Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar-März (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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besetzten Gebietes so gar keine Fühlung gehabt habe. Diese Tatsache, die besonders in einem Schreiben des Br. Kronenberger-Mainz scharfen Ausdruck gefunden habe, habe neben dem Gefühl des Verlassenseins eine starke Mißstimmung hervorgerufen. Er, der Redner, möchte der Hoffnung Ausdruck eine Brücke zu des besetzten un geben, daß es gelinge, wieder schlagen zwischen den Logen d des unbesetzten Gebietes, insbesondere müßten die Logenverbände angeregt werden, eine größere Regsamkeit zu entfalten. Br. T i m e ri d o r f e r - Berlin bemerkt, daß es gewiß der Wunsch der Großloge gewesen sei, nach Möglichkeit in Konnex auch mit den Logen des abgetrennten Gebietes zu bleiben. Alle unsere Sendungen, die an Logen und Verbände gerichtet seien, wären selbstverständlich auch an die von Br. Goldschmidt-Wiesbaden genannten Logen gerichtet gewesen. Die uns be/eichneten Deckadressen seien selbstverständlich von uns benutzt worden. Br. O o 1 d s c h m i d t - Berlin fügt zur Erläuterung hinzu, daß bei größeren Aktionen,; die von der Großloge unternommen würden, j von unsem rund 100 Logen immer nur ein Teil! sich melde, ja, Cs komme sogar vor, was er mit er letzten Zeit belegte, daß eine r allgemeinen Oroßlogenaktion n unternähme, ohne daß wir enntnis erhielten. Es wäre nn- \ einzelne Loge neben der all-' rage zu schreiben, warum sie' «stimmten Aktion nicht melde, ei Nichtmeldung von der beeinem Beispiel Loge neben d eine. Sonderaktil hiervon direkt möglich, an jed gemeinen Run sich bei 'einer Wir müssen rechtigten Anschauung ausgehen, daß Wünsche der einzelnen Loge nicht vorliegen. Br. L i s s e r - Hamburg bemerkt, daß es die : Pflicht der speziellen Generalkomiteemitglieder oder ihrer Vertreter gewesen wäre, darauf aufmerksam zu machen, daß eine Anzahl von Logen; seit geraumer Zeit ohne Fühlung mit der Groß-. löge gewesen sqi, sofern die Möglichkeit bestanden 1 hätte, eine gegenseitige Fühlungnahme herzustellen. Br. Wal ^e r - Berlin hält gleichfalls die Vorwürfe für ungerechtfertigt. Er wirft die Frage auf, warum der Hessische Logenverband die Oroßloge nicht zur letzten Verbandssitzung eingeladen habe. Br. Walter schlägt folgende j Resolution vor, qie einstimmig angenommen wird: *!' - ■i ■ »Das Oeneralkomitee hat mit herzlicher— Empfindung von den Schwierigkeiten erfahren, unter denen unsere Brüder im besetzten Oebiet | leben. Es .erachtet es als vornehmste Aufgabe j der Oroßloge^ in dauernder Verbindung mit den Logen des besetzten Gebietes durch schriftlichen Verkehr mit den Vertrauensleuten derselben, als welche vornehmlich die Mitglieder des - Oenerelkomitees und ihre Stellvertreter anzusehen sind, und wenn irgend möglich, durch Besuche zu bleiben.« Br. Ooldschmidt -Wiesbaden glaubt, daß der Hessische Logenverband und insbesondere die Rhenus-Loge 'durch die einstimmige Annahme der vorgeschlagenen Resolution durchaus befriedigt sein werden; Punkt 5 der Tagesordnung: Einspruch .des Groß- Präsidenten gegen die Entscheidung des . ' Appellationsgericlites. > Bei dem Appelletionsgericht war gegen die Wahl des Vizepräsidenten einer Loge Beschwerde erhoben worden. Das AppellaUonsgericht hob die Wahl mH der Begründung auf, daß weiße {unbeschriebene) Zettel nicht als »abgegebene Stimmen« — wie angeblich erfordeilich — mitgezählt seien, ferner daß eine unzulässige Belehrung vor der Abstimmung stattgefunden* habe. , Der Großpräsident hat nach § 16 der Großlogengesetze fristgerecht Einspruch erhoben. Über den Einspruch entscheidet die Großloge endgültig. i ' Die Bbr. Haas-Karlsruhe und Cohn- Dessau. äußern sich in ihren Outachten dahin, daß'weiße Zettel nicht als abgegebene Stimmen zu zählen seien und daß eine unzulässige Belehrung, nicht stattgefunden habe. Das Oeneralkomitee erklärt den Protest gegen die Wahl als unbegründet und bezeichnet die Entscheidung des Appellationsgericlites als irrig.! Punkt 6: Sperrung von Logen. Ref. Br. S e e I i g s oi h n; DerO.A. hat sich gegen die völlige. Sperrung von Logen ausgesprochen. Im Falle der zahlen- : mäßigen Begrenzung einer Loge muß der Gedanke einer Neugründung zum Ausgleich herangezogen werden. ' Die Spinoza-Loge Berlin führt jährlich 10 neue [Mitglieder ein, weiterhin für jedes durch Austritt, Fortzug oder Tod ausscheidende ein'! ' * .t ■