Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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die nunmehr eine beredte sprechen, welche Umwertung Logenkreise erfolgt ist, sie alle müssen unberücksichtigt bleiben, weil sämtliche Räume vergeben sind und weil die finaneinen großen Erweiterungsbau sind. Die andern Städte und Deutschen Distrikts haben Nichts Derartiges. Aber noch ispät. Noch ist es — wenn kannt waren un|d Sprache darüber innerhalb unserer ziellen Mittel für nicht vorhanden Provinzen des aber überhaupt ist es nicht zu auch höchste Zeit, an den Gedanken wirksam heranzügehen, allerorten Logenheime für unsere Alten zu gründen und damit in wahrhaft brüderlicher sozialer Weise Abhilfe zu schaffen. Allerdings eijnen großen Mut upd höchstes 1 Verantwortlichkeitsgefühl erfordert die Verwirk- 1 lichung der Logjenheimidee von dfcn Brüdern, den Logen und Logenverbänden. Denn etwas anderes ist es, ob man Mittel lediglich sammelt und diese je nacji Eingang an die notleidenden Institutionen oder Personen abgibt. Gingen t große Summen ein, nun — so war dies ein schönes Zeichen vom Opfersinn der Brüder; gingen aber geringe ein, so war dies bedauernswert, aber schließlich doch nicht besonders tragisch zu nehmet ij, Hier aber heißt es, gerade zu stehen für die ungeheuren Lasten, die die Leitung der Logenheime mit der Aufnahme von Brüdern und Schwestern mit einem Male übernimmt. hier gib t es kein Zögern upd Feilschen. Die Mittel müssen eben aufgebracht werden, ich die wirtschaftlichen Verhält- | gestalten; im Oegenteil, je lie wirtschaftlichen Verhältnisse jirer Angehörigen im allgemeinen größer sind die Anforderungen an die Logenheime, um so größer die von diesen benötigten Mittel. Wer in einem Logenheim Aufnahme gefunden hat, hat das unentziehbare Recht erlangt — falls nicht besondere statutarisch festgelegte Gründe vorliegen, die seinen Ausschluß rechtfertigen — für sein Lebensende in einer Form erhalten zu werden, die dem Oeiste unseres Ordens entspricht. Frei von Sorgen lebt er dahin, ip kleinem beschränkten Kreise zwar, aber bewahrt von des Alltags Lasten, fern von der Not des Tages, in dem siejheren Gefühl, daß die Gesamtleit der Brüder seinen Lebensabend beschirmt. gleich viel, wie nisse der Loger schlechter sich der Logen und il gestalten, um so [ Wahrlich ein kühner Gedanke, aber würdig ^er Logen, ihn aufzunehmen, ihn in' gfoßem rurf in die Tat umzusetzen. Die Berliner Logen hatten den ersten Schritt picht gewagt; ein kleiner Kreis ihrer .Verantwortung bewußter, aber auch verantwortungsfreudiger Brüder begründeten das »Berliner Logenheim». Der Versuch ist geglückt; die' Idee hpt sich durchgerungen; die weiteren Schritte s|nd leichter. Der Verein »Berliner Logenheim<v hat das im begründet. Schwer trugen die Gründer zuerst daran, daß es nicht möglich war, did so leicht in unsern Logen einsetzende Kritik von vornherein zu widerlegen, das Heim direkt von d^n Logen abhängig* zu machen, es einzugliedem iti die Organisation unseres Ordens, wie es der Tatsache entsprach, daß die Idee des »Logen- Reimst ein Bestandteil der Logenidee ist. Heute begrüße ich die geschehene Entwicklung,' Sie gibt in reiner Plastizität wieder, was wir Oründer damals erstrebten, reiner vielleicht, als wenn von yomherein das Heim direkt den Logenieitungen Unterstellt worden wäre. Ein Heim -soHte gegründet werden aus dem Gedanken heraus, daß das, was < wir an unsern alten Brüdern und Schwestern tun, unsere Bruderpflicht sei, daß diejenigen, die . wir aufnehmen, picht Gegenstand unserer Fürsorge, sondern gleich uns allen, die wir uns mit Geld beteiligen, Träger einer größeren Idee sind, die uns alle zusammenhält, der Idee der Not-.'und Pflichtgemeinschaft, die jeden, von uns in gleicher Weise zum Objekt und gleichzeitig auch Subjekt macht.- Nicht Almosen wollen wir geben, nicht unsere Brüder als Objekt irgend eines Wohltuns betrachten lassen, sondern als Verwandte; für die zu sorgen unsere natürliche; weil freiwillig übernommene verwandschaftliche Pflicht ist. So durch Gründung und Erhaltung unseres'Heims — wollten - wir aus dem Gefühl der Zusammengehörigkeit. heraus den sozialen, sittlich notwendigen Ausgleich vornehmen, indem die besser Gestellten unter uns Brüdern, die erwerbsfähigen, vermögenden,' nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit die armen, alten, gebrochenen stützen In der Vollziehung der »Gerechtigkeit», des natürlichen und sittlichen Ausgleichs, .liegt ja der Kern unserer Logenideen — und .hier sollte er zum ersten Mal in wahrhaft -weitaus- 9 « >