Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1924-01-01 · Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924) · p. Seite 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 20 (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/6727475-6029118-6074590--0491-4867165
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

komitee zur Seite^ zu wählen, auf den Wert persönlicher Propaganda wird immer wieder hingewiesen und gebeten, gelegentliche Reisen stets zu- Propagandareden zu benutzen. Eine Schwester aus Köln, welche zufällig anwesend ist, bringt die Grüße der Schwestern aus dem besetzten Gebiet. Die Kölner Schwestern haben noch keinen Schwesternbund, sitzen aber mit den Brüdern in deren Kommissionen und möchten eine Zusammenarbeit mit dem Verband ermöglichen. Es wird beschlossen, den dortigen Schwestern alle» Material des Verbandes laufend zugehen zu lassen. Am Abend lauscht sodann eine stattliche Versammlung von Schwestern und Brüdern einem ausführlichen Bericht deslfoiders Brasch über das Logenheim in Lichterfelde. ' Es geht daraus als besonders stark empfunden der Wunsch hervor, das Heim nicht zu einem sogenannten und üblichen Altersheim zu stempeln, sondern überall das Bewußtsein zu stärken, daß die Insassen eines Logenheims nie Almosenempfänger sind, nie das Gefühl haben dürfen, eine Wohltat zu genießen, sondern 'diejenigen, welche mit restloser Einsetzung ihrer ganzen Persönlichkeit und ihres ganzen Könnens für die Insassen sorgen, erfüllen nur eine selbstverständliche, freiwillige, verwandtschaftliche Pflicht gegen das Recht der altgewordenen Brüder und Schwestern. Nachdem dann über die innere und äußere Organisation berichtet worden, betont der Redner nochmals, daß das ganze Werk ohne Unterstützung durch die Frauen nicht möglich ge wesen wäre. Die daranschließende Diskussion zeitigt folgende Resolution, - welche einstimmig von der Versammlung angenommen wird: „Die zur Delegiertentagung am 10. Oktober in Berlin anwesenden Schwestern der Frauenvereinigungen der U. O. B. B. - L o g e n sind durchdrungen von der Notwen digkeit der.Fürsorge für alternde Brüder und Sch w e,s t e r n. Die Ver Sammlung ist — angeregt durcf den Bericht über das Berline Log-enh-eim in Lichterfelde — de Ueberzeugung, daß sie ihrerseiti aHes zu tun hat, um mitzu\yirken an der Erstehung von Heimeq, . getreu der Mahnung unsrer hei Ilgen Lehre, das Alter ziu iefiren und seline Tage zu verschören“. Die anwesenden Schwestern sollen carauf hinwirken, Idaß die heimatlichen Logen verbünde bei ihrer nächsten Versammlung Gründung von Logenheimen auf die Tagesordnung setzen. Am nächsten Morgen beginnt die Arbeit mit den Berichten der Austauschzentralen in Frankfurt a^ M. und Berlin. Es wird anerkannt, daß die Aijistauscharbeit gerade jetzt eine der wichtigsten! Arbeitsgebiete im ganzen Order ist. Der Austausch in Berlin hat sich so umfangreich gestaltet, daß eine Hilfskraft erforderlich wird. Es wird ersucht, junge Mädchen, welche zum Sommer Anstellungen in Heimen j wünschen, schon vor Januar zu melden. Die jungen Leute und jungen Mädchen wollen sehr häufig richts leisten, sondern nur empfangen, es j soll djarauf Einfluß ausigeübt werden. Sehr vielejMeldungen gehen von alteren Schwestern ein, welcpe als HJausdamen Unterkunft wünschen. Es schließt si<ih an diese Frage in engem Zusammenhang eine!ausführliche Aussprache über Mittelstaijdsfürsprge, Mittelstandsküche'und Erholungsfürsorge. j Die Berichte über 5 in Berlin ritulell geführte Küchen fü ■ den gebildeten Mittelstand, über die in vielen Städten, namentlich voijbildlicl] in Magdeburg, Leipzig und Breslau durch Lebensmittelpaket : geleistete Mittelstandshil^e, übei die durch Schur. Minna Schwarz ins Leb^n gerufene Erholungstürsorge für Schwestern und Brüder, aber auch! für Kinder und die reifjere Ju jend erweiken ajllgemeine Anerkennung und Anre^ ung. Als Quintessenz geht daraus hervor, daß zwar die selbstverständliche Diskretion und Zaitheit grade auf diesem Gebiete als Sache des T|ktes vorausgesetzt werden müsse, daß abeij andrerseits nicht genügend dahin aufgeklärt weiden könne, daß es ebenso selbstverständliche Pflicht isij anzunehmen von denen, welche von Herzen gtben. Im Ar Schluß an die Erholungsfürsorge wird über das iieim in Rochwitz berichtet. Es ist dort eingejbrochen worden und erhebliche Vor- räte sind (gestohlen. Da sich’ das Heim und sein Betriejb sehr vergrößert hat, sind jetzt 2 Leiter erforderlich geworden, zu denen sich viel eicht ein Ehepajar eignen würde. Es wird getiten, 2 Fonds bjereitzustellen, dessen einer, nur geliehen, zum Einkaluf neuer Waren dienen soll, |und dessen anderer ffjr die Verpflegung derjenigen Insassen 2Q -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.