Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Festneummer zum Ordenstage - Oktober 1923 (10.1923)
- Date
- 1923-10-01
- Page
- Seite 117 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Drucks, der sich von sätzlich durch die ~ Möglichjk durch partielles Stehenlassen fernung der Farbe, als Stärkung von Licht Reize hervorzurufen. Von vornherein und Schatten, malerische au gehen die A q ü i n t a- und die Vernis mou Technik aus. Bei der erjäterefi Angabe der wesentlichst' sonderen Kästen feinst auf der Platte gesammelt schmolzen, daß die Säur den einzelnen, mit bloße m A dem des Stichs gründet unterscheidet, oder kräftigere Entd^iijch bewußte Vernd Körnchen in die Platte dringt, nun vom Licht nach den allmählich einzeln geätzt un m. lcrische Wirkungen e b|:in Aetzen zwischen uje kaum sehbaren nicht durch galvanische^] Stahl niederschlag etwas Früh- oder Künstlerdrucke werden vom Urheber wird nach leichter en Unirisse in einem bepuh ei isierter Harzstaub so leicht festgeliandschrifllich unterzeichnet. Man nan früher gern ravant I a lettre« zum schiede gegen die Drucke mit der Schrift solchen Blättern, bei denen der Titel des und der Name des Autors vom Graveur Platte gestochen waren. Letztere kommen aber der Qualität und Auflagenhöhe nach als Originalgraphik nur in Ausnahmefällen in Frage. 'Die weiteste Verbreitung unter den ite sie Üuter- :, d.h. Bildes in die sehen Künsten fand die Lithographie hei:w| der Jeder Tort wird tiefsten Schatten zu rechtzeitig mit Lack r grapht- Prager zugedeckt. Man malt also ntit Hilfe des Lackpinsels gewissermaßen aas Bild ins Metall hinein. Die Wirkung des Drucks entspricht dann aber auch der einer Tuschzeichnunlg. Aehnlich dieVern s nqu - Aetzüng. Hier wird ein klebrig-weicher Firniä (Vernis mou) auf die erwärmte Platte getupft, und auf diese kommt ein, Blatt feinkörniges Papier,} auf das man die Umrisse mit Bleistift zeichnet, j Unter dem Druck des Stiftes löst sich der Grund von der Platte, die hierdurch für die Aetzung freigelegt wird, indem er an der Rückseite dejs Papiers anhaftet. Nach dem Andruck wird diie Platte nochmals betupft und mit dem ai fgeiegien körnigen Papier einmal durch die Presse gezogen. Das Papier hebt, je nach seiner Kornbildung, so viel vom Grunde ab, daß die Säure ähnlich wie beim Staubkorn einwirken kantt. Abzüge hiervon fallen durch harmonische Weichheit auf. Eine Platte nutzt sich r isch ab; wenn sie widerstandsfähiger gediacht wird. Besonders die »Kahnadelarbeiten«, die, Wie der Stich, ohne Aetzung unmittelbar ins Metalf geritzt werden. Die ersten vom Kupfer gezogenen Abzüge pflegen am schönsten auszufallenjidoch bringt ein guter Drucker auch weiterhin kleine, gleichwertige Auflagen zuwege. Als äußere! Kennzeichen des Frühdrucks pflegen manche Künstler isogenannte »Remarken«, d. h. kleine, mitj der Darstellung im losen Zusammenhänge stehende Randbemerkungen am unteren Platt« mrande anzubringen, die Jür die spätere Auflage Wieder entfernt werden. Steindruck, die Erfindung eines ehemaligen 1 Studenten und späteren Schauspielers AM oi s Senefelder, der bei seinen zahllosen Versuchen, Druckplatten für seine eigenen Schriften heriustellen, für die sich kein Verleger fand, netjen dem Grundgedanken der Steieotypie 17Ö6 vor allem die hochwichtige Entdeckung gemacht hatte, daß eine wässerige Lösuig von Gummi arabicum und das Fett der Druckfarbe einander abstoßen. Eine Lithographie’ entsteht etwa so: Man zeichnet mit fetthaltiger Kreide oder Tusche auf 5 o 1 n h o f e n e r' Steinplatten (kohlensaurer Kalk). Für Kreidezeichnungen werden sie fein gekörnt, damit das Fett dir. Kreide nur an den Spitäen des Kerns haftet — (gleichzeitig ein Erkenn ungsmerkmal des Drucks) rr-{ für Fedeitechnik werden sie geglättet. Fettkreide und Tusche dringen 1 eicht in den Stein ein und werden von dem zur Aetzung gebrauchten verdünnten Scheidewasset nicht angegriffen, während die .nicht, gezeichneten Stellen kaum merklich vertieft werdet.. Die durch Walzen aufgetragene Druckfarbe haftet nur an der Zeichnung, während der Steiß beim^ Drucken dauernd mit leicht gummiertem Wasser fejucht gehalten wird. In den Schnell aressen, die allerdings mehr für Gebrauchsgraphik in großen Auflagen als für Kunstblätter gebraucht werden, vollzieht-sich letzteres automatisch. An Stelle des schwer zu handhabenden Lithographie-. sfeins hat man seit einer Reihe vpn Jahrenauch mit einer Kornschicht versehene, düjine Zink¬ oder (für Sogen. »Algraphien«) auch Aluminiumplatten erfolgreich eingeführt. AlJgehiern bekannt ist das Wesen des »autographischen Umdrucks« von Papier auf Stein. Es erklärt am besten das eingangs Gesagte. Bedauerlich ist es aber, daß bekannte Künstler sich nicht scheuen, ihre Entwürfe, die sie statt spiegelverkehrt auf den -Stein — 117 -