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Der Orden Bne Briss · 1923-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August (7.1923) · p. Seite 62

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1923
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August (7.1923)
Date
1923-07-01
Page
Seite 62 (sequence 8)
Language
German
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unseren altbewährten privaten humanitären Einrichtungen eigen waren. — In diesen scharf umrissenen Richtlinien liegen auch die Möglichkeiten unserer LQgenarbeit. Sollen wir forlfahfen wie bisher, wie wir es aus Friedenszeiten gewohnt waren, symptomatisch zu behandeln, Kleinarbeit zu leisten? Die’ Mittel sind gering, können nicht' größer sein; es besteht die Gefahr, daß unsere Hilfstätigkeit, unsere Wohltätigkeit zur Farce wird! — Ich glaube, whsollten einen anderen Weg gehen. Stellen wir uns ’ in den Dienst der neuen sozialen Fürsorge! , — Hier gilt es, die jüdischen Interessen bei der Zentralisierung zu vertreten, hier gilt es, den Strom der Be-1 . dürftigkeit in die richtigen Kanäle zu leiten, hier gilt.es, vor allem eine jüdische Mittelstandsfürsorge auszubauen, wozu reih materielle Ansätze, z. B.. in der Kulturfondbewegung, bereits vorhanden: sind. Die leidende Schicht unserer Tage ist der Mittelstand;• wjr Juden in Westeuropa gehören bis jetzt keiner anderen Schicht an; welche Forderung ist selbstverständlicher? — Diese Auf- ■ gäbe ist durchführbar, denn sie ist in erster Linie — keine Geidfrage! Als ich vor einigen .Tagen’ einen Beamten des städtischen Wohlfahrtsamtes nach den Ergebnissen der Mittelstandsfürsorge fragte, antwortete er: »Leider ist es nicht viel, was wir leisten; wir wären glücklich, wenn wir an die Fälle herar.kommen könnten.« Hier eröffnet sich m. E. für die Loge infolge der Eigenart ihrer Ziele und ihrer Organisation eine neue dankbare Aufgabe. Man kann geradezu sagen, was draußen fehlvist typische Logenarbeit! —Wirhäben zu irgendwelchen Zwecken Erkundigungsausschüsse, deren Bedeutung ich nicht herabsetzen will, wir* haben soziale und Unterstützungsausschüsse, wir sind durch die Schweigepflicht gebunden, wir legen Wert darauf, dnflußreiche, sozial hochstehende Personen unter unsere» Brüdern zu 1 sehen, wir. haben Brüder aus allen Berufszweigen. — Ich wiil hier kein ausführliches Prcgiamm aufsteüen* aber ich möchte glauben, Wenn wir die oben genannten Faktoren in einer unseres L soziale durch die neuen ^Form verknüpfen, und, wenn;dann jeder Bruder seinen persönlichen Einfluß, sei es bei Privaten, Behörden, Stiftungen geltend macht, dann sind wir bereits auf dem von mir vorgezeichneten Wege! Würdger Präsident, liebe Brüder! Es bedeutet vielleicht einen gewissen Bruch mit der Tradition, den wir aber nicht scheuen sollten, wenn ich die Forderung erhebe: Wir sollten die charitiitive, humanitäre Wohltätigkeit ogenideals. mehr noch in wirklich m Sinne ausbauen, die milde Spende soziale Tat ersetzen lehrten, dsß das jüdische Woh — Unsere tun sich ui Väter verschiedener^ Stufen bekunde, vbm Almosen bis zur Existenzgründuäg des Nächsten hinauf.! Alle Arten und nichtjüdisdhe reichten aper biblische seiner Vei Zeitalter \ w o h 11 ä 1 die s o z i sprungs! rechtigkeit, zeichnet, Propheten, Formen/ in denen sich jüdisch^ und Wohltätigkeit aisgewirkt laben. nie heran an d jesetz des wirklichung or die Augen führt, ige Pflichthandlung, a 1 e Leistung ist j Die Erfüllung aber des sozialen Frieder lach der Voraussage as große soziale Armenrechtes, das mit uns das messianische Nicht nur die sondern - auch i di schien Urder sozialen Ges — das kennder jüdischen den Anbruch der Zeit des Messias 1 Neuf Zeiten, neue s ziale Pflichten neue so Auch wir sollten, an ei Zeilen, das erkennen, darin und desha b danach h a n d e 1 dem prophetischen Ideal, wie es Cohen «inmal gezeichnet hat genwart, arch nicht;die ruhmrejf Sagen verwobene nationale V die Richtschnur bilden; es soll gedacht wjerden; die Z u k u n Leitstern der Politik j und somit bilden. Nicht das j Ende der Menschheit soll dejr Friede b4< Tage des den A n f a Messias bringen; n g eineri neuen sondern vie Zeit, einer*n e Welt, einei neuen! Menschhei 1 auf Erden oziale Nöte: her Wende von 'rost fanden l, entsprechend unser Hermann : »Nicht die Geche, mit heiligen ^rgangenheit soll ihrer nicht ferner t allein soll den luch der Religion Welt und der deuten, den die mehr u e n 62 I [

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