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Der Orden Bne Briss · 1924-01-01 · Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924) · p. Seite 10

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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greifender Weise zum blühenden Baume sich entwickeln. Als Logenangehörige sollen sich Brüder und Schwestern des Heims fühlen.' Schärfste Selbstzucht, Rüdesicht auf die andern, vornehmer Ton, vollkommene Eingliederung in das Getriebe des Ganzen — dies alles gepaart mit Selbstbewußtsein und Bescheidenheit, wie es der sozialen Schichtung der Logenkreise und der Kinderstube, die wir bei unsem Angehörigen als selbstverständlich voraussetzen, entspricht, bilden die notwendigen Grundlagen des' inneren Friedens im Heim. Nicht leicht ist diese Aufgabe für die Insassen und für .die Leitung. Denn stets muß bedacht werden, daß Brüder und Schwestern aufgehommen werden, die von.der Not des Lebens zerschlagen sind, denen einst bessere Tage beschieden waren und die nunmehr der Tätigkeit ermangeln und deshalb leicht geneigt sind, nervösen Stimmungen Raum zu geben und Kleinigkeiten als Sinn des Lebens anzuspreeben. Eine psychische Umstellung erfordert bei jedem Insassen die Aufnahme in ein Gemeinschaftshaus. Die äußere Freiheit, die Einstellung auf sich allein, die Selbstbestimmung verschwindet, soweit die Gemeinschaftsinteressen es erfordern. Dafür winkt aber den Insassen die Ruhe von des Alltags Lasten, die innere Freiheit. Das Berliner Heirn hat insofern seine Daseinsberechtigung erwiesen. Sämtliche Insassen haben sich des Vertrauens würdig gezeigt, welches die Leitung in sie setzte; handelnd wirkt ein jeder an seinem Platz mit an der Erhaltung und Erweiterung des Heims. Nicht dii wenige sind es, die durch laufend?Zugaben die Beschaffung der notwendigen Mittel erleichtern; sogaf als Erben hat jüngst ein Bruder das Heim eingesetzt, in der rechten Erkenntnis, daß die Mittdl, die für ihn aufgewendet Cind, mitte bar auch späteren Angehörigen des Heirhes zu gute kommen müssen. Aus dieser Einstellung der Heimin$as;en, der Auffassung, daß sie als Lpgenajngehörige das Heim bewohnen, folgt aber a uch erst die rechte Stellung zu den! Brüdern und den Logen als solchen. Gleichberechtigt! treten sie nach wie vor neben die Logen und Brüder. Alles was für sie geschieht, Selbstverständlichkeiten, wie kejn Vater keine Mutter sich erniedrigt fühlen darf wird, wenn er oder sie, gezwungen von Verhältnissen, im Alter sich auf die Arbeit den Erwerb ihrer Kinder stützen.; 1; So tritt das Logenheim wirtschaftlich jund ideell nicht unter die Logen, soridem neben sie. Und aus diesem Gedanken j heraus ist als besonderer Verein das Berliner Hjeim gegründet. worden. Jeder Insasse ist von Selbst Mitglied; er ist durch seine selbst gewählten Vertreter im Kuratorium vertreten; ständige Beziehungen verbinden ihn mit der Leitung des Heitnsl mit den : Logen, mit den Brüdern -L so wird der Grundsatz der allseitigen Oleichheif der Rechte und Pflichten unter den Brüdern außerhalb und innerhalb des Heims stets und ständig dokumentiert. Ein großer Gedanke hat hier zum ersten Male seine Verwirklichung gefunden; ihn weiter und immer weiter, auszubauenj mögen alle Logen und alle Brüder nunmehr mitwirken. Bericht über da« Kinderferienheim der Augustin-Keller-Loge in Herjrenalb eingerichtet und geleitet von der August)-Lamey-Loge in Mannheim. Die Augustin-Keller-Loge in Zürich hatte im Frühjahr vor. Jahres der Großloge Fr. 31000.- übergeben,mit demErsuchen, daß dieser Betrag dem Komitee einer oder mehrerer süddeutschen Logen zur Errichtung eines Kinder-Erholungsheims in einem Orte des Schwarzwaldes oder in sonst günstiger Lage überwiesen werden solle. Hieran war die Bedingung geknüpft,daß die Spende für unterernährte jüdiscfceKinder verwendet werde, unter Bevorzugung von Kindern von Brüdern oder aus deren Kreisen. Der Beamtenrat der August-Lamey-Loj je erkannte alsbald die Wichtigkeit uijd Dringjü :hkeit dieser Aufgabe für die Jugend unseres notleijd enden Mittelstandes. Er berief einen,Ausschuß pid zu dessen Leitung_deh—Unterzeichneten, der die Einrichtung planen und durchführen sollte-J Die - 10 -

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