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Der Orden Bne Briss · 1923-10-01 · Festneummer zum Ordenstage - Oktober 1923 (10.1923) · p. Seite 116

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1923
Issue
Festneummer zum Ordenstage - Oktober 1923 (10.1923)
Date
1923-10-01
Page
Seite 116 (sequence 20)
Language
German
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nun sieht der Stecher sein Werk zum ersten in die Platte Male [in der richtigen Ansicht. Eipe besondere Schwierigkeit, deren ’ Bewältigung viel Uebung erfordert, besteht nämlich darin, daß die Platten für sämtliche Techniken der Originalgraphik (sie wird so bezeichnet zum Unterschiede gegen die zumeist auf photographischer Grundlage beruhenden mechanischen Vervielfältigungsarten) Spiegel verkehrt, d. h. rechts und links vertauscht ausgeführt werden müssen. Nachstechen* der zu flach geratenen Linien bzw. Fortschaben und Polieren der . etwa zu tief geratenen Partien führen zurVoll-' t endung. Eine im Gegensatz zum Linienstich mehr - auf malerische Erscheinungen ausgehende . Technik für Tiefdruck ist die heute wieder in Aufnahme gelangte Schabkunst: Mezzotino. Im Gegensätze zum Stich, bei dem die Zeichnung erst in die Platte eingegraben wurde wird hier die ganze Platte erst mit einem scharfgezähnten Wiegeeisen so aufgerauht daß sie, mit Farbe eingerieben, eine gleichmäßig schwarze Fläche zeigt. Nun wird die Rauhigkeit mit Hilfe der Schabeisen, dem Tonwert gemäß, allmählich von der Oberfläche der Platte entfernt. Die. hellsten Lichter sitzen Schicht bezw also am tiefsten, denn jede Spur von Rauhigkeit hält die Farbe fest. Dieser etwas mühsamen, aber feinen Technik verdanken wir Kunstblätter von einzigartigem, ..samtweichem Tonschmelz. Zu tief geschabte Stellen werden durch Rouletten, d. h. mit kleinen gekörnten Eisenwalzen ausgeglichen.- Beide Techniken gestatten auch jene mehrfarbigen Abdrucke, die drucke). — V besonders hoch bewertet werden. Die einzeln Wirkung der geriebenen ‘Töne werden en iclli' <jh d^n Schachris (Das Morgengebet) (Oel) Stichs völlig? weich ineinander gespielt. Sowohl für monochromer, als auch für den mehrfarbigen Kupferdruck sind die Platten für jeden Abzug von neuem zu tönen. , j Den weitesten Spielraum zur Entfaltung dpr künstlerisch-persönlichen Note gestatten die eaehfalls in das Gebiet des Tiefdrucks gehörenden Techniken de- Radierung, die wohl immer noch als vornehmste Griffelkunsl bezeichnet werden darf. . Djer wesentlichste i dj iterschied gege nüber de|m unmittelbar ins Metäll gravierten Kupferstich besteht darin, daß niit Ausnahme der Kaltnadelarbeit alle Radierplatten mit Hilfe v<J*n Säuren oder Salzen, die dasMetullauflos^n, tiefer geätet werdejn. Damit diese Cfeniikalien nicht die ganze Kupfer-, Slahl- oder Messingplatte ze st > ren, werde i die sp egelblanke Oberf äci wie die Rückwand mit einer fetthaltigen säurefestenAsphaltsc licht bedeckt. Mit Stalilnadeln von versch edener Stärke ritz: q Künstler, dem h entgegen der streng! Linienführung des Bewegungsfreiheit geboten ist, Sie >fried Labosctrin die spiegelverkehrte Zeichnung in die Asphajltins Metall. Die rieh;ige*Vertiefung erfolgt dann im Säurebade in der daß genügend geätzte Stellen nach und nach gewaschen urid mit Lack vor dem Weiterfrc ssjen geschützt weiden. Hie und da wird die Ar um nach Entfernung (der Scjhic — 116 — unterbrochen, einen Probea^druck herzustellen, auls dem die Korrekturnotwendigkeiten ergeber on der größten Bedeutung fbc^ie ‘ Radierung ist auch die Art er er fr en Weise, h aijsssjen rbleit hicht sich (Zuständsdles

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