Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 9/10 - August (8.1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 101 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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für alle Fragen des Logenlebens, als Handbuch des U. O. B. B., in dem informieren kann. von dem Baume, ling gepflanzt hab Fanfarenstößen und vor So zu dei en ein jeder sich über alles vollen wir arbeiten und immer weiter arbeiten, bis wir Früchte pflücken m wir heute den Steck- Ijch bin kein Freund von Versprechungen, die zu halten ich mich dann nlicht für .verpflichtet halte. Was ich gesagt, ist ehr nicht gelingen, unser Ziel zu erreichen, es bleibt auch ehrenvoll, etwas Großes gewollt zu haben. icher Wille. Sollte es uns Nehmen Sie aber zum Schluß das. Gelöbnis, daß' wir allzeit bemüht sein werden, Treuhände!- des dreifachen Bundes *zu sein: des alten Blindes, den einst Gott mit Abraham geschlossen, ' des neuen Bundes, der vor. 45. Jahren in Deutschland gegründet, und des neuesten aus dieser Stunde.. Nach den üblichen sachlichen Anordnungen über den Sitzungstag der neuen Löge schloßder Vizepräsident um 8‘. 4 Uhr diese für uns alle bedeutsame Sitzung mit der vorgeschriebenen Ansprache, \ " "• Freimaurerei. Die im deutschen jroßlogentum vereinigten Großlogen (in Hamburg, Dresden, Frankfurt a. M., Bayreuth, Darmsiadt) und die freie Vereinigung der fünf unabhängigen Logen Deutschlands geben in einer Erklärung*) des deutschen Großlogenbundes gegen die Beschuldigungen der Freimaurerei bekannt, daß sie fest auf dem Boden der humanitären! Freimaurerei stehen und daher ihren MitgliedernjGlaubens- und Gewissensfreiheit gewährleisten. -Sie lehnen jede politische oder konfessionelle Tätigkeit für sich als eine die nationale Einheit schädigende Handlung ab und stehen in gleich :r Wese dem Internationalismus fremd gegenüber.« Sie unterhalten keine Beziehungen zu den Logen eines feindlichen Staates und ihr Verkehr mit den Logen nichtfeindlicher Länder beschränkt sich auf die zwischen befreundeten Völkern üblichen HöfJichkeitsformen.« Demgegenüber erhebt sich die Frage:- wie lange ist ein Staat nacfi Beendigung eines Krieges noch als »feindlicher« zu bezeichnen? Fernerhin: entspricht| es dem Wesen eines Menschheitsbundes, Beiziehungen zu pflegen, die sich nur auf Höflichkeitsfermen beschränken? Liegt es nicht im Wesen eines Menschheitsbundes, über Höflichkeitsformen hinaus zu den Seelen vor- und einzudringen? Sind die Taten der Quäker und aller derjenigen Organisationen, die für Deutschland Menschenfreundliches geleistet haben, nur Ausdruck üblicher Höflich- *) Confer.: Winkelmaß und Zirkel — Monatshefte für deutsche Kultur auf frtn. Grundlage. Nr. 5. Mai 1924. keitsformen? Ist Seelenverständigung eine Handlung, die irgendwie einem Lande schaden könnte? Bemüht sich die 'evangelische und die katholische Kirche in ihren eiiiwahdsfreien internationalen Beziehungen nicht etwas mehr zu leisten als die Erweisung üblicherHöflichk e i t s f o r m e n? ■ Die Logen unseres Ordens, des^ Unabhängigen Ordens Bne Briss stehen jedem -Internationalismus« fern, der irgendwie im politischen Sinne, als schädigend für' irgend ein. Land bezeichnet werden kann. Es ist selbstverständlich, daß während eines Krieges oder eines kriegsähnlichen ZUstandes-auch zu den Logenorganisationen der betr. Länder keinerlei Beziehung bestehen kann und darf. Sobald jedoch die politische Atmosphäre einer Entgiftung zugänglich ist, ist es ebenso natürlich und verständlich, daß humanitäre Organisationen das Unglück, das durch Krieg und politische Wirrungen hervorgerufen ist, pach besten Kräften zu lindern sich bemühen. So habien die Logen unseres Ordens nach dem Kriege gehandelt und“.zwar je nach ihrer wirtschaftlichen Lage, sowohl die Logen in den Siegesländern wie die Logen der unterlegenen Staaten. Sie haben sich bemüht, wirtschaftliche Existenzen wieder aufzurichten und für Kriegswaisen zu sorgen. Die Empfindung, die. sich hier dokumentiert, darf allerdings als mehr angesprochen 1 werden als der Aufdruck“ üblicher Höflichkeitsformen. Es sind seelische Werte; die jeder Gemeinschaft, jedem Volke, ja, der ganzen 101