Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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neues Mitglied. Söhne und Schwiegersöhne von Brüdern haben Vorzugsrecht. Br. M o r it z- Stettin teilt mit, daß die Absicht, in Stettin eine zweite Loge zu begründen, aufgeschoben werden mußte; man hat sich damit geholfen, daß man die in Aussicht genommenen Kandidaten in die bestehende Loge aufgenommen habe. - 1 Br. Gross- Breslau führt aus, daß das nwachsen einzelner Logen zu bedenklichen rscheinungen geführt habe, daher sei der. funseh entstanden, eine Sperrung auf ein Jahr, Krzunehmen.! Br. G o 1 d h m i d t - Wiesbaden gibt bemt, daß, die ' Nassau-Loge Wiesbaden nach einstimmigem Beschluß bereits seit zwei Jahren ^ine Sperrung herbeigeführt habe, in nächster nt jedoch wieder Kandidaten einführe. Br. Freundlich- Düsseldorf ist mehr dafür, einem gar zu starken Anwachsen vorzubeugen. Die weitere Besprechung wird abgebrochen und der für die Logen zweifellos wichtige Gegenstand auf die nächste Gen.-Komitee-Sitzifng vertagt. j Vertagt wird gleichfalls die’ yornahne der Wahlen für das Q^neralkomitee. j Unter dem Punkte »Verschiedjenes« bemerkt Br. G o 1 ds c h mji d t - Berlin, d?ß es zweckmäßig sei, zur Beruhigung der Örüder in den Logen bekanntzugfeben, daß gegep die bedrohlichen antisemitischen Erscheinungen der Gegenwart in den berufenen Kreisen fieberhaft, gearbeitet werde. Es geschehe alles, was irj enqwie zur Sicherheit der! jüdischen Bevölkern ig (beitragen könne. j Br. Lisser schließt unter Dankesworten die Sitzung mit der Bemerkung, daß die auswärtigen Brüder sicherlich | mit dem Eindruck« heimgingen, daß in Berlin planmäßige Arbeit geleistet werde. Schluß der "Sitzung 6 Uhr. Für den ersten Teil:-'Bbr. Gihsberg und ' Leszyrisky. Für den zweiten Teil: Br. Gold schm|dt. Logen hei me. Von Exprisident Br. P Der Zeiten- Not drängt mit verstärkter Macht den Blick nach innen. - Auch der Logen und der Brüder Sorgen gelten mehr als bisher den eigenen Kreisen. Nicht" mehr gestatten es die Verhältnisse bei unserm tief betroffenen Mittelstand — dem Hauptbestandteil unserer Logen — tatenlos zuzusehen, wie die Besten; aus unsem Kreisen zermürbt, entwurzelt, zu Qrunde gerichtet werden. Laufende kleine Zuwendungen, seitens der Unterstützungsausschüsse vermögen dem Uebel nicht mehr zu steuern. Oroße Summen aber aufzubringen, genügend, um den alten erwerbslosen Brüdern und Schwestern in standesgemäßer. Weise den Lebensunterhalt zu ermöglichen, sind die Logen außer stände. Einer neuen Einstellung bedarf es mithin. Schon vor vielen Jahren tauchte (der Oedanke auf, für unsere alten Vermögens- und erwerbslosen Brüder ein boardinghouse zu gründen, in dem sie untereinander in gemeinsamer Wirtschaft, gestützt von finanziellen Zubußen deir Logen ihren Lebensabend beschließen könnten. Die a u I B r a s c h, D. R.; Gleichgültigkeit*) I der früheren keit gegenüber den Aufgaben innerhalb unserer Logen, auch eine schlecht belohnte Prestige-Politik nach außen, ließen diesen f*lin — wie ähnliche aidere — nicht zur Reife gelängen. Heute, wo die Ausführung eines solchen Oedankens schier unmöglich erscheint zwingt die Nöt dazu, ar ihn mit aller Kraft heyanzugehen.; Drei Jahre isf es jetzt Jier, daß einige Berliner Brüder es unternahmen, den Plai wieder aufzugreifen in der sicheren Erkenntnis, daß Zeiten kommen werden, wo viele der Brüder und Schwestern dem Nichts gegenübecsJeher wüjrden, und wo auch dife Logen nicht im stände könnten, dem Unglück wirksam zu steuern damals befürcWl wurde, ist in niema letem Maße, in 'erschreckendem Umfange eingetreten. Berlin hat ja wohl jetzt ein Lcgenneim. Aber die zahlreithen Meldungen aus Kreisen, die früher zum Teil als finanziell glänzeni be- ’) Die grundsätzliche Einstellung war eine ajndere: «Nichts für uns, alles für änderet« Red. sein Was s erwar- 8