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Der Orden Bne Briss · 1924-01-01 · Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924) · p. Seite 21

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 21 (sequence 23)
Language
German
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bestimmt ist, welche nicht so viel bezahlen können, wie ihre Ernährung kostet. Alle Logen sollten einen Erholungsfonds unterlalten, alle jüdischen Heime zur Reservierung einiger ermäßigter Oder Freiplätze angelegt werden. Das,. Kinderheim Dürrenberg bei Leipzig erbittet Anmeldungen von Kindern, jedoch njicht für Juni, Juli und August. i j’. Auch die Anregung belreffs Unterbringung von reisenden Logenbrüdern und -Schwestern in Privatlogis wird nochmals in Erinnerüng gebracht und gebeten, diesbezügliche, Adressen in den Logenräumen auszuhängen. Um 6V2 UbV abends schließt die Vorsitzende die Tagung. Sie bittet, mit Kraft und Zuversicht, mit Besorgen, aber nicht mit Sorgen, und mit nimmer müder Hoffnung vorwärts zu sehen. Segen, Einsicht und Fähigkeiten werden wachsen in der Schwere dieser Zeit. Mit warmen Dankes^- äußerungen an die Vorsitzende, an die Delegierten, wiederum an die gastfreien. Berliner Schwestern geht die Versammlung um s/*7 Uhr auseiriarider. _ / Er h ol u n gsf ürso rge. Von Schw. Minna Schwarz, Berlin. Die „Erholungsfürsorge“, die vor ca drei Jahren -bei einer in Berlin stattgefundenen Delegiertentagung des Vetbandes der Frauenvereine U. O. B, B., von n ir angeregt worden, ist seither als eine der vornehmsten Pflichten, die wir Schwestern zu erfüllen haben, aufgenommen und Weiter ausgebaut worden. Das bald abgelaufene Arbeitsjalir geht zu Ende in einem Augenblick, in dem die Erschütterung der ökonomischen Lebensgrundlage des deutschen Volkes und die außenpolitische Situation alle Errungenschaften , einer geordneten Wohlfahrtspflege in Frage stellen. Je stärker aber die wirtschaftliche Not steigt, umso zwingender wird die Aufgabe, den Geist der sozialen Einigkeit rm Schwesternkreis zu erwecken bnd zu stärken. In diesem Sinne sind die sozialen Aufgaben, die die Schwesternvereine sich gestellt, nicht nur unverändert, sondern wichtiger als je. Die Schwesternvereinigungen sollen deshalb ein Zusammenschluß derer bleiben, die an die neu gestaltende Macht der sozialen Gesinnung glauben, die sich gegenseitig ermutigen wollen, in allen Lebensbeziehungen für diese Gesinnung zu, wirken. Wenn es dunkel uni uns! ist, und der Sturm die Grundfesten de» staatlichen und gesellschaftlichen Lebens^ ei zittern macht, wenn Schwierigkeiten wie gewaltige Wellen aufsteigen, hängt alles davon ab, daß wir unseren Kurs einhaiten. Das heiLt: die menschlichen Beziehungen immer tiefer gestalten, Liebe, Freundschaft und gegenseitige Hilfe pflegen, unsere sozialen Ideale hocnhaltenl Mit sollen Gedanken müssen wir auch in' unser neues Arbeitsjahr eiptreten. Manches konnten wir schon auf dem! Gebiet dei Fürsorge für unsere erholungsbedürftigen Schwestern leisten, Viel mehr bleibt unk noch zu l un übrig. Der Rückblick auf das vergangene Jahr löst in uns ehrliche Befriedigung aus. Manche unserer Schwestern, die durch die Not der Zeit in Mitleidenschaft gezogen, haben die so notwendige Erholung mit unserer Beihilfe gefunden. Wir konnten einem Teil unserer Schwestei^i den wundervollen Aufenthalt in unserem Ferienheim Ober-Rochwitz bieten. Durch das gütige Entgegenkommen zweier Familien in Bad Kissingen, die einem Bruder, und einer Schwester freie Pension In ihrem Hause boten, waren wir in der Lage, diesen die Kur dort zu ermöglichen. Zur Aufrichtung mancher Schwester, die mürbe und mutlos durch die wirtschaftlichen Verhältnisse geworden, konnten wir beitragen. Unseren ,Schwestern. beizustehen, wenn sie Hilfe bedürfen, ihre, Sorgen zu den unsrigen zu machen, ihnen in echt schwesterlicher, taktvoller Art verständlich machen, daß wir nur unsere Pflicht erfüllen, yvenn wir uns gegenseitig helfen, däs sind, die Aufgaben, die wir zu betätigen haben:, Mit Angst und Zagen sieht gar manche (-unserer * Schwestern der jetzgen Jahreszeit entgegen, härter als je werden die kommenden Monate uns alle bedrücken. Die ungeheure Teuerung aller Lebensmittel wird in vielen Familien von ' einschneidender Wirkung sein. Unser Pflkhtenkreis wird deshalb verdoppelt werden müssen. Vorbeügend wollen wir helfen, soweit unsere Kräfte ausreichen, wir sind sicheF,- daß auch die Brüder uns ihre Hilfe, sobald wir diese,in schweren Fällen nötig haben, nicht versagen werden. Wir wissen, daß die Teilnahme än der sozialen Hiifs- und Kulturarbeit heute für weite Kreise einen wirklichen Opfersirin - erfordert. Wenn ich trotzdem aber in unserer großen Familie, unserem Logenkreis, an dessen Opfer- Willigkeit appellieren zu dürfen glaube^ so geschieht es in der Ueberzeugung, daß unschätz- 21 j i-

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