Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 3/4 - April-Mai (4.1924)
- Date
- 1924-04-01
- Page
- Seite 31 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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•daß sie sich bemühen werde, ein würdiges Olied des Ordens zu werden, i Nachdem Br. Vi zegroßpräsident festgestellt hatte, daß die neue Loge aA jedem 2. Donnerstag im Monat tage, der erste Termin sich bis zum 31. März 1925 erstreike und die Loge bis zur Fertigstellung eigener Oesetze nach denjenigen der Ferd. Qamburg-Loge arbeite, schloß er um 6 Uhr die Sitzung init nochmaligem Dank an alle, die sich um das Zustandekommen der neuen Loge mit so sichtbarem Erfölge bemüht haben. An diese geschlossene Logensitzung reihte sich unmittelbar eine1 akademische Feier, an der sich auch die Schwestern beteiligten, und die gleichfalls einen eindrucksvollen Verlauf nahm, in ihr wurden vom Präsidenten der neuen Loge, vom Br. Vizegroßpräs. Dr. Walter und 'von Br. Dr. Robert Nußbaum Ansprachen gehalten, die die Grundgedanken unseres Ordens den Anwesenden zum Verständnis zu/ bringen suchten und dabei eingehend -der Person des Namensgebers der Loge gedachten. ~S folgten ein Festmahl mit etwa 450 Teil-. nehnem und daran anschließend wohlgelungene Auff ihrungen und Tanz. In fröhlicher Stimmung blieben die Teilnehmer bis lange nach Mitternacht zusammen. Wiederaufbau der Volkskraft und Loge. Von Br. Dr. Ludwig Groß - Kissingen, Spinoza Loge. | Jedes Wort ist unnütz, hinter jdem nicht eine Aufforderung zur ■Tat steht.* Nietzsche. Der Sonderausschuß für die geistigen Interessen hat beschlossen — in richtiger Erkenntnis des Problems — seine durch den Krieg unterbrochenen eugenischenBestreb ungen wieder aufzunehmen. Er ist überzeugt, daß es zur Zeit für alle Brüder keine packendere Aufgabe gibt, als die (Mitarbeit am Wiederaufbau der Volkskraft und an der Aufzucht eines körperlich und seelisch kräftigen Nachwuchses. — Mir wurde der ehrenvolle Auftrag erteilt, über den heutigen Stand dieser Frage zu referieren, wohl lauf Grund meiner zahlreichen Arbeiten, die i<jh seit 1905 iijn Logenorgan veröffentlicht habe.l Besonderen Widerhall hatte mein Artikel »Die'Forderung desTages« (1912/111) gefunden; als solche stellte ich [die Beschäftigung der Loge mit eiigenischen Aufgaben hin. Der Sonderausschuß griff sofort meine Anregung auf, setzte einen Unterausschuß ein und bewilligte Geldmittel; wir veranstalteten Rundfragen, Vorträge, Rundreisen usw.; zahlreiche Logen und Brüder erklärten s ch freudig Zur Mitarbeit bereit; von allen Seiten — z.B. von der Danmark- Loge - Kopenhagen und de* Bohemia-Prag, in der ich über diese Fragen, referieren mußte — gingen Zustimmungsiaufsätze ein, das Verständnis breitete sich immer weiter in Bruderkreisen aus; man erkannte die Notwendigkeit an, da es die -Zukunft unserer Jugend und unseres Stammes betraf — da kam die ungeheuere Weltkatastrophe. Der Krieg wurde uns zur Probe aufs Exempel. Er konnte die Bestrebungen wohl unterbrechen,, aber nicht vernichten. Denn gerade.die Schäden der I Nachkriegszeit und die ständig steigernde Flut' des umgebenden Hasses beweisen,' wie bitter nötig wir es habenin jeder Beziehung, körperlich und seelisch, stark zu sein, uns und unsem Nachwuchs körperlich und seelisch zu ertüchtigen. — Hoffentlich gelingt es, das Interesse! der jetzigen ebenso zu fesseln Avre j das der Vorkriegsgeneration. # . Damals leiteten uns ungefähr folgende Gedankengänge l ... Unser größter Feind ist die Ueberkultur, der Komfort, der zur Verweichlichung'ausartet. Hohe Zivilisation ist keine einwandsfreie Gefährtin. Nur starke und kräftige Volksbestandteile können sich durchsetzen. — Sachgemäße Belehrung über zweckmäßige geistige und körperliche Kultur kann, manche »Konstitutions-^ Störung« bessern, manchen Muskel- und Nerven^ Schwächling umstellen, nicht nur ‘ ihn selbst, auch seine Nachkommen, seine »Ras?e«. Die »Erbgesundheitslehre« —wie man, wenn auch nicht erschöpfend, die Eugenik genannt* hat — wirkt vorbeugend und aktiv kräftigend auf die Konstitutionen. Die besonderen eigentümlichen 31