Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 7/8 - Juni/Juli (6.1924)
- Date
- 1924-06-01
- Page
- Seite 87 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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I c) durch Führungen in Kunstsammlungen, Museen, Künstlerateliers usw., d) durch Veranstaltung von Ausstellungen in einzelnen Logen urd zwar von Oesamtwie von Sonderausstellungen einzelner jüdischer Künstler! Hierfür kommen b< sonders kleinere Logen in Betracht, die auf kürund einer Meldung beim Kunstausschuß der Oroßloge ihre Wünsche äußern müßten. Für Wanderausstellungen sind, nur kleinere Kollektionen und Werke geringeren Umfanges geeignet. Diese Wanderausstellungen könnten einen größeren oder kleinerer Turnus, z. B. nur für einzelne Distrikte, durchlau enj so daß ev«nt. mehrere a gleichzeitig von bestimmten Zentralen sjusgehen, an " die sie am Schlüsse wiei ler zurückgehen; Besondere Ausführungsbestjmmungen für Veranstaltung von Ausstellungen werden d :n Logen bald zur Verfügung gestellt werden Können. e) Durch Aufnahme g eeigneter grundlegender Werke über Kunst und Künstler; (evtl, auch Kunstzeitschrjften) in die Bibliotheken. eines Lichtbildarchivs. amortisiert werden durch f) Durch Einrichtung Die Kosten könnt« eine Leihgebühj-, welche die betreffende Loge zu triagen hätte. 2. Die Schaffung! eines Kün$tler-;Unter- Stützungsfonds seitens der Großloge soll beschleunigt we den., i Die einzelnen * Logen und deren Präsidenten werden schon' jetzt gebeten, bei eingehenden Spenden auch diesem wichtigen Fonds | recht bald , etwas znfließen zu ^ssen. 3. Eine Beratungsstelle unter eventl. Cooptation von Fachleuten soll eingerichtet werden für diejenigen Logenbrüder, welche Kunstwerke kaufen wollen, Aufträge aller Art an Künstler erteilen oder auch Kunstwerke, Sammlungen usw. verkaufen wollenj Zu diesem Behüte soll eine Liste der verschiedenen jüdische^ Künstler und Kunstgewerbler angelegt werden, geordnet nach Art ihrer speziellen Kunstbetätigung (Pprträt, Plakat, Illustration, Keramik, Entwürfe aller! Art etc.), später vielleicht ein Archiv mit Photographien als Stichproben zur Orientierung über die besondere Art und Richtung des betreffenden Künstlers. Auch eine Liste der für Atelierbesuche in Frage kommenden Künstler wäre würischenswert 4. Die einzelnen Logen mögen zunächst „ versuchen, sich der in ihren Bezirken ansässigen jüdischen Künstler anzunehmen und sie zu fördern, sei es durch Einladung, bei ihnen auszustellen, Atelierbesuche, Ankäufe, Aufträge. , ' „ - ’’ Bei Veranstaltung von Kunstausstellungen sollte in den Logen des betr. Ortes’ rechtzeitig Hinweis erfolgen . . << * t 6. Die Logen selbst sollen sowohl gelegentlich der bei ihnei^^eranstalteten Ausstellungen wie auch, wenn es sich um Künstlerhilfe handelt, aus ihrem Fonds Werke zur Ausschmückung ihrer Räume erwerben. 7. Wenn es sich darum handelt, notleidenden Künstlern zu helfen, begnüge .man sich , nicht mit Almosen, die, wenn irgend angängig, zu vermeiden sind, da sie niederdrückend wirken. Einem Künstler Trelfen, heißt seine Schaffensfreude heben und ihm die Möglichkeit geben,- sich künstlerisch zu betätigen. Man erfreue ihn durch Ankäufe und Aufträge und empfehle ihn weiter. - ’ - Zeit und Arbeit des Künstlers bedarf der Entlohnung, auch wenn ein geplanter Auftrag nicht zum * Abschluß kommt. ’ 8. Den Logen wird empfohlen, , bei Aufnahme heuer Brüder mehr als bishei' auch K ü n s 11 e r zu berücksichtigen, welche die nötige Eignung für die Bestrebungen der Loge bsfoen. Ueberhaupt müßten n.aeh M ö glichkeit menschlich und geistig-wertvolle Per s ö n 1 i c h kei te n der Lcfge zugeführt werden, »damit dauernd das geistige Niveau sich hebe und dergeistige Nachwuchs, 'gesichert werde. Öeistiger Oewinn wiegt unendlich mehr als ein dadurch e ventuell en tgehender Oe win'n an O e I d. * .