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Der Orden Bne Briss · 1924-04-01 · Nr. 3/4 - April-Mai (4.1924) · p. Seite 32

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 3/4 - April-Mai (4.1924)
Date
1924-04-01
Page
Seite 32 (sequence 12)
Language
German
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I körperlichen und seelischen Eigenschaften unserer jüdischen Abstammung, Entwicklung und Lebensführung zwingen uns, die für alle Menschen und Rassen gleich angebrachten Ertüchtigungsvorschläge speziell für unseren eigenen Gebrauch umzuformen und gründlichst auszubauen. (»Positive und negative jüdische Erbgüter« s. meinen Artikel März/12.) Zu solchem.Ausbau ist besonders die Loge geeignet und verpflichtet. Die Loge mit ihrem großen geistigen Kapital muß gewissermaßen die Rolle -eines jüdischen Kulturbeirates übernehmen, die Verbesserung und Veredelung des Stammes als Hauptsache betrachten. —, Durch Kräftigung des Einzelindividuums kräftigen wir unsere Stellung im Volksganzen, das nur vollsaftige, vollwertige Elemente brauchen kann, nicht bloß geistig oder wissenschaftlich einseitig veranlagte. Dieser Kulturbeirat muß die Waffen schmieden helfen, mit denen sich der einzelne gegen innere und äußere Schäden wehren kann. Es gibt keine allgemeine Lösung der Judenfragei jeder muß selbst herausfinden. Einem kraftstrotzenden, voll saftigen, nervös nicht reizsariien Menschen wird es leichter werden. Und darum muß die Loge an der Schaffung solcher Persönlichkeiten, der einzigen Lösung der Judenfrage, mitwirken. — Am 2. 1. 1914 machten wir (das sog. Subkomitee für Eugenik) eine Reihe Vorschläge, betr. die Umsetzung der Gedanken in Tat. Aber wir schrieben 1914! Und* diese Umsetzung erstarb unter dem zermalmenden Schritt der Weltgeschichte. — Und heute, 1924, nach 10 Jahren? Oanz. Deutschland körperlich und seelisch geschwächt. Jugend und Alter leidet unter den Folgen der. Hungerblockade, des Milch- und Fettmangels; die Stillfähigkeit hat abgenommen; Frühehen sind durch Wohnungsnot und die ökonomischen Verhältnisse fast unmöglich; die geistige Entwicklung der Jugend ist gefährdet durch die Abwegigkeit in Bildung.und Gefühl (unklare sozialistische, kommunistische und völkische Ideen); der Erziehungseinfluß der Familie* sinkt; Frühreife und eine gewisse unerträgliche Selbständigkeit, 'mangelnde Selbstzucht, mangelndes Verantwortungsgefühl vor sich selbst macht sich überall bemerkbar; das Achtungsgefühl vor den Aeltcren hat sich gemindert. Die jungen Leute verdienen verhältnismäßig zu früh und zu viel, die kauht schulentlassenen leisten sich oft Ausgaben; leichtfertiger Art, Luxus und Wohlleben wird! maßlos überschä zt, die Geschlechtskrankheiten nehmen erschreclend zu, z. T. aus sozialen Gründen; die Not der geistigen Arbeiter steigt von Tag zu Tag; der Verlust des deutschen Ostens mit seinen kleinen gesunden Landstädtchen und die daraus resultierende Abwanderung utid das Zusammenströmen in die größeren Städte führt zu allen jmöglichen Schädlichkeiten. Djer Kampf ums Dasein zermürbt täglich mehr und mehr; die Verteuerung der Erholungsreisen! iind ihr Fortfall für den größten Teil der Kopf- und Handarbeiter, der Fortfall des otium cum! cfignitate, d. h. die Unmöglichkeit, sich nach arbeitsreichem Leben beizeiten bescheiden zur Ruhe zu setzen — alles | das beeinflußt ungünstig Körper und Geist. Vor allem aber sind zjvei bittere Umstände j^tzt hinzugekommen, einmal: dejr Zwang für Mädchen und Frauen zu intensivster Berufstätigkeit .und sodann der Faktor, desseri Folgen gar nichj abzusehen sind: der (Fortfall der allgemeine!) Wehrpflicht für die jungen Männer, ein Unglück im Hinblick auf die 'körperliche Erziehung, auf die Schulung — Diszi nlinierung — und Ausbildung des Unterordnung »gefülltes. Alle! diese unglückseligen Momente werten sich doppelt bei unserep Stammesgenossen aus, die gewisse schwächende Komponenten als körperliche und geistige Belastung mit:schleppen, deren Körp er und Gemüt oft weniger widerstandsfähig sind. * \ Will di; Loge hier eingreifen, betrachtet sie die körperliche geistige utid sittliche Veredlung inseres Stammes alsj selbstverständliche Ehren; ingelegenheit, so muß sie die Mitarbeit aller Brüder und Schwestern (verlangen; denn: tpa res agitur — jeden g|eht e: an! Es gilt, eugen sches Verantwortungsgefühl jedem einzelnen enzuhämmem. »Geidence, daß du Al|nl err oder Ahnfrau selber bist« -j—■ iieser moderne Oecjanke hruß für unsere Jugend leitend werden.! * Die; Brüder und Schwestern müssen zu »sozial! hygienischem« Denken erzogtif werden, nicht b|oß zur Individuellhygiene. Sd müssen sich frei machen von! mechanischem , und gefühlsmäßigem Mitleidsdusel und müsseh lernen, — 32 —

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