, das aus dem tief:n Quell des Judentums und le istige muß. für;> Michael Sachs, Moses Mendelssohn geprägt Dem und Pro- « hat-er sein Lebens- Ausg^rüstet mit dem ganzen er, philosophischer Kenntnis des Judensbar geschrieben, die Wacht des Judentums Wie es im Kampf itige Waffe zur Verteidigung st, so dürfte es sich der wissenschaftlichen Bestreitung, die ihm tkicht :rspart geblieben ist. Jer »Ethik« erst nach seinem auf grqnd seines Entwurfs Elb 3gen untj Prof. Dr. weiteres Werk von Wie der zweite Band Tod erschienen ist, bearbeitet von Prol Winter, so erschien seiner Hand: »Erneieruni des Judentums« auf ein Wunsch erst nach seinem Tode. An der Wiege »d :r Hochschule für die ums« Juden gestanden. seiner ganzen jüdischen Lebensauffassung, der Wissenschaft des .udent ims eine Pflegestätte zu bereiten, die der Forschung und der Erkenntnis des Judentums und seiner Entwicklung geweiht ist. An der Gewinnung des ersten Dozentenkollegiums dürft: ihm kein geringes Verdienst zuzuschreiben si:in. Den Manen vo i M o1 * der Orden Bne Briss einen errichtet. In den sanften des Harzes eingebettet, versitätsstadt Oöttingen. Leben der Hochschi le, in Umrahmt, liegt die landschaftlich anmutige Uni in Berlin hat Es entsprach r i t z L a z a r u s hat Tempel in Göttingen Wellen der Vorberge von dichten Wäldern 11 dem bunt bewegten der Fülle der Bildungs- 1 mittel ist die Stimmung vorbereitet, die an dien' glänzenden j Hochschullehrer erinnert. Die stille Arbeit der Loge jm Dienste des Judentums wird überhöht qurch das gütige Auge von Moritz Lazarus, deih Menschenfreund, der auf diejenigen anspornend | herniederblickt, die den Spuren des trefflichen ißohnes seiner jüdischen Gemeinschaft folgen wollen, eingedenk des jüdischen teilnehmenden Herzens, das ihn anfrieb. Was er dem deutschen Judentum geleistet hat, ist stark geinugj um dpe Stimmung und Gesinnung der Loge zu befruchten. Seit eineinhalb Dezennien hat die Loge, die den Namen von Moritz Lazarus, trägt,; sich erfolgreich bemüht, seinen Wegen zu folgert, die Brüder, die um seinen Namfen sich' scharen, in jenem Geiste zu bilden, der Deutschtum und Judentum harmonisch vereint, (der Sachlichkeit und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt intensiver, menschenfreundliclier Bestrebungen sitdlt. Dem Kreis der Wissenschaft, der atrj 100) Geburtstag das Gedächtnis von Moritz Lazarus ehren wird, wird sich die große -4 Mehrzahl dej" deutschen Juden anschließen, die das Verdienst djer Väter zu würdigen wissen, wird sifch die Mdritz Lazarus-Loge in Göttingen zugeselfen, die in freudigem Stofze‘ auf den Namen I ihres Schutzpatrons sich dem blühenden Kreis der Bnje Briss-Logen einfügh * bereit und entschl )ssen, da£ ideale Erbe zu hüten, das ihrer Hand ahvertraut ward. Dies Erb£ zii hüten, wird aber Mn weiterem Sinne die Aüfgajbe der deutsch-jüdischen Gemeinschaft seih, wie es treu und liebevoll durch Frau Dr. Nanida Lazarus' in der Villa Ruth zu Meran geschah. Wir nehmen, an, daß es bald gelingt, d|e weithin verstreuten jüdischen Schriften vonijMoritz Lazarus in einer S am'm- 1 u n g , zu vereinen, um diesen kostbaren Schaiz den Lotnmenden Geschlechter zu erhalten. Das v^äfe ein würdiges Denkmal' für Moritz Lazarus, den großen deutschen Juden, den ausgezeichneten Sachwalter der Wissenschaft, der einst das Erbe Schillers und Herbarts mit seinem Wirken gehütet und treyem1 geiheh^t Eifer hat. - 123 - l

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