Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Festneummer zum Ordenstage - Oktober 1923 (10.1923)
- Date
- 1923-10-01
- Page
- Seite 114 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Butterbrote -erworben -haben. Natürlich weiß iöh, daß es auch andere Kunstfreunde gibt und daß nicht jeder Kunstliebhaber die Mittel hat, Kunstwerke zu Dollarpreisen zu erstehen. Aber es ist dringend notwendig, daß diejenigen, die es können, den Künstler -auch ausreichend honorieren und nicht, wie das leider auch nur zu oft geschieht, verlangen; daß der Künstler seine Zeit opfert und itynen gratis Entwürfe macht. Ferner möchte icFf darauf hin weisen, daß die Graphik und vor allem die Handzeichnung, welcher höchste künstlerische Bedeutung zukommf, zirden Dingen gehören, deren Erwerbung auch breiteren Schichten der Kunstfreunde sehr wohl möglich ist Wie gering z B. die zeitgenössische signierte Künstlergraphik iip Preise angesetzt ist, ersieht man daraus, daß zur gleichen Zeit, als die Schlüsselzahl für den Buchhandel 15000 betrug (wobei oft der Grundpreis ».verdoppelt wird), für die signierte Graphik* ein Multiplikator von. nur 2500 angesetzt war. Wollte man nur der ein Unikurq darstellenden Handzeichnung des Künstlers denselben Multiplikator wie dem Auflagedruck -des Buchhandels, als Mindestsatz natürlich, zubilligen, sowürde manchem Künstler schnell geholfen werden können.. - Das Resume meiner Betrachtungen ist derpnach: Man gebe dem Künstler «ein Almosen, sondern fördere ihn durch Ankäufe und Aufträge. Man beachte dabei, t aß er wohl von seiner Kunst leben Soll, aber nicht von Idealen leben kann! Darum gebe man dem Künstleij, was des Künstlers ist, abtr nehm ihm nicht, ohhe entsprechend zu gi‘ eben! vergegenwärtige sich, was mir eint feinsir Mäzenatin einmal sagte, als ich darken wtllte: Wir sjnd ja die Empfangenden, wir h iben zu danken f Möge darum jeder ius so! :hen Erwägungen heraus nach besten Kräften b itragen zur Förderung von Kunst und Künstlersc laft! Nachtrag: Obiger Artikel wurde geschrieben. Inzwischen sind durch gebrochene Wirtschaftskatastrophe Kunst Schaffenden Geistesarbeiter ders schwer betroffen, z. T. in ih und ScKaffensmöglichkeit vernichtet, fachsten und um Dinge des täglichen Bedarfs mehr erlschwinglich sind. Hier tu ässende Hilfe not! es Vlan nige es Anfang die hej gerade ganz b •er Exi da die ihnen schleüh Juli eindie onfcjtenz einriieht ige Von Br. Siegfriid Labos Im Hinblick auf das gesteigerte Jnteresse an der Technik der bildenden Kunst, und da mir ohnedies häuhg diesbezügliche Fragen aus dem Kreise der lieben Brüder zugehen; glaube ich der Einladung der hochw. Großlogje, etwas aus meinem Spezialgebiete zu veröffentlichen, hiermit am zweckmäßigsten zu entsprechen: soweit es bei der durch, den Raum bedingten gedrängten Kürze möglich ist, und unter tpnlichster Umgehung der Entwickelungsphasen über die Originatgraphik . Vorbedingung und künstlerisches Ziel ist die Herstellung von Platten bezW. Formen, von denen, dem Material entsprechend, eine Reihe von Abzügen in bestimmten Druckverfahren gemacht werden kann (Vervielfältigende Kunst). Einiges über Griffleikunst. c h i n - Breslau (Lessing-Loge). f Die älteste Technik, der Holksch|n tt, der etwa! gleichzeitig mit der Buchdrücke -kirnst auftauchtle und bis zur Zeit Ludwig Richters sehr beliebt war, wird in ihrer ursprünglichen Art heute nur noch selten ausgeübt. -£ie bezweckte [die Erzeugung von ‘Linien etwa! im Charaktej der Federzeichnung. Eier Künstler zeichnete! seinen Entwurf auf eine ganz epene glatte Hqlzplatte uhd schnitt mit Messern oder meißelartigen Nebeninstrumenten um diese Linien, die also a lein reliefartig an der Ober! lache stehen blieben, perum nach der Tiefe zu alle:; fort, was nicht drucken sollte. Zu jedem Abzüge wurde di: Platte vpn neuem farbig; eingewalzt, und es entstanden unter der Sp Innung der sogen.. Tipgeldruckpresse auf dem aufgelegten 114 —