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Der Orden Bne Briss · 1924-09-01 · Nr. 11/12 - September (9.1924) · p. Seite 122

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 11/12 - September (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 122 (sequence 4)
Language
German
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* Eindrücke, die auf sein Denken lind Empfinden liefen Einfluß gewannen). Die Liebe zur Wissenschaft list das Erbe, dis er von .seinem grundgelehrten Vater, dem Jünger großer rabbinischer Meister, erhält, und ctys ihm die Kenntnis der breiten Quellen des jüdischen Schrifttums erschließt. Diese Heirpat seines Geistes und seiner Lebensauffassung nähme seines Herzens seines Büchleins »Treu hat er mit der Anteilin dem letzten Aufsatz und Frjei« 'geschildert (p. 279 ff.). Lazarus n<hm dann^den Weg, den so viele seiner Zeitgenossen gfegangen sind. Ursprünglich dem Kaufmannsstande bestimmt, Sendet er sich der tyissensch^t zu, bereitet sich auseigener Kraft, unterstützt von seinem Bruder Leser Laza frühvölleitdeten Direktjor logischen?"SenjinarS in ausgezeichneten, 1922 v Dr. Arftold L a z a r edierten Schrift; Zur mudischeji Ethik«), für besucht in reifen Jahren schweig. In Berlin finde sein Genüge in der Füll« Philosophie und Psych ihren' Bann schlagen < seiner Studien konnte weiteren wissenschaftl Im Verein -mit H. S t e r u s , dem nachmaligen, des jüdisch - theo- Breslau l(Verfasser der an seinem Sohn Rabbiner üs- Frankfurt a.M. neu Charakteristik der taldas Gymnasium vor und das Gymnasium in Braundie Weite'seines Geistes der Studien, unter denen ologie ihn besonders in ollten. Nach Abschluß er sich behaglich seinen chen Arbeiten widmen, i n t h a 1,1 seinem nachmaligen Schwager, begründet er jdie völlig neue Disziplin der Volke weithin ihre Bahnen r p s y c hi o I o g i e, die ziehen mußte, er gründet ist ihm die Gattin,, angesehenen. schlesiscf Bern; während di ihm alle: Ehren zuteil, er bekleidet d Ziehungen,- die Lazarus sich einen eigenen HÜ Jsstand; durch 44 Jahre die aus einem hochen Hause stammte, eine verständnisvolle, Gefähr in gewesen. Von 1860 bis 1866 war' er Professor an der Universität eser Zeit werden der Hochschule as Amt des Dekans und des Rektors, verehrt ur d gefeiert von Studenten und Dozenten. Diese Nahida Lazarus, dem ausgezeichneten Periode hat uns jetzt seine zweite Gattin, in Buche: »Ein deutscher sch j Professor in der Schweiz« geschildert (Berlin, Dümmler - Verlag. 191G). Die Fülle der Bemit der Welt der Geisteswissenschaften verband, die Anregungen, die hier geknüpft und verlieft wurden, trieben ihn, vgl. Jud 1905t en u — 122 - einen größeren Wirkungskreis sch zu verschaff n, als Bern ihn zu geben veripochte. Er ging rach Berlin an die Kriegsakademie, an der er tin; fruchtbare Wirksamkeit entfaltete, und später als ordentlicher Honorarprofessor an die Universität. Sein Leben gehörte der Wissenschaft eine Fülle wissenschaftlicher Arbeiten sind ms seiner Schule und alus seiner eigenen Hand hervorgegangen, von den:n das dreibändige »Leben der Seele« eine ungewöhnlich grdße Zahl von Auflagen erlebte. Die Anmut seiner Erscheinung, der Glanz ssiner Diktion und c ie Macht seiner Beredsamkeit haben nicht wepig dazu beigetragen, dem Menschenfrejunde Lazarus die Herzen sei ner Studenten und Freunde zu gewinnen. Die Gemeinsamkeit < er Arbeit und die Fret^idschaft, die ihn mit S einthal verband, ist ein besonders wohltuend :r und warmherziger Zhg m Leben von Moit:: Lazarus. Ueber sein Weik zu urteilen ist 5a:he der Wissenschaft, der er diente und der eden Weg zu neuem Aufstieg bereitete. Die illgemeind Anerkennung, diu er geweckt und gefunden, werden auch die späteren Oeneiationen nicht auslöschen, auch wenn zu reuen Ufern die Entwicklung des philosophischen Denkens ruft. Als er im Jahre 1899 sein 50 jähriges Doktorjubiläum feierte, haben Th. / chelis-Bremen und Bernhard Münz-Wien ihn ii ihren Monographien sachlich und mit Wdrt:n höchster Anerkennung gewürdigt. Durch die Arbeiten von Prof. Leicht in Meißnn und Frau Dr. Nahida Ri th Lazarus in Merai sind wir gerade über den Lebensgang von. Moritz Lazarus vorzüglich unterrichtet. Beiile-fhaben mit großer Liebe und Hingebung widrige und wertvolle Daten ausj seinem Leben zus u rmengetragen. Sie bilden kull u historisches * Dokument für der J iden im vorigen Jahrhundert, her« »tragenden führenden und genonmen hat. Mannhaft und hat er das Wort gegen den ein wertvolles die Geschichte an der Lazaru/ tätigen Anteil unerschrocken aufkeimenden JudfeAhaß geführt, der an der Berliner Hoche in Treitschke seinen Wo: großzügig hat er den Synod Stau S. »Treu und Frei-, Unser iazu Mommsen: »Auch ein m«. Berlin 1880 (Reden und p. 410). rtführer fand,*) e n in Leipzig dpunkt p. 117 ff. tyort über unser Aufsätze, Berlin

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